Neubaustrecke Bahnhof in Betrieb
Freitag, 3. Oktober 1980

Die Haltestelle Bahnhof 1988
Die Haltestelle Bahnhof 1988

Die Haltestelle Bahnhof 1988
Die Haltestelle Bahnhof 1988

Im Mai 1974 wurde sie beschlossen, jetzt war sie realisiert: die 1,95 km lange Neubaustrecke der Stra├čenbahn durch die Bahnhofstra├če und Altberesinchen zur Heinrich-Hildebrand-Stra├če. F├╝r die moderne Strecke mussten Wohnh├Ąuser weichen, zwei Br├╝cken, nur f├╝r die Stra├čenbahn (und Fu├čg├Ąnger), wurden errichtet. Eine ├╝berspannt seither die Gro├če M├╝llroser Stra├če, die andere die Leipziger Stra├če (damals Wilhelm-Pieck-Stra├če). Der Bahnhof war nun wieder an das Stra├čenbahnnetz angebunden. Die alte Strecke durch die Leipziger Stra├če von 1898 konnte stillgelegt und die Stra├če zur Haupterschlie├čungsstra├če f├╝r den Autoverkehr umgestaltet werden. Bereits seit 1913 existierten Pl├Ąne, die Stra├čenbahn in einem Tunnel die umfangreichen Bahnanlagen am Bahnhof unterqueren zu lassen.

Der 1926 fertiggestellte Bahnhofstunnel oder Beresinchentunnel wurde f├╝r die Stra├čenbahn um 40 cm abgesenkt, um Platz f├╝r das Profil der Stra├čenbahn samt Oberleitung zu schaffen. Vor dem Haus des Handwerks wurde die Bahnhofstra├če verbreitert und die neue Stra├čenbahnhaltestelle Bahnhof, damals noch mit Gleiswechsel, angelegt. An der Luckauer Stra├če wurde ein Gleisdreieck f├╝r die geplante Ausf├Ądelung der Strecke nach Neuberesinchen bereits mitgebaut. Auch die erst ab 1988 planm├Ą├čig genutzte Verbindung von der Kopernikusstra├če nach Neuberesinchen war bereits realisiert.

Die G├Ârlitzer Stra├če wurde durch die neue Stra├čenbahntrasse zweigeteilt und ist seitdem nur noch durch einen Fu├čg├Ąnger├╝berweg verbunden. Die Kreuzung mit der F├╝rstenberger Stra├če wurde mit einer Lichtsignalanlage mit Stra├čenbahn-Vorrangschaltung versehen. Die Einfahrt in den Bahnhofstunnel erfolgte mittels Signalen, so dass die Stra├čenbahn an der Ampel auf der Bahnhofsseite unverz├╝glich in die Bahnhofstra├če einbiegen kann. An der Haltestelle Dresdener Stra├če (heute Dresdener Platz) wurde stadtausw├Ąrts ein Unterstand f├╝r wartende Fahrg├Ąste errichtet. Zwischen den Haltestellen Heinrich-Hildebrand-Stra├če und Hauptfriedhof (heute Friedhof) fuhr die Stra├čenbahn ab jetzt unabh├Ąngig vom Autoverkehr auf eigenem Bahnk├Ârper.

Zwei neue Haltestellen gingen in Betrieb:
Bahnhof und
Ⓗ Dresdener Stra├če (seit 1997 Dresdener Platz).
Die Haltestelle Heinrich-Hildebrand-Stra├če wurde auf die Rampe der Stra├čenbahnbr├╝cke ├╝ber die Leipziger Stra├če verlegt.

Der Linienverkehr auf der neuen Strecke wurde am 3. Oktober aufgenommen. Bereits am Vortag war die Neubaustrecke feierlich ├╝bergeben worden. Zun├Ąchst befuhren Linie 3 (damals Kopernikusstra├če - Lebuser Vorstadt) und Linie 4 (Kopernikusstra├če - Stadion) die Neubaustrecke. Die alte Strecke durch die Leipziger Stra├če ging nach 82 Jahren au├čer Betrieb. Die Stra├čenbahn-Haltestellen Puschkinstra├če, Beeskower Stra├če und Bezirkskrankenhaus entfielen dadurch ersatzlos. Die gleichnamige Bushaltestelle Puschkinstra├če stand jedoch weiterhin zur Verf├╝gung. Die Haltestelle Platz der Einheit (heute Kleist Forum) wurde nur noch von der Linie 2 (Westkreuz - Lebuser Vorstadt) bedient. Auch hier hielten bisher die Linien 3 und 4.

Der Fahrplan vom 1. Februar 1980 bleibt g├╝ltig, lediglich ein Berichtigungsblatt im A4-Format informiert ├╝ber die ver├Ąnderte Linienf├╝hrung der Linien 3 und 4. Die alten Gleisanlagen der bereits 1976 stillgelegten Stumpfendstelle vor dem Bahnhofsgeb├Ąude wurden dem Vernehmen nach erst 1981 entfernt.

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