Chronicle 1995 - 1999 31 Dec 1999
Chronik 1995 - 1999 | Historia od 1995 do 1999 roku

Ampel an Hafenbahn-Kreuzung
Januar 1995

Gleiskreuzung Stra├čenbahn/Hafenbahn Berliner Stra├če
Gleiskreuzung Stra├čenbahn/Hafenbahn Berliner Stra├če

Gleiskreuzung Stra├čenbahn/Hafenbahn Berliner Stra├če
Gleiskreuzung Stra├čenbahn/Hafenbahn Berliner Stra├če

An der Kreuzung Berliner Stra├če / Herbert-Jensch-Stra├če geht eine neue Ampelanlage in Betrieb. An dieser Stelle kreuzt die Stra├čenbahn auch die Gleise der so genannten Hafenbahn. Die Anlage ist mit einer Vorrangschaltung f├╝r die Stra├čenbahn ausgestattet. Erst seit 1993 ist die Stra├čenbahnstrecke an dieser Stelle zweigleisig. Die Hafenbahn stellte im Dezember 1999 ihren Verkehr ein.

KT4DM mit abweichender Farbgebung
Mittwoch, 1. Februar 1995

Wei├če Wagen im Schnee
Wei├če Wagen im Schnee

Wei├če Wagen im Schnee
Wei├če Wagen im Schnee

Der an diesem Tag von der Modernisierung aus Mittenwalde zur├╝ckgekehrte KT4DM 226 ist im Unterschied zu den anderen Fahrzeugen nicht in den Farben der SVF sondern komplett wei├č lackiert. Er erhielt eine Totalreklame f├╝r den Optikdiscounter Fielmann. Diese Werbung behielt der Wagen bis Anfang 2005, als er die neue hellgr├╝ne Farbgebung der Stadtverkehrsgesellschaft erhielt. Wagen mit Totalreklame gab es Anfang 1995 seit ├╝ber zwei Jahren nicht mehr.

Anschlusstaxi nach Markendorf
Montag, 6. Februar 1995

Wegen des geringen Fahrgastaufkommens in Richtung Markendorf endet die Stra├čenbahnlinie 4 ab 20 Uhr bereits an der Kopernikusstra├če. Im Anschluss wird ein Taxi eingesetzt. Bis April will man sehen, ob dieses Angebot ausreichend ist und ob man damit Einsparungen erzielen kann. Tats├Ąchlich blieb die kundenunfreundliche Betriebsform ├╝ber Jahre erhalten.

Dritter Niederflurwagen eingetroffen
Dienstag, 21. Februar 1995

Niederflurwagen 303 im Betriebshof Bachgasse
Niederflurwagen 303 im Betriebshof Bachgasse

Niederflurwagen 303 im Betriebshof Bachgasse
Niederflurwagen 303 im Betriebshof Bachgasse

Der dritte Niederflurwagen vom Typ GT6M, Tw 303 (Baujahr 1994), trifft in Frankfurt ein. Am 20. April 1995 ging der Wagen zu Vorf├╝hrzwecken nach Cottbus. 1995 fand in Cottbus die Bundesgartenschau statt und der Wagen absolvierte gemeinsam mit Niederflurwagen aus anderen deutschen St├Ądten Linienfahrten auf den Cottbuser Linien 2 und 4. Schlussendlich entschied man sich in Cottbus gegen die Beschaffung fabrikneuer Niederflurwagen. Der Cottbuser Verkehrsbetrieb r├╝stete stattdessen modernisierte KT4D mit einem niederflurigen Mittelteil nach. Am 28.07.1995 traf Wagen 303 wieder in Frankfurt ein. Bereits im zweiten Halbjahr 1994, also vor seiner Zeit in Frankfurt, weilte Wagen 303 als AEG-Vorf├╝hrwagen 600 unter anderem in Jena.

Letzte Gotha-Wagen au
Freitag, 28. April 1995

Platz der Republik mit Wagen 29 im August 1988
Platz der Republik mit Wagen 29 im August 1988

Platz der Republik mit Wagen 29 im August 1988
Platz der Republik mit Wagen 29 im August 1988

Der Gotha-Triebwagen 29 (Typ T57, Baujahr 1958) geht zur Stra├čenbahn Naumburg und wird dort in den folgenden Jahren als Tw 35 eingesetzt. Im Jahr 2002 kam dieser Wagen zur├╝ck nach Frankfurt und wird seitdem von der Museumswerkstatt Historische Stra├čenbahnen e.V. betreut.

Zeitgleich werden die letzten Gothawagen aus dem Verkehr genommen und verschrottet. Nach dem Abschluss der Modernisierung von 29 KT4D werden zweiachsige Wagen nicht mehr ben├Âtigt. Die Gotha-Triebwagen 32 und 35 werden zu Arbeitswagen umgebaut. Nach 97 Jahren endet der Einsatz von Zweiachsern im Linienverkehr.

Gleisbau Bahnhofstra
Montag, 26. Juni 1995

Dreizehn Jahre nach seinem Einbau im Jahr 1982 wird ein Herzst├╝ck der Frankfurter Stra├čenbahn erneuert: das Gleisdreieck Heilbronner Stra├če/Bahnhofstra├če. Die Kreuzung geh├Ârt zu den am st├Ąrksten befahrenen Abschnitten; bis auf die Linie 7 ber├╝hren alle Stra├čenbahnlinien die Kreuzung. Entsprechend gro├č sind die Auswirkungen auf den Linienverkehr. Es werden das Gleisdreieck und jeweils etwa 30 Meter Anschlussgleis in alle drei Richtungen erneuert, neue Weichen eingebaut und eine Ampelanlage mit Vorrangschaltung f├╝r Bus und Bahn errichtet.

26. Juni - 16. Juli

In der ersten Bauphase wird das Gleisst├╝ck und die Weichen in der Heilbronner Stra├če westlich der Kreuzung saniert. Betroffen sind die Stra├čenbahnlinien 2 und 5, sowie der Auto- und Busverkehr. Da die Buslinien A und B (heute 980 und 981) damals aus Richtung Baumschulenweg zum Bahnhof noch die Haltestelle Bardelebenstra├če (heute Kleist Forum) anfuhren, wurden sie ├╝ber die Dresdener Stra├če (heute Dresdener Platz) umgeleitet. Linie 5 wird eingestellt. Linie 2 f├Ąhrt tags├╝ber im 15-Minuten-Takt, abends alle 20 Minuten, im Ersatzverkehr mit Bussen zwischen Messegel├Ąnde und Franz-Mehring-Stra├če. Die anderen Linien fahren in dieser Phase noch unver├Ąndert.

17. Juli - 2. August

Nun werden Gleise und Weichen am ├Âstlichen Ende des Gleisdreiecks erneuert. Betroffen sind die Linien 1, 2, 3, 4, 6 und die Buslinien A (heute 980), B (981), D (983), F (984), G (985) und H (986). Bei der Gelegenheit wird die Haltestelle Platz der Republik (heute Zentrum) behindertengerecht umgebaut. Die Bahnsteigh├Âhe betr├Ągt nach dem Umbau 23 cm, die Bahnsteige wurden von etwa 100 Meter auf 70 Meter gek├╝rzt. An den Enden entstehen stufenlose Rampen.

Die Stra├čenbahnlinien 2, 3 und 6 werden vor├╝bergehend eingestellt. Die Linie 1 verbindet die beiden Strecken├Ąste zur Lebuser Vorstadt und zum Stadion miteinander. Seit dem sp├Ąteren Umbau der Kreuzung am Platz der Republik wurden Weichen und Gleise so ge├Ąndert, dass diese Linienf├╝hrung heute nicht mehr m├Âglich ist. Die Linie 4 f├Ąhrt vom Messegel├Ąnde nach Markendorf, mit Zusatzfahrten bis zur Kopernikusstra├če. Linie 5 wird wieder eingef├╝hrt und f├Ąhrt auch abends und am Wochenende, weil die Linie 1 w├Ąhrend dieser Bauphase Neuberesinchen nicht erreicht. Linie 7 f├Ąhrt unver├Ąndert.

3. August - 20. August

In der letzten Phase werden Gleise und Weichen am s├╝dlichen Ende der Bahnhofstra├če erneuert. Dabei werden die neuen Gleise zur Schallreduzierung mit Gummi ummantelt. Die Linien 3, 4 und 5 entfallen, Linie 1 f├Ąhrt vom Messegel├Ąnde zur Lebuser Vorstadt, Linie 2 vom Messegel├Ąnde zum Stadion. Linie 7 f├Ąhrt auch abends und am Wochenende. Sie ├╝bernimmt an der Johann-Eichorn-Stra├če den Anschluss von und zur Linie 6 in die Innenstadt.

Zwischen Neuberesinchen und der Baustelle in der Bahnhofstra├če pendelt die Linie 6. Zum Einsatz kommen sogenannte Heck-an-Heck-Traktionen. Die Wagen 223-226, 228 und 229 haben die entsprechenden technischen Voraussetzungen. Seit der Ausmusterung der letzten Gotha-Wagen wenige Wochen zuvor, stehen echte Zweirichtungswagen nicht mehr zur Verf├╝gung. Die Haltestellen Gro├če Oderstra├če und Oderturm werden in dieser Bauphase nicht bedient.

Fahrplanwechsel 1995
Montag, 21. August 1995

Fahrplanheft 1995
Fahrplanheft 1995

Die Gleisbauarbeiten am Gleisdreieck Bahnhofstra├če sind abgeschlossen, ein neuer Fahrplan f├╝r die Stra├čenbahn- und Buslinien erlangt G├╝ltigkeit. In den Linienwegen ├Ąndert sich zum vorherigen Fahrplan vom 01.08.1994 nichts. Auch die Betriebs- und Taktzeiten bleiben unver├Ąndert. Lediglich der abendliche Taxiverkehr zwischen Markendorf und der Kopernikusstra├če, der bereits seit 6. Februar 1995 durchgef├╝hrt wird, stellt eine ├änderung dar. Die Haltestelle Platz der Republik wurde in Zentrum umbenannt, der Endpunkt Gro├če Oderstra├če in Europa-Universit├Ąt.

Fahrplan Stadtverkehr 1995/96
(21.08.1995-01.06.1996)

Stra├čenbahn: Auf den Tramlinien wird weiterhin von 4:30 bis 20 Uhr (Sonnabend und Sonntag bis 18 Uhr) im 15-Minuten-Takt, danach bis ca. 22:30 Uhr im 20-Minuten-Takt gefahren, dann bis gegen Mitternacht alle 40 Minuten. Die volle Betriebszeit ├╝ber im Einsatz sind die drei Hauptlinien 1, 2 und 4, die Linien 3, 5 und 6 fahren zus├Ątzlich Montag bis Freitag im Tagesverkehr, Linie 7 nur Montag bis Freitag in den Hauptverkehrszeiten. Zu diesem Zeitpunkt zeichnet sich bereits ab, dass f├╝r die f├╝nf ├╝berz├Ąhligen KT4D 230-234 kein K├Ąufer zu finden sein wird. Da die neuen Weichen am Gleisdreieck Bahnhofstra├če nur mit einer so genannten IMU-Steuerung schaltbar sind, welche die nicht modernisierten KT4D nicht besitzen, k├Ânnen die Wagen sinnvoll nur noch auf der Linie 7, und somit nur noch in den Hauptverkehrszeiten Montag bis Freitag eingesetzt werden.

Stadtbus: Auch beim Bus bleibt vieles gleich. Neu ist, dass abends und am Wochenende auch hier Leistungen mit Linientaxis erbracht werden. Auf den Linien C (heute 982) und F (984) betrifft das einzelne Fahrten in Tagesrandlage am Wochenende. Auf Linie D fahren am Wochenende vormittags Linientaxis zwischen Boo├čen und Hamburger Stra├če, wo Anschluss zur Buslinie B besteht. Trotz des erfolgten Umbaus der Haltestelle Zentrum h├Ąlt hier, anders als heute, weiterhin nur die Buslinie F (984).

Umbau von Haltestellen f
Oktober 1995

F├╝r den bereits angelaufenen Einsatz der Niederflurwagen werden weitere Anpassungen vorgenommen. So wird Ende 1995 die Haltestelle Johann-Eichorn-Stra├če behindertengerecht umgebaut. Auf dem Abschnitt Kopernikusstra├če - Markendorf wurden Haltestellenkanten an das breitere Fahrzeugprofil der GT6M angepasst, so dass diese Wagen nun im gesamten Netz einsetzbar sind.

Letzter nicht modernisierter KT4D
Donnerstag, 16. November 1995

KT4D-Tw 234 im April 1994
KT4D-Tw 234 im April 1994

KT4D-Tw 234 im April 1994
KT4D-Tw 234 im April 1994

Mit Triebwagen 234 wird letztmalig ein nicht modernisierter KT4D eingesetzt. Die Modernisierung der KT4D 201 bis 229 ist abgeschlossen. Die nicht modernisierten KT4D 230 bis 234 werden abgestellt. Urspr├╝nglich sollten alle 34 KT4D modernisiert werden. Fahrgastr├╝ckg├Ąnge, Fahrplanausd├╝nnungen und die Beschaffung von acht Niederflurwagen vom Typ GT6M aber lie├čen den Fahrzeugbedarf sinken. So beschloss man, auf die Modernisierung von f├╝nf KT4D zu verzichten. Da man mit der Modernisierung der ├Ąltesten KT4D (ab Baujahr 1987) begann, sind die 5 abgestellten Wagen mit Baujahr 1990 noch sehr neu. Die Fahrzeuge wurden in der Hoffnung auf einen K├Ąufer zun├Ąchst abgestellt. Nach Osteuropa verschenken wollte man die Wagen nicht, auch wenn das zahlreiche andere deutsche Betriebe gemacht haben. Bis auf Wagen 234 wurden die anderen vier Wagen 1997 schlie├člich verschrottet.

Fahrzeugzu- und abg
1995

Als Triebwagen 35 in Naumburg
Als Triebwagen 35 in Naumburg

Es sind keine Fahrzeuge mehr im Vorwendezustand im Einsatz. Die ├Ąltesten Linienfahrzeuge sind acht Jahre alt. Der Altersdurchschnitt der Bahnen im Fahrgastverkehr betr├Ągt 5,8 Jahre. W├Ąhrend noch wenige Jahre zuvor fast 120 Stra├čenbahnwagen f├╝r den Linienverkehr in Frankfurt vorhanden waren, sind es jetzt nur noch 37. Dazu kommen die f├╝nf abgestellten KT4D 230-234. Lediglich der Arbeitswagenpark weist noch Gotha- und Reko-Wagen auf, doch auch dort wird 1996 noch einmal kr├Ąftig aufger├Ąumt.

Im Februar erreichte Wagen 303 als dritter Niederflurwagen Frankfurt. Am 19. September folgte mit Wagen 304 der vierte Niederflurwagen. Wagen 305 erreichte Frankfurt am 24. Oktober und im November wurden die letzten drei Wagen (Tw 306, 307 und 308) angeliefert.

Am 28. April ging der Gotha-Triebwagen 29 (Typ T57, Baujahr 1958, 1968 ex Halle/Saale) zur Stra├čenbahn nach Naumburg. Ebenfalls im Fr├╝hjahr wurden die letzten Gotha-Wagen aus dem Verkehr genommen und verschrottet. Nach dem Abschluss der Modernisierung von 29 KT4D sind Zweiachser nicht mehr n├Âtig. Die Gotha-Triebwagen 32 und 35 wurden zu Arbeitswagen umgebaut.

Wagenpark (Stand 31.12.1995) Anzahl
Zweiachsige Triebwagen 1
Vierachsige Triebwagen 33
Sechsachsige Triebwagen 8
Historische Wagen 3
Arbeitswagen 6

Tarif
Montag, 1. Januar 1996

Im Dezember 1994 wurde eine Tariferh├Âhung noch abgelehnt, nun aber steigen nach 21 Monaten die Preise f├╝r eine Einzelfahrt von 1,80 DM auf 2 DM (erm├Ą├čigt 1,20 DM). Letzmalig angeboten werden 5-Fahrten-Karten, die von auf 6,50 auf 7,50 DM steigen (erm├Ą├čigt 5 DM). Die Tageskarte verteuert sich von 4,50 DM auf 5 DM. Der Preis der Monatskarte erh├Âht sich von 40 DM auf 48 DM. Die erm├Ą├čigte Monatskarte f├╝r Sch├╝ler, Studenten und Azubis bleibt bei 30 DM. Auch die Monatskarte mit Sperrzeit (allm├Ąhlich als 9-Uhr-Karte bezeichnet) bleibt mit 25 DM im Preis konstant.


Freitag, 15. Mńrz 1996

Reko-Arbeits-Tw 3
Reko-Arbeits-Tw 3

Reko-Arbeits-Tw 3
Reko-Arbeits-Tw 3

An der Abstellanlage Neuberesinchen geht der Bau des neuen Betriebshofes mit Werkst├Ątten, Abstellhallen f├╝r Stra├čenbahnen und Busse, mit einem Verwaltungsgeb├Ąude und der Leitstelle des Frankfurter Nahverkehrs weiter. Um Platz f├╝r die Bauarbeiten zu schaffen, werden mehrere abgestellte Fahrzeuge in die Wendeschleife nach Markendorf gefahren. Das Foto zeigt eine der ├ťberf├╝hrungsfahrten bestehend aus dem ehemaligen Arbeits-Tw 3 III (Typ TZ70/1, Baujahr 1974) und dem 1992 aus Erfurt ├╝bernommenen Gelenk-Arbeits-Bw 1 zwischen den Haltestellen S├╝dring und Kopernikusstra├če.

Umweltkarte eingef
Montag, 1. April 1996

F├╝r 55 DM (entspricht etwa 28 Euro) wird ein neues Tarifangebot, die Umweltkarte eingef├╝hrt. Sie ist ├╝bertragbar und kann nach 19 Uhr und am Wochenende von bis zu vier weiteren Personen (ohne Einschr├Ąnkungen) benutzt werden.

Fahrplanwechsel 1996
Sonntag, 2. Juni 1996

Fahrplanheft 1996
Fahrplanheft 1996

Erstmals zusammen mit dem Fahrplanwechsel der Deutschen Bahn wird auch im Frankfurter Stadtverkehr ein neuer Fahrplan eingef├╝hrt. Er ist der Auftakt f├╝r eine Reihe von Verschlechterungen, die mit jedem neuen Fahrplan um sich greifen werden. So wird vom seit 1988 g├╝ltigen 15-Minuten-Grundtakt auf einen 20-Minuten-Grundtakt umgestellt. Busse fahren verst├Ąrkt alle 40 statt alle 30 Minuten. Auf die Frage eines Stadtverordneten, ob dieser Fahrplan nicht eine Verschlechterung darstellt, antwortet der SVF-Gesch├Ąftsf├╝hrer: Nein, im Wesentlichen bleibt das Angebot konstant. Wir passen es nur besser dem Bedarf und unseren materiellen und personellen Voraussetzungen an ... Die Taktzeiten durchg├Ąngig enger zu gestalten k├Ânnte zu einem ├ťberangebot f├╝hren. Eine Angebotsreduzierung um 25% wird damit als konstantes Angebot deklariert. In den Linienwegen gab es keine ├änderungen. Die Deutsche Bahn stellt mit diesem Fahrplan den Zugverkehr auf der Eisenbahnstrecke von Frankfurt nach K├╝strin ein. Die 30 Kilometer lange Strecke war seit 1857 in Betrieb und ist ├Ąlter als die legend├Ąre Ostbahn von Berlin ├╝ber K├╝strin nach Ostpreussen.

Fahrplan Stadtverkehr 1996/97
(02.06.1996-05.10.1997)

Stra├čenbahn: Auf den Tramlinien wird von etwa 4:30 bis 22 Uhr im 20-Minuten-Takt, danach bis ca. 23:30 Uhr alle 30-40 Minuten gefahren. Die Linien 3, 5 und 6 fahren nur Montag bis Freitag im Tagesverkehr, Linie 7 nur in den Hauptverkehrszeiten. Der Abschnitt Kopernikusstra├če - Markendorf wird im Abend- und Wochenendfr├╝hverkehr weiterhin im Taxibetrieb bedient. Alle 20-40 Minuten besteht eine Fahrtm├Âglichkeit, immer mit Anschluss von/zur Linie 4 an der Kopernikusstra├če. Verdichtet wurde der Takt auf der Linie 5 vormittags von 30 auf 20 Minuten. Auch der Abschnitt Kopernikusstra├če - Markendorf wird werktags am Vormittag alle 20 statt 30 Minuten bedient. Am Wochenende endet weiterhin jeder zweite Zug der Linie 4 schon an der Kopernikusstra├če, so dass nach Markendorf nur alle 40 Minuten eine Verbindung besteht.

Stadtbus: Buslinie A (heute Linie 980) f├Ąhrt Montag bis Freitag im Fr├╝hberufsverkehr alle 20, in allen anderen Zeiten alle 40 Minuten. Linie B (981) hat ebenfalls einen 40-Minuten-Grundtakt, der aber Montag bis Freitag nach dem Ende der Fr├╝h-HVZ bis etwa 18 Uhr und Sonnabends w├Ąhrend der Gesch├Ąfts├Âffnungszeiten auf einen 20-Minuten-Takt verdichtet wird. Die Vorortbuslinien C (982), D (983) und F (984) fahren weiterhin ohne Takt und nur im Tagesverkehr. Auch hier kommen weiterhin in verkehrsschwachen Zeiten Kleinbusse zum Einsatz. Linie G (985) f├Ąhrt alle 40 Minuten, wie gehabt nur in den Hauptverkehrszeiten. Linie K (987) ist mit ihren weiterhin nur drei Fahrten pro Werktag und Richtung kaum als echte Linie zu bezeichnen. Der Saisonverkehr der Linie H (986) zum Helene-See wird alle zwei Stunden vom Bahnhof aus angeboten, w├Ąhrend der Sommerferien werden die Fahrten von und zum Spitzkrug verl├Ąngert. Die Buslinien halten im Abendverkehr ab 19 Uhr nun auch an der Haltestelle Zentrum. Im Tagesverkehr allerdings fahren sie vorerst weiter ohne Halt an dieser wichtigen Umsteigestation vorbei. Der Abschnitt Hamburger Stra├če - Messegel├Ąnde - Meurerstra├če der Buslinie A wird abends und am Wochenende fr├╝h nun ebenfalls im Anschlussverkehr mit Kleinbussen bedient. Zu diesem Zeitpunkt plante man die Umbenennung der Buslinien auf zweiziffrige Liniennummern ab 11 aufw├Ąrts. Diese neuen Liniennummern wurden auf den Aushangfahrpl├Ąnen bereits in Klammern mit angegeben. Mit der Einf├╝hrung des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg (VBB) wurden 1998 allerdings andere Liniennummern gew├Ąhlt.

Stra├čenbahn ab 02.06.1996
Linie 1 Neuberesinchen - Bahnhof - Zentrum - Lebuser Vorstadt
 
Linie 2 Messegel├Ąnde - Gerhart-Hauptmann-Stra├če - Zentrum - Europa-Universit├Ąt
 
Linie 3 Kopernikusstra├če - Friedhof - Bahnhof - Zentrum - Lebuser Vorstadt
(nur Montag-Freitag 6-18 Uhr)
Linie 4 (Markendorf - Klinikum -) Kopernikusstra├če - Friedhof - Bahnhof - Zentrum - Stadion
(Markendorf - Kopernikusstra├če im Abendverkehr Kleinbusse)
Linie 5 Messegel├Ąnde - Gerhart-Hauptmann-Stra├če - Bahnhof - Neuberesinchen
(nur Montag-Freitag 6-18 Uhr)
Linie 6 Neuberesinchen - Bahnhof - Zentrum - Europa-Universit├Ąt
(nur Montag-Freitag 6-18 Uhr)
Linie 7 Markendorf - Klinikum - Kopernikusstra├če - Friedhof - Neuberesinchen
(nur Montag-Freitag 5:30-8 und 13-16 Uhr)
Stadtbus ab 02.06.1996
Linie  A  (Seefichten - Am Messegel├Ąnde -) / (Kopernikusstra├če -) Baumschulenweg - Bahnhof - Karl-Marx-Stra├če - Lenn├ęstra├če - Hamburger Stra├če - Klingetal - Messegel├Ąnde - Meurerstra├če
(ab 20 Uhr ab Kopernikusstra├če)
Linie  B  Kopernikusstra├če - Baumschulenweg - Bahnhof - Karl-Marx-Stra├če - Prager Stra├če - Hamburger Stra├če - Spitzkrug
Linie  C  Bahnhof - Messegel├Ąnde - Meurerstra├če - Rosengarten - Lichtenberg - Markendorf - Klinikum
(nur bis 19 Uhr)
Linie  D  Bahnhof - Karl-Marx-Stra├če - Prager Stra├če - Hamburger Stra├če - Kliestow - Boo├čen
(nur bis 19 Uhr)
Linie  F  Bahnhof - Zentrum - Grenzbahnhof - G├╝ldendorf - Lossow (- Helene-See)
(nur bis 19 Uhr, zum Helene-See nur einzelne Fahrten)
Linie  G  Bahnhof - Karl-Marx-Stra├če - Prager Stra├če - Klingetal - Seefichten
(nur Montag-Freitag 6-8 und 14:30-17 Uhr)
Linie  H  (Spitzkrug - Hamburger Stra├če -) Bahnhof - Helene-See
(nur Saisonverkehr Mai bis September und nur Tagesverkehr)
Linie  K  Kopernikusstra├če - Am Messegel├Ąnde - Prager Stra├če - Lenn├ęstra├če
(nur Montag-Freitag 3 Fahrten pro Richtung)

Nachfolgend gelistet sind die Taktfolgen der Stra├čenbahnlinien und der Buslinien A und B.

Montag-Freitag Sonnabend Sonntag t├Ąglich
04:00
05:00
05:00
08:00
08:00
14:00
14:00
18:00
18:00
20:00
04:00
07:00
07:00
16:00
16:00
20:00
04:00
07:00
07:00
20:00
20:00
22:00
22:00
23:00
1 30' 20' 30' 20' 30' 20' 20' 30'-40'
2 30' 20' 30' 20' 30' 20' 20' 30'-40'
3 - 20' - - - -
4 30' 20' 20' 30' 20' 30' 20' 20' 30'-40'
5 - 20' - - - -
6 - 20' - - - -
7 - 20' - 20' - - - -
 A  30' 20' 40' 60' 40' 60' 40' 40'
 B  30' 40' 20' 60' 20' 40' 60' 40' 40'

= Markendorf - Kopernikusstra├če nur alle 40 Min.,
= Markendorf - Kopernikusstra├če Kleinbus alle 20-40 Min.

Gleiswechsel in Neuberesinchen entfernt
Samstag, 27. Juli 1996

Die zwischen den Haltestellen Wintergarten und M├╝hlenweg gelegenen Gleiswechsel wurden entfernt. Die Abstellkapazit├Ąten der Frankfurter Stra├čenbahn reichten bis zur Inbetriebnahme der Abstellanlage Neuberesinchen (der heutige Betriebshof) weder vorn noch hinten. So wurden in bereits f├╝r den Netzausbau fertig gestellten, aber noch nicht genutzten, Gleisdreiecken Fahrzeuge abgestellt. Das Gleisdreieck am M├╝hlenweg (fr├╝her Dimitroffallee) oder an der Johann-Eichorn-Stra├če (fr├╝her Stra├če des Roten Oktober) wurden bis 1988 so genutzt. Auch die Strecke zum Stadion fand zum Abstellen von Fahrzeugen Verwendung. Hier wurde abends sogar der Linienverkehr eingestellt um Platz f├╝r abzustellende Fahrzeuge zu haben. Lange Jahre parkten auf dem Zehmeplatz Bahnen in der Betriebsruhe. Auch in Wendeschleifen wurde abgestellt was pausierte.

An zwei weiteren Stellen im Netz wurden Weichenpaare genutzt, um auf einem Gleis Bahnen abzustellen und auf dem anderen Gleis eingleisig den Linienverkehr vorbeizuleiten. Das war zwischen den Haltestellen S├╝dring und Kopernikusstra├če der Fall und am Gleiswechselpaar zwischen Wintergarten und M├╝hlenweg. Auf dem landw├Ąrtigen Gleis standen abends und am Wochenende Bahnen, auf dem stadtw├Ąrtigen Gleis fuhren die Stra├čenbahnen. Am S├╝dring war es andersrum. Ein unumz├Ąuntes Abstellen von Fahrzeugen mitten in Wohngebieten oder gar auf der Stra├če war damals kein Problem.

Bauarbeiten im Betriebshof Neuberesinchen
November 1996

Die Bauarbeiten im k├╝nftigen Betriebshof Neuberesinchen gehen voran. Es werden f├╝nf Abstellgleise entfernt, in deren Lage die Busabstellhalle entstehen soll. F├╝r die Stra├čenbahn stehen weiterhin sieben Abstellgleise zur Verf├╝gung, ausreichend f├╝r den damaligen und den geplanten Wagenpark.

Das neue Dienstgeb├Ąude auf dem Gel├Ąnde des neuen Betriebshofes Neuberesinchen wurde bereits im Oktober 1996 fertiggestellt. Am 1. Dezember 1995 wurde der erste Spatenstich f├╝r das neue Verwaltungsgeb├Ąude der SVF get├Ątigt. F├╝r 1,8 Mio. DM (etwa 920.000 ÔéČ) entstand hier die Leitstelle des Frankfurter Nahverkehrs sowie Sozial- und Dienstr├Ąume. Die seit 1988 genutzten Baracken sind damit ├╝berwunden.

Busverbindung Neuberesinchen - Spitzkrug
Dienstag, 26. November 1996

Die Buslinie K (heute 987) wird deutlich aufgewertet. Sie f├Ąhrt weiterhin mit 3 Fahrten pro Richtung zwischen Lenn├ęstra├če und Kopernikusstra├če. Dar├╝ber hinaus erh├Ąlt sie aber zahlreiche neue Fahrten zwischen Spitzkrug Nord und Neuberesinchen (├╝ber Hamburger Stra├če, Lenn├ęstra├če, Prager Stra├če, Josef-Gesing-Stra├če, Messering, S├╝dring, Birkenallee). Diese Fahrten werden w├Ąhrend der Laden├Âffnungszeiten, also Montag bis Freitag von etwa 9 bis etwa 20 Uhr, an Sonnabenden von etwa 10 bis 16 Uhr angeboten. Montag bis Freitag gilt f├╝r diese Fahrten ein 60-Minuten-Takt. Sonnabends und werktags ab etwa 15.30 Uhr wird alle 30 Minuten gefahren.

Linie K wurde als Berufsverkehrslinie im Oktober 1985 zwischen Markendorf und dem Hansa-Viertel eingerichtet. Dabei nahm sie nicht den l├Ąngeren Weg durch die Innenstadt, sondern fuhr auf kurzem Weg ├╝ber die Rathenaustra├če und die Nuhnenstra├če. Bereits seit 1983 wurden in den Hauptverkehrszeiten Fahrten auf dieser Strecke durchgef├╝hrt, damals noch als Linie B. Seit der Er├Âffnung der Stra├čenbahnstrecke nach Markendorf, im Herbst 1988, fuhr Linie K nur noch zwischen Kopernikusstra├če und Hansa-Viertel. Mit dem Wegfall tausender Arbeitspl├Ątze im Vorort Markendorf nach der Wende, schrumpfte das Angebot auf der Linie K auf zuletzt nur noch drei Verbindungen an Werktagen. Durch die neuen Fahrten vom Spitzkrug nach Neuberesinchen werden mehrere Einkaufsm├Âglichkeiten mit Wohngebieten verbunden. Seit 1998 hei├čt die Linie 987.

Änderung Busverkehr ab 26.11.1996
Linie  K  Neuberesinchen / Kopernikusstra├če - Am Messegel├Ąnde - Prager Stra├če - Lenn├ęstra├če - Spitzkrug
(Montag-Freitag 6-20 Uhr, Sonnabend 10-16 Uhr)

Takt Montag-Freitag Sonnabend Sonntag t├Ąglich
04:00
06:00
06:00
07:00
09:00
15:00
15:00
20:00
04:00
10:00
10:00
16:00
16:00
20:00
05:00
20:00
20:00
23:00
 K  - unr. 60' 30' - 30' - - -

Bauarbeiten Gleisschleife Kopernikusstra
November 1996

Die 17 Jahre alte Wendeschleife Kopernikusstra├če wird saniert. W├Ąhrend der Bauarbeiten fahren die an der Kopernikusstra├če endenden Kurse der Linien 3 und 4 bis Markendorf durch. Die Bauarbeiten wurden im M├Ąrz 1997 fortgesetzt, wobei die Linien 3 und 4 erneut mit allen Fahrten bis Markendorf fuhren.

Fahrzeugzu- und abg
1996

A-Tw 3 und 7 vor dem Weg zur Verschrottung
A-Tw 3 und 7 vor dem Weg zur Verschrottung

A-Tw 3 und 7 vor dem Weg zur Verschrottung
A-Tw 3 und 7 vor dem Weg zur Verschrottung

Gro├če Ver├Ąnderungen im Fahrzeugpark der Linienfahrzeuge gab es in diesem Jahr nicht mehr. Es wurde aber eine Reihe von Arbeitsfahrzeugen ausgemustert und verschrottet, darunter auch die letzten Rekowagen in Frankfurt. Obendrein wurde KT4DM 227 als erster modernisierter KT4D abgestellt. Er war 1991 bei einem Unfall stark besch├Ądigt worden und wurde im gleichen Jahr als erster Frankfurter KT4D modernisiert. 1995 begann man, ihn an den Modernisierungszustand der anderen KT4DM anzugleichen. 1996 aber wurde diese Anpassung abgebrochen und der Wagen wegen mangelnden Bedarfes abgestellt und ausgeschlachtet. ├ťbrig blieb nur der Wagenkasten. 2005 wurde der Rest verschrottet.

Mit Tw 213 schied auch der erste serienmodernisierte KT4D aus dem Verkehr. Das Fahrzeug wurde am 6. Dezember 1996 abgestellt. Im Gespr├Ąch war ein Verkauf nach Sch├Âneiche, wozu es aber nie kam. 2005 wurde der Wagen verschrottet.

Mit der Ausmusterung der letzten drei, noch als Arbeitsfahrzeuge genutzten, Reko-Triebwagen, endet der Einsatz dieses Fahrzeugtyps auf Frankfurter Gleisen nach 25 Jahren.

Wagenpark (Stand 31.12.1996) Anzahl
Zweiachsige Triebwagen 1
Vierachsige Triebwagen 33
Sechsachsige Triebwagen 8
Historische Wagen 3
Arbeitswagen 3

Tarif
Mittwoch, 1. Januar 1997

Zw├Âlf Monate nach der letzten Tariferh├Âhung steigen die Fahrpreise erneut. Die Einzelfahrt (45 Minuten g├╝ltig) verteuert sich von 2 DM auf 2,20 DM, die erm├Ą├čigten Einzelfahrten bleiben unver├Ąndert bei 1,20 DM. Neu ist die Kurzstreckenkarte (bis zu 3 Haltestellen) f├╝r 1,50 DM. Die Tageskarte verteuert sich von 5 DM auf 5,50 DM. Nicht mehr angeboten werden die 5-Fahrten-Karten, doch noch gibt es 4-Fahrten-Karten, deren Preis von 6 DM auf 6,80 DM steigt (erm├Ą├čigt 4 DM).

Die Monatsnetzkarte kostet 54 DM, erm├Ą├čigt 40 DM. Die Monatskarte mit Sperrzeit (9-Uhr-Karte) verteuert sich von 25 auf 27 DM. Die ├╝bertragbare Umweltkarte steigt von 55 auf 60 DM.

Stadtbusse verkauft
Februar 1997

Die wiederholten K├╝rzungen im Fahrplan sorgen f├╝r einen ├ťberhang an Fahrzeugen. Auch beim Bus werden weniger Fahrzeuge ben├Âtigt. Anfang Februar werden drei MB O405 (Baujahr 1992, Betriebsnummern B12 bis B14) an einen Zwischenh├Ąndler in Frankfurt am Main verkauft.

Verschrottung und Abstellung von KT4D/KT4DM
April 1997

Gerade einmal sieben Jahre alte KT4D (Tw 230 bis 233), die bereits seit 1995 abgestellt waren, werden verschrottet. Die Wagen gingen auf einen Schrottplatz in Kunitzer Loose bei Eisenh├╝ttenstadt. Bereits im Februar 1997 begann man mit der Entkernung der Fahrzeuge. Der Wagenkasten des KT4D 234 bleibt erhalten und steht noch f├╝nf Jahre im Betriebshof, ehe er Ende 2002 nach Gera verkauft wird.

Die Umstellung des Fahrplanes vom 15- auf einen 20-Minuten-Grundtakt im Juni 1996 hat auch modernisierte Fahrzeuge ├╝berfl├╝ssig werden lassen. So wurde bereits 1996 der KT4DM 227 abgestellt. Das Fahrzeug kam 1990 fabrikneu nach Frankfurt, verunfallte 1991 schwer und wurde danach als erster KT4D in Frankfurt modernisiert. Ab 1992 begann die Serienmodernisierung von 28 weiteren Frankfurter Tatrawagen. Wagen 227 sollte 1995 in seinem Modernisierungszustand den anderen Fahrzeugen angeglichen werden. Dieser Umbau wurde aber abgebrochen als klar war, dass man zu viele Fahrzeuge im Bestand hat. Das Fahrzeug wurde abgestellt und Ende 2005 verschrottet. Ebenfalls 1997 abgestellt wurden die modernisierten Wagen 204 und 213 aus dem ersten Modernisierungslos. Beide Wagen wurden 1987 gebaut, 1992 modernisiert und 2005 ebenfalls verschrottet. Es gab ├ťberlegungen, die Fahrzeuge nach Sch├Âneiche auszuleihen. Dazu kam es jedoch nie.

Oderhochwasser beeintr
Juli 1997

Bachgasse beim Oderhochwasser 1997
Bachgasse beim Oderhochwasser 1997

Bachgasse beim Oderhochwasser 1997
Bachgasse beim Oderhochwasser 1997

Das gr├Â├čte Oderhochwasser seit 1947 h├Ąlt die Region in Atem. Letztendlich hielten die Deiche Dank des Einsatzes tausender Helfer fast ├╝berall. In Frankfurt blieben die Sch├Ąden gering, auch wenn Frankfurt zum Mittelpunkt der Berichterstattung ├╝ber das vermeintliche Jahrhunderthochwasser wurde. F├╝r die Frankfurter Stra├čenbahn erwies sich ein letztes Mal die N├Ąhe des Betriebshofes in der Bachgasse zur Oder als Nachteil. Das Depot war ├╝berflutet. Da somit auch die Wendeschleife an der Europa-Universit├Ąt geflutet war, mussten die Linien 2 und 6 zeitweise zum Stadion umgeleitet werden. Doch auch das ├Ąu├čere Gleis der Wendeschleife am Stadion durfte nicht befahren werden. Man bef├╝rchtete ein Abrutschen des nahe der Oder gelegenen Dammes. Wegen hoch dr├╝ckenden Grundwassers ist auch die Strecke in die Lebuser Vorstadt zeitweise stillgelegt.

Da der Betriebshof in der Bachgasse w├Ąhrend des Hochwassers etwa zwei Wochen nicht angefahren werden kann, werden notwendige kleinere Reparaturen und Durchsichten auf dem Grubengleis der Schleife Neuberesinchen durchgef├╝hrt. Abgestellt wurden alle Fahrzeuge auf dem im Bau befindlichen Betriebshof in Neuberesinchen. Ab dem 6. August fuhren alle Linien wieder nach Plan.

Gleisbau Bahnhofstunnel / Dresdener Platz
Freitag, 8. August 1997

Fast sechs Wochen sp├Ąter als geplant beginnen Gleisbauarbeiten im Bereich des Beresinchentunnels und der Haltestelle Dresdener Stra├če. Urspr├╝nglich wollte man am 30. Juni mit dem Bau beginnen, doch die entsprechenden Finanzmittel standen nicht rechtzeitig zur Verf├╝gung. Der dann geplante Baubeginn am 26. Juli musste ebenfalls verschoben werden, da man wegen des Oderhochwassers andere Sorgen in der Stadt hatte.

Erst am Abend des 8. August ging es los. Erneuert wurden Gleise, Kanalisation und die Haltestelle Dresdener Stra├če. Linie 1 fuhr w├Ąhrend der Bauarbeiten zwischen Messegel├Ąnde und Lebuser Vorstadt, abends und am Wochenende nur zwischen Haltestelle Zentrum und Lebuser Vorstadt. Linie 2 fuhr zwischen Messegel├Ąnde und Stadion. Die Linien 3, 4 und 5 entfielen. Linie 6 fuhr im Ersatzverkehr mit Bussen zwischen Johann-Eichorn-Stra├če und Europa-Universit├Ąt, am Wochenende und abends zwischen Neuberesinchen und Europa-Universit├Ąt. Linie 7 fuhr ganzt├Ągig und abends zwischen Markendorf und Neuberesinchen.

Wie schon w├Ąhrend des Hochwassers wird das Grubengleis in der Schleife Neuberesinchen f├╝r Durchsichten und kleine Reparaturen genutzt. Insgesamt wurden 1.300 Meter Gleis ausgewechselt. Im Bereich der F├╝rstenberger Stra├če entstand ein Rasengleis.

Gleisbogenschmieranlagen in Betrieb
Oktober 1997

Unweit der Haltestelle Wintergarten im Stadtteil Neuberesinchen und an der Stra├čenbahnbr├╝cke ├╝ber die Gro├če M├╝llroser Stra├če wurden jeweils am stadtausw├Ąrts f├╝hrenden Gleis station├Ąre Gleisbogenschmieranlagen in Betrieb genommen.

Fahrplanwechsel 1997
Montag, 6. Oktober 1997

Fahrplanheft 1997
Fahrplanheft 1997

Nach dem Abschluss von Gleisbauarbeiten im Bereich des Beresinchentunnels und des Dresdener Platzes wird ein neuer Fahrplan eingef├╝hrt. Die Buslinien A (heute 980) und B (981) erhalten zwischen den Haltestellen Puschkinstra├če und Bahnhof eine neue Wegf├╝hrung. Statt ├╝ber die Haltestelle Bardelebenstra├če (heute Kleist Forum), fahren sie nun ├╝ber die zu diesem Zeitpunkt umbenannte Stra├čenbahnhaltestelle Dresdener Platz (bisher Dresdener Stra├če). Die Haltestelle wurde frisch umgebaut, die Bahnsteigkanten mit dem sogenannten Kasseler Bord ausgestattet und die Gleise mit Betonpflastersteinen eingedeckt. Entstanden ist eine kombinierte Haltestelle f├╝r Busse und Stra├čenbahnen. Bis Anfang 1998 fallen noch Restarbeiten an, so dass die Buslinien A und B vorerst neben der neuen Haltestelle in der Dresdener Stra├če halten. Die Buslinien A, B, D, F, G und H halten nun zu allen Tageszeiten auch an der Haltestelle Zentrum. Bisher fuhren nur Busse nach 19 Uhr und die Buslinie F die zentrale Umsteigehaltestelle an.

Fahrplan Stadtverkehr 1997/98
(06.10.1997-13.06.1998)

Stra├čenbahn: An Sonn- und Feiertagen wurde der Betriebsbeginn um etwa eine Stunde nach hinten verschoben, so dass die ersten Bahnen jetzt erst zwischen 5 und 5:30 Uhr fahren. Wie erw├Ąhnt, hei├čt die umgebaute Haltestelle Dresdener Stra├če von nun an Dresdener Platz. Neu ist eine zus├Ątzliche Ausstiegshaltestelle Westkreuz zwischen den Stra├čenbahn-Haltestellen Immenweg und Messegel├Ąnde.

Stadtbus: Bisher als Personalfahrten durchgef├╝hrte Kurse in den Nachtstunden werden als neue Nachtbuslinie ├Âffentlich angeboten. Die Linienf├╝hrung l├Ąsst bereits die sp├Ątere Nachtbuslinie N1 erkennen. T├Ąglich von etwa 1 bis 4 Uhr f├Ąhrt ein Bus im 45-Minuten-Takt vom Betriebshof in Neuberesinchen ├╝ber Birkenallee, Bahnhof, Zentrum, Prager Stra├če, Otto-Nagel-Stra├če, Kie├člingplatz, Bahnhof, Baumschulenweg und Birkenallee zur├╝ck zum Betriebshof. Auf den Buslinien A (heute 980) und B (981) wird nach 19 Uhr zwischen den Haltestellen Puschkinstra├če und Kopernikusstra├če sowie zwischen Meurerstra├če und Lenn├ęstra├če probeweise das Aussteigen zwischen den Haltestellen angeboten. Hierbei kann man dem Busfahrer sagen, wo genau man aussteigen m├Âchte. Der Busfahrer entscheidet, ob ein sicheres Halten und Aussteigen m├Âglich ist. Mehr als einmal soll zwischen zwei Stationen nicht gehalten werden. Neu eingerichtet wurden die Bushaltestellen Potsdamer Stra├če (Linie A und B) und Boo├čen, Kleine Stra├če (Linie D). Die Buslinien C (982) und K (987) halten zus├Ątzlich an der bisher nur von Stra├čenbahnen bedienten Haltestelle Immenweg. Linie G (985) endet statt am Endpunkt Seefichten bereits an der Haltestelle Heinrich-Heine-Stra├če und f├Ąhrt morgens nur noch mit 2 bis 3 Fahrten pro Richtung. Linie K f├Ąhrt bereits seit November 1996 zwischen Spitzkrug und Neuberesinchen.

Stra├čenbahn ab 06.10.1997
Linie 1 Neuberesinchen - Bahnhof - Zentrum - Lebuser Vorstadt
 
Linie 2 Messegel├Ąnde - Gerhart-Hauptmann-Stra├če - Zentrum - Europa-Universit├Ąt
 
Linie 3 Kopernikusstra├če - Friedhof - Bahnhof - Zentrum - Lebuser Vorstadt
(nur Montag-Freitag 6-18 Uhr)
Linie 4 (Markendorf - Klinikum -) Kopernikusstra├če - Friedhof - Bahnhof - Zentrum - Stadion
(Markendorf - Kopernikusstra├če im Abendverkehr Kleinbusse)
Linie 5 Messegel├Ąnde - Gerhart-Hauptmann-Stra├če - Bahnhof - Neuberesinchen
(nur Montag-Freitag 6-18 Uhr)
Linie 6 Neuberesinchen - Bahnhof - Zentrum - Europa-Universit├Ąt
(nur Montag-Freitag 6-18:30 Uhr)
Linie 7 Markendorf - Klinikum - Kopernikusstra├če - Friedhof - Neuberesinchen
(nur Montag-Freitag 6-8 und 13.30-16 Uhr)
Stadtbus ab 06.10.1997
Linie  A  (Seefichten - Am Messegel├Ąnde -) / (Kopernikusstra├če -) Baumschulenweg - Bahnhof - Zentrum - Karl-Marx-Stra├če - Lenn├ęstra├če - Hamburger Stra├če - Klingetal - Messegel├Ąnde - Meurerstra├če
(ab 20 Uhr ab Kopernikusstra├če)
Linie  B  Kopernikusstra├če - Baumschulenweg - Bahnhof - Zentrum - Karl-Marx-Stra├če - Prager Stra├če - Hamburger Stra├če - Spitzkrug
Linie  C  Bahnhof - Messegel├Ąnde - Meurerstra├če - Rosengarten - Lichtenberg - Markendorf - Klinikum
(nur bis 19 Uhr)
Linie  D  Bahnhof - Zentrum - Karl-Marx-Stra├če - Prager Stra├če - Hamburger Stra├če - Kliestow - Boo├čen
(nur bis 19 Uhr)
Linie  F  Bahnhof - Zentrum - Grenzbahnhof - G├╝ldendorf - Lossow (- Helene-See)
(nur bis 19 Uhr, zum Helene-See nur Saisonverkehr Mai bis Oktober)
Linie  G  Bahnhof - Zentrum - Karl-Marx-Stra├če - Prager Stra├če - Klingetal - Heinrich-Heine-Stra├če
(nur Montag-Freitag 6-8 und 14:30-17 Uhr)
Linie  H  Spitzkrug - Hamburger Stra├če - Prager Stra├če - Karl-Marx-Stra├če - Zentrum - Bahnhof - Neuberesinchen - Helene-See
(nur Saisonverkehr Mai bis August und nur 8-20 Uhr)
Linie  K  Neuberesinchen / Kopernikusstra├če - Am Messegel├Ąnde - Prager Stra├če - Lenn├ęstra├če - Spitzkrug
(nur Montag-Freitag 6-20 Uhr, Sonnabend 10-16 Uhr)
Linie     SVF-Betriebshof - Bahnhof - Prager Stra├če - Baumschulenweg - SVF-Betriebshof
(Nachtverkehr t├Ąglich 1-4 Uhr)

Fahrzeugzu- und abg
1997

Triebwagen 232 1992 am Stadion
Triebwagen 232 1992 am Stadion

Triebwagen 232 1992 am Stadion
Triebwagen 232 1992 am Stadion

Der 1992 modernisierte KT4D 204 (Baujahr 1987) wurde am 31. M├Ąrz 1997 abgestellt. Erst 2005 wird der Wagen verschrottet. Die bereits seit 1995 nicht mehr eingesetzten KT4D 230-233 (Baujahr 1990) werden 1997 verschrottet.

Wagenpark (Stand 31.12.1997) Anzahl
Zweiachsige Triebwagen 1
Vierachsige Triebwagen 29
Sechsachsige Triebwagen 8
Historische Wagen 3
Arbeitswagen 3

Werkstattgleise in Neuberesinchen angeschlossen
Mńrz 1998

Auf dem Gel├Ąnde des im Bau befindlichen Betriebshofes Neuberesinchen werden die Zufahrtsgleise zu den neuen Werkstatthallen angeschlossen. Der Tiefbau wurde bereits im November 1997 weitgehend abgeschlossen, seitdem wurden die Werkstatthallen errichtet. Im April wird eine ├╝berdachte Besandungsanlage in Betrieb genommen, in der auf zwei Gleisen Stra├čenbahnen wie an einer Tankstelle ├╝ber Zapfpistolen mit Sand zum Bremsen bef├╝llt werden k├Ânnen.

Wendeschleife Lebuser Vorstadt wird niederflurtauglich
Donnerstag, 30. April 1998

Weil es immer wieder Probleme mit den Niederflurwagen in der Schleife Lebuser Vorstadt gab - es kam mehrmals zu Entgleisungen - fahren seit Monaten keine GT6M mehr dorthin. Die Ursache der Gleisschw├Ąche ist am 30. April behoben.

100 Jahre Strom und Stra
Samstag, 9. Mai 1998

100 Jahre Strom und Stra├čenbahn
100 Jahre Strom und Stra├čenbahn

100 Jahre Strom und Stra├čenbahn
100 Jahre Strom und Stra├čenbahn

Anl├Ąsslich des Doppeljubil├Ąums 100 Jahre Strom und Stra├čenbahn in Frankfurt (Oder) findet im damaligen Betriebshof Bachgasse ein Tag der offenen T├╝r statt. Letztmalig konnte der alte Werkstattbereich besichtigt werden, des Weiteren wurden Fahrzeuge der Frankfurter Tram ausgestellt. Mit historischen Fahrzeugen wurde ein Fahrzeugkorso durch die Stadt veranstaltet. Zum Anlass des Jubil├Ąums wurde auch eine sehr gelungene Festschrift zum Thema herausgebracht. Das Stadtarchiv Frankfurt (Oder) hat wesentliche Teile davon ins Internet gestellt.

Bei bestem Wetter konnten an diesem Tag auch zahlreiche Fahrzeuge anderer Verkehrsbetriebe bestaunt werden. Darunter ein Pferdebahnwagen aus Naumburg, LOWA-Triebwagen 42 aus Brandenburg an der Havel, ein historischer Stra├čenbahnzug aus Cottbus (Tw 24 + Bw 13), der historische Triebwagen 7 aus Zwickau und einige Busse. Die Nutzung des Nahverkehrs war an diesem Tag kostenlos. Zum Jubil├Ąum erhielt der Frankfurter Gotha-Beiwagen 113 wieder elfenbeinfarbenen Lack und absolvierte bereits Ende April 1998 erste Probefahrten, gezogen vom historischen Triebwagen 49.

Fahrplanwechsel 1998
Sonntag, 14. Juni 1998

Fahrplanheft 1998
Fahrplanheft 1998

Eigentlich sollte schon am 24. Mai der Fahrplanwechsel vollzogen werden. Doch die Ausgabe einheitlich gestalteter Fahrpl├Ąne f├╝r das gesamte Gebiet des in Gr├╝ndung befindlichen Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg (VBB) zog sich etwas hin. So wurde der neue Fahrplan in Frankfurt erst eingef├╝hrt, als auch die Fahrplanhefte vorlagen. Gro├če ├änderungen gab es nicht, bis auf das neue Heft im VBB-Design und die VBB-konforme Umbenennung der Buslinien. Im neuen Fahrplanheft waren alle Nahverkehrslinien die Frankfurt ber├╝hrten zusammengefasst, also auch die Regionalbuslinien und die Regionallinien der Eisenbahn. Der Anmietverkehr genannte Einsatz von Kleinbussen von Subunternehmern der Stadtverkehrsgesellschaft wurde stark ausgeweitet, die Vorortbuslinien fuhren am Wochenende inzwischen fast ausschlie├člich mit Kleinbussen von Subunternehmern.

VBB-Fahrplan 1998/99
(14.06.1998-29.05.1999)

Stra├čenbahn: Die Linien 2 und 5 der Stra├čenbahn erhielten zus├Ątzliche Fahrten w├Ąhrend der Vorlesungstage der Europa-Universit├Ąt. Der Abschnitt Kopernikusstra├če - Markendorf der Linie 4 wird im Abend- und Wochenendfr├╝hverkehr weiterhin alle 20-40 Minuten im Taxibetrieb bedient. Am Wochenende endet weiterhin jeder zweite Zug der Linie 4 schon an der Kopernikusstra├če, so dass nach Markendorf nur alle 40 Minuten eine Verbindung besteht.

Stra├čenbahn ab 14.06.1998
Linie 1 Neuberesinchen - Bahnhof - Zentrum - Lebuser Vorstadt
 
Linie 2 Messegel├Ąnde - Gerhart-Hauptmann-Stra├če - Zentrum - Europa-Universit├Ąt
 
Linie 3 Kopernikusstra├če - Friedhof - Bahnhof - Zentrum - Lebuser Vorstadt
(nur Montag-Freitag 6-18 Uhr)
Linie 4 (Markendorf - Klinikum -) Kopernikusstra├če - Friedhof - Bahnhof - Zentrum - Stadion
(Markendorf - Kopernikusstra├če im Abendverkehr Kleinbusse)
Linie 5 Messegel├Ąnde - Gerhart-Hauptmann-Stra├če - Bahnhof - Neuberesinchen
(nur Montag-Freitag 6-17:30 Uhr)
Linie 6 Neuberesinchen - Bahnhof - Zentrum - Europa-Universit├Ąt
(nur Montag-Freitag 6-18:30 Uhr)
Linie 7 Markendorf - Klinikum - Kopernikusstra├če - Friedhof - Neuberesinchen
(nur Montag-Freitag 6-8 und 13:30-16 Uhr)
Stadtbus ab 14.06.1998
Linie 980
bisher Linie A
(Seefichten - Am Messegel├Ąnde -) / (Kopernikusstra├če -) Baumschulenweg - Bahnhof - Zentrum - Karl-Marx-Stra├če - Lenn├ęstra├če - Hamburger Stra├če - Klingetal - Messegel├Ąnde - Meurerstra├če
(ab 20 Uhr ab Kopernikusstra├če)
Linie 981
bisher Linie B
Kopernikusstra├če - Baumschulenweg - Bahnhof - Zentrum - Karl-Marx-Stra├če - Prager Stra├če - Hamburger Stra├če - Spitzkrug
Linie 982
bisher Linie C
Bahnhof - Messegel├Ąnde - Meurerstra├če - Rosengarten - Lichtenberg - Markendorf - Klinikum
(nur bis 19 Uhr)
Linie 983
bisher Linie D
Bahnhof - Zentrum - Karl-Marx-Stra├če - Prager Stra├če - Hamburger Stra├če - Kliestow - Boo├čen
(nur bis 19 Uhr)
Linie 984
bisher Linie F
Bahnhof - Zentrum - Grenzbahnhof - G├╝ldendorf - Lossow (- Helene-See)
(nur bis 19 Uhr)
Linie 985
bisher Linie G
Bahnhof - Zentrum - Karl-Marx-Stra├če - Prager Stra├če - Klingetal - Heinrich-Heine-Stra├če
(nur Montag-Freitag 6-8 und 14-17 Uhr)
Linie 986
bisher Linie H
Spitzkrug - Hamburger Stra├če - Prager Stra├če - Karl-Marx-Stra├če - Zentrum - Bahnhof - Neuberesinchen - Helene-See
(nur Saisonverkehr Juni bis August und nur 8-20 Uhr)
Linie 987
bisher Linie K
Neuberesinchen / Kopernikusstra├če - Am Messegel├Ąnde - Prager Stra├če - Lenn├ęstra├če - Spitzkrug
(nur Montag-Freitag 6-20 Uhr und Sonnabend 10-16 Uhr)
Linie N1 SVF-Betriebshof - Bahnhof - Prager Stra├če - Baumschulenweg - SVF-Betriebshof
(Nachtverkehr t├Ąglich 1-4 Uhr)

Stra
Freitag, 7. August 1998

Abschiedsfahrt Partywagen 54
Abschiedsfahrt Partywagen 54

Abschiedsfahrt Partywagen 54
Abschiedsfahrt Partywagen 54

Der Partywagen 54 (Typ T57E) wechselt seinen Eigent├╝mer. Neue Besitzer sind die Inhaber des Spreewaldbahnhof Burg im Spreewald. Das Fahrzeug wurde 1957 gebaut, kam 1980 aus Erfurt nach Frankfurt, diente hier 13 Jahre im Linieneinsatz und wurde 1993 zum Partywagen umgestaltet. 1997 k├╝ndigte der Betreiber des Fahrzeugs, ein heute nicht mehr existentes Hotel, im Mai 1998 kam der Wagen beim Festkorso zum 100. Stra├čenbahngeburtstag noch einmal zum Einsatz.

Bei einer Abschiedsfahrt am 6. August entstand das nebenstehende Foto. Am 7. August ging der Wagen nach Cottbus, wo er bis 2000/2001 bei Sonderfahrten zum Einsatz kam. Ab 2002 diente Wagen 54 einige Jahre am Flugplatzmuseum Cottbus als Imbisshalle. 2009 landete er Spreewaldst├Ądtchen Burg. 2010 ging er schlie├člich ins th├╝ringische Greiz. Doch auch dort hielt es das Fahrzeug nicht lange. 2011 ging es an einen Autoh├Ąndler in Schwallungen an der Werra.

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Triebwagen 54

Gleisbau Bahnhofstra
Montag, 12. Oktober 1998

Rasengleis Altberesinchen
Rasengleis Altberesinchen

Rasengleis Altberesinchen
Rasengleis Altberesinchen

Umfangreiche Gleisbauma├čnahmen beeintr├Ąchtigten seit August den Stra├čenbahn- und Busverkehr. Es wurde in der Bahnhofstra├če sowie an der Strecke zwischen der F├╝rstenberger Stra├če und dem Gleisdreieck Johann-Eichorn-Stra├če gearbeitet. Insgesamt wurden 1.300 Meter Gleis ausgewechselt, im Bereich der F├╝rstenberger Stra├če entstand ein Rasengleis.

Vom 10. August bis zum 20. September entfielen die Stra├čenbahnlinien 3, 4 und 5. Die Linie 1 fuhr zwischen Messegel├Ąnde und Lebuser Vorstadt, Linie 2 zwischen Messegel├Ąnde und Stadion. Die Linie 7 fuhr im dichterem Takt zwischen Markendorf und Neuberesinchen. Als Linie 6 wurde der Ersatzverkehr mit Bussen zwischen Europa-Universit├Ąt und Johann-Eichorn-Stra├če bezeichnet, wo in die Linie 7 zur Weiterfahrt in Richtung Neuberesinchen oder Kopernikusstra├če/Markendorf umgestiegen werden musste.

Im zweiten Bauabschnitt wurde vom 21. bis 27. September im Gleisdreieck Johann-Eichorn-Stra├če gearbeitet. Nach Neuberesinchen fuhr in dieser Zeit keine Bahn. Linie 1 fuhr weiterhin Messegel├Ąnde - Lebuser Vorstadt, Linie 2 wieder Messegel├Ąnde - Europa-Universit├Ąt. Linie 3 fuhr zwischen Lebuser Vorstadt und Kopernikusstra├če, in den Hauptverkehrszeiten weiter bis Markendorf. Linie 4 verkehrte zwischen Markendorf und Stadion und der Ersatzverkehr mit Bussen fuhr als Linie 6 von Neuberesinchen bis Europa-Universit├Ąt. Die Linien 5 und 7 entfielen.

Im dritten und letzten Bauabschnitt wurde vom 28. September bis 11. Oktober im Gleisdreieck Johann-Eichorn-Stra├če an den Gleisen in Richtung Kopernikusstra├če/Markendorf gearbeitet. Linie 1 fuhr wieder nach Fahrplan zwischen Neuberesinchen und Lebuser Vorstadt. Linie 2 f├Ąhrt bereits seit 21. September wieder zwischen Messegel├Ąnde und Europa-Universit├Ąt. Linie 3 wurde umgeleitet und fuhr von der Lebuser Vorstadt parallel zur Linie 1 nach Neuberesinchen. Als Linie 4 wurde der Ersatzverkehr mit Bussen zwischen Kopernikusstra├če und Stadion bezeichnet. Die Linien 5 und 6 fuhren ebenfalls wieder auf ihrem normalen Linienweg, Linie 7 entfiel. Ebenfalls mit Stra├čenbahnen betrieben wurde der Abschnitt Markendorf - Kopernikusstra├če.

Ab dem 12. Oktober lief der Stra├čenbahn- und Busverkehr wieder nach Fahrplan. In der Bahnhofstra├če liegt das Gleis nun auf einer Ortbetonplatte und wurde mit schallabsorbierenden Gummiverkleidungen ausgestattet. Die Fahrbahndecke zwischen den Gleisen besteht aus einer Bitumendeckschicht. Zwischen dem Bahn├╝bergang F├╝rstenberger Stra├če und der Br├╝cke ├╝ber die Gro├če M├╝llroser Stra├če lagert das Gleis jetzt auf Stahlbeton-Fertigteil-Gleisrosten. In die Zwischenr├Ąumen wurden - erstmalig in Frankfurt (Oder) - Mutterboden und Rollrasen eingebracht. Die restliche Strecke, einschlie├člich Gleisdreieck Johann-Eichorn-Stra├če, wurde in der herk├Âmmlichen Bauart mit Holzschwellen im Schotterbett errichtet. W├Ąhrend der Bauarbeiten wurden Reparaturen und Durchsichten an Fahrzeugen nicht mehr auf dem Grubengleis der Schleife Neuberesinchen, sondern bereits in dem im Bau befindlichen Betriebshof Neuberesinchen durchgef├╝hrt. Die Werkstatt im neuen Betriebshof wurde bereits im M├Ąrz an das Gleisnetz angebunden.

Fahrzeugzu- und abg
1998

Historischer Beiwagen 113 in Markendorf
Historischer Beiwagen 113 in Markendorf

Historischer Beiwagen 113 in Markendorf
Historischer Beiwagen 113 in Markendorf

Die Partytram 54 (Typ T57E, Baujahr 1957, 1993 ex Tw 54, 1980 ex Erfurt) verlie├č im August Frankfurt (Oder). Der Wagen diente fortan in Cottbus als Partystra├čenbahn, ehe er ab 2001 immer neue Stellpl├Ątze fand. Der seit 1995 abgestellte Beiwagen 113 wird im hundertsten Jahr der Frankfurter Stra├čenbahn zum historischen Beiwagen.

Wagenpark (Stand 31.12.1998) Anzahl
Vierachsige Triebwagen 29
Sechsachsige Triebwagen 8
Historische Wagen 4
Arbeitswagen 3

Betriebshof Neuberesinchen in Betrieb
Mńrz 1999

Neuer Betriebshof in Neuberesinchen
Neuer Betriebshof in Neuberesinchen

Neuer Betriebshof in Neuberesinchen
Neuer Betriebshof in Neuberesinchen

Bereits zum 1. Januar 1999 h├Ątte der neue Betriebshof in Neuberesinchen vollst├Ąndig in Betrieb gehen sollen. Doch der Umzug vom alten Depot in der Bachgasse verz├Âgerte sich. So nahm die Verwaltung ihre Arbeit am neuen Standort erst am 8. Februar auf, Werkstatt und Technik folgten am 22. Februar. Beim Umzug der schweren Technik (Hebeb├Âcke und Maschinen) halfen die Arbeitswagen 2 und 3 (heute historischer Triebwagen 35) sowie der Gelenk-Arbeitsbeiwagen 1. Bis Ende M├Ąrz war der alte Betriebshof Bachgasse ger├Ąumt.

Auf einer Fl├Ąche von 35.000 Quadratmetern werden am neuen Standort an der B├Âttnerstra├če Busse und Bahnen gewartet und abgestellt. Bereits im Herbst 1988 wurde hier eine erste Abstellanlage f├╝r Stra├čenbahnen ├╝bergeben. In den Folgejahren zogen auch die Busse vom alten Bushof am Oderhang hierher. Es folgten Waschanlage, Verwaltungsgeb├Ąude und Werkstatt. Zwischen April und Ende 1999 entstanden die Abstellhallen f├╝r Busse und Bahnen. Im M├Ąrz 2000 ging schlie├člich die Fahrstra├čensteuerung zur Ansteuerung der elektrisch betriebenen Weichen in Betrieb. Seit 2002 betreiben die Stadtwerke an der B├Âttnerstra├če auch eine Erdgastankstelle.

Tarif
Donnerstag, 1. April 1999

In Berlin sowie zehn Landkreisen und drei kreisfreien St├Ądten des Landes Brandenburg wird der einheitliche Tarif des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg (VBB) eingef├╝hrt. Bis auf drei Landkreise im S├╝den und die Stadt Cottbus umfasst der Verbund beide L├Ąnder vollst├Ąndig. 35 Verkehrsunternehmen sind am Anfang beteiligt. Seit dem 1. August 2002 sind auch die letzten s├╝dlichen Landkreise und Cottbus Teil des Verbundtarifes. Seitdem gilt: zwei L├Ąnder, ein Fahrschein.

Es ist nun m├Âglich, mit einem Fahrschein quer durch Berlin und Brandenburg zu reisen, unabh├Ąngig davon, welches Verkehrsmittel benutzt wird oder welcher Verkehrsbetrieb die Leistung erbringt. Da hierbei eine schier un├╝bersehbare Menge an Verbindungen m├Âglich wird, endet in Frankfurt der Fahrscheinverkauf beim Busfahrer. Zuvor erhielten alle Busse und Bahnen Fahrscheinautomaten, die ab 1. April ein Grundangebot an Fahrausweisen gegen M├╝nzzahlung bereithalten. Anf├Ąngliche Software-Probleme der neuen Automaten wurden z├╝gig behoben.

Frankfurt (Oder) wird in drei Tarifbereiche eingeteilt. Der Tarifbereich A umfasst im Wesentlichen das Stadtgebiet, der Tarifbereich B die eingemeindeten Vororte. Der Bereich C erfasst alle weiteren Vororte in einem Radius von 15 km vom Frankfurter Stadtzentrum, sofern sie nicht in Polen liegen. Der Einzelfahrschein gilt f├╝r 2 bis 3 dieser Bereiche und gilt fortan eine Stunde, statt bisher 45 Minuten. F├╝r den Bereich A/B oder B/C kostet der Fahrschein 2,10 DM (bisher 2,20 DM), erm├Ą├čigt 1,60 DM (bisher 1,20 DM). F├╝r alle drei Bereiche A/B/C kostet die 60-Minuten-Karte 3,90 DM, erm├Ą├čigt 3 DM. R├╝ck- und Rundreisen mit Einzelfahrscheinen waren zur Einf├╝hrung des VBB-Tarifes im Stadtverkehr noch m├Âglich. Damals noch im Angebot war der Kurzstreckenfahrschein f├╝r eine Strecke bis zu 4 Haltestellen zu 1,60 DM (bisher 1,50 DM f├╝r 3 Stationen). Tageskarten kosten nur noch soviel wie zwei Einzelfahrscheine und gelten bis zum Folgetag 3 Uhr. Die 7-Tages-Karte kostet f├╝r A/B oder B/C 18 DM, f├╝r den Bereich A/B/C 28 DM.

Der Infobus der SVF, Wagen B26 (Mercedes-Benz, Typ O305, ex Heilbronn) verlor Anfang 1999 seine blau/wei├če Heilbronner Farbgebung und wurde stattdessen ganz in wei├č mit ├╝bergro├čem VBB-Logo versehen. Zwischen Februar und April warb das Fahrzeug mit Informationsmaterial im VBB-Gebiet f├╝r den neuen Verbundtarif.

Museumswerkstatt e.V. gegr
Montag, 19. April 1999

Nahverkehrsfreunde bei der Frankfurter Stra├čenbahn initiierten Anfang der 1990er Jahre den Aufbau historischer Stra├čenbahnwagen. Sie arbeiteten zun├Ąchst beim Denkmalpflege-Verein Nahverkehr Berlin e.V. (DVN) mit, dort wurde eine Arbeitsgruppe Frankfurt (Oder) gegr├╝ndet. 1999 war abzusehen, dass die Stadtverkehrsgesellschaft (SVF) das Depot Bachgasse r├Ąumen w├╝rde. Daher regte die SVF die Gr├╝ndung eines Vereines und die Betreuung der historischen Wagen in diesem Betriebshof an. Im Fr├╝hjahr 1999 gab es dazu die erste Zusammenkunft, es wurden Infos in der Zeitung geschaltet und ein Ortstermin in der Bachgasse organisiert um Gleichgesinnte zu finden. Die Gr├╝ndungsversammlung fand mit 18 Gr├╝ndungsmitgliedern am 19.04.1999 statt.

Am 18.01.2014 hat der Verein seine Namens├Ąnderung in Historische Stra├čenbahnen Frankfurt (Oder) e.V. beschlossen.

Fahrplanwechsel 1999
Sonntag, 30. Mai 1999

Fahrplanheft 1999
Fahrplanheft 1999

Der zweite VBB-Jahresfahrplan brachte im Frankfurter Stadtverkehr wenig ├änderungen. In der Nachmittags-HVZ werden zwei Fahrten der Linie 3 von der Kopernikusstra├če nach Markendorf verl├Ąngert. Zwischen 1990 und 2005 endete die Stra├čenbahnlinie 3 an der Kopernikusstra├če. Weiterhin angeboten werden die Zusatzfahrten an Schultagen oder au├čerhalb der Semesterferien auf den Linien 2, 4 und 5. Neu eingerichtet wurde die Bushaltestelle Sportplatz Baumschulenweg (Bus 980, 981).

Neuer Bahnhofsplatz
Dienstag, 1. Juni 1999

Bussteige am Bahnhof
Bussteige am Bahnhof

Bussteige am Bahnhof
Bussteige am Bahnhof

V├Âllig neu gestaltet wurde der Bahnhofsvorplatz mit dem Busbahnhof. Die alte Anlage aus den sp├Ąten 1960er Jahren wurde aufgegeben. Die Busse halten nun an stufenlos erreichbaren Bussteigen vor dem Bahnhofsgeb├Ąude. Busfahrer jedoch bem├Ąngeln die Enge in den Zu- und Ausfahrten der neuen Bussteige. Auch heute ist bei der Befahrung der neuen Anlage Geschick n├Âtig. Auf dem Gel├Ąnde der alten Bussteige entstand ein Parkplatz. Die alte Wartehalle mit Fahrkartenverkaufsstelle wurde durch den Neubau eines Imbisspavillons ersetzt.

Bauarbeiten F
Samstag, 21. August 1999

Zwischen Kantstra├če und Heilbronner Stra├če wurden im Zuge der F├╝rstenwalder Stra├če und der Ernst-Th├Ąlmann-Stra├če etwa 750 Meter Gleis aus dem Jahr 1983 erneuert. Die neuen Rillenschienen ruhen fortan auf einer Betontragplatte und sind zur L├Ąrmminderung mit Gummi ummantelt. Der Deckenschluss erfolgt mit Gussasphalt, bisher mit Betonplatten. Begonnen haben die Arbeiten am 19. Juni und konnten am 21. August mit einer Woche Verzug fertiggestellt werden. An der Haltestelle Kleistpark wurden die Gleise leicht zum n├Ârdlichen B├╝rgersteig verschwenkt und der Bordstein etwas erh├Âht. In Richtung Messegel├Ąnde entstand so eine behindertenfreundliche Haltestelle. An der Haltestelle Kantstra├če wurde auf die Verschwenkung verzichtet. In Richtung Innenstadt ist an beiden Stationen weiterhin die Fahrbahn zu ├╝berqueren.

Gleisbau Platz der Republik
Samstag, 9. Oktober 1999

Seit Mitte August wurde die Kreuzung Platz der Republik mit ihren umfangreichen Gleisanlagen und Weichen erneuert. Den letzten gr├Â├čeren Umbau in diesem Bereich gab es im Jahr 1983. Im Zuge der Arbeiten wurden die Gleisverbindungen von der Logenstra├če in die Karl-Marx-Stra├če, von der Lindenstra├če in die Logenstra├če, sowie die zweigleisige Verbindung zwischen Lindenstra├če und Karl-Marx-Stra├če entfernt. Mit dem Umzug des Betriebshofes von der Bachgasse nach Neuberesinchen hatten die genannten Anbindungen an die Logenstra├če ihre Bedeutung verloren. Fahrten vom Stadion zur Europa-Universit├Ąt oder von der Europa-Universit├Ąt zur Lebuser Vorstadt sind damit nicht mehr m├Âglich. Auch die seit 1985 nur noch bei Umleitungen genutzte Verbindung der ├äste zum Stadion und zur Lebuser Vorstadt geh├Ârt damit der Vergangenheit an. Die Zahl der Weichen auf dem Platz der Republik sank von 8 auf 2.

Ebenfalls erneuert wurden Gleise und Bahnsteige im Zuge der Heilbronner Stra├če zwischen der Einm├╝ndung Bahnhofstra├če und der Kreuzung Platz der Republik. Dabei wurden Gleisabst├Ąnde aufgeweitet, so dass die Stra├čenbahngleise seitdem vom Bus mitbenutzt werden k├Ânnen und Bus und Bahn auf einer eigenen ├ľV-Spur (Spur f├╝r den ├Âffentlichen Verkehr) am ├╝brigen Autoverkehr vorbei rollen. Zur L├Ąrmminderung wurden die Schienen mit Gummi ummantelt und mit Beton bis zur Unterkante des Schienenkopfes verf├╝llt. Auch die Haltestelle Zentrum erhielt einen neuen Gleismittenabstand zur Mitbenutzung f├╝r Busse. Durch den Einbau von Kasseler Sonderbordsteinen sind ihre Bahnsteige nun behindertenfreundlich nutzbar.

Beim Umbau der Kreuzung Platz der Republik verschwanden die letzten beiden Weichensteuerungen mittels Fahrleitungskontakt im Frankfurter Netz. Die einzig verbliebene Schaltweiche erhielt eine Steuerung mit induktiver Melde├╝bertragung (IMU-Steuerung). Aufgrund der Elektrik moderner Stra├čenbahnfahrzeuge, die zus├Ątzlich zum Traktionstrom Energie f├╝r Zusatz- und Hilfseinrichtungen aufnehmen und dabei ungewollte Weichenumstellungen hervorrufen k├Ânnen, sind Weichenschaltungen mit Fahrleitungskontakt in Deutschland seit 1996 verboten. Auch am Platz der Republik kam es 1994 dadurch zu einem Unfall. Im Zuge der Streckensperrung wurde weiterhin der Gleiswechsel in der Logenstra├če entfernt.

W├Ąhrend die Strecken zur Europa-Universit├Ąt und zum Stadion ab 9. Oktober wieder befahrbar sind und somit die Linien 2, 4 und 6 wieder nach Fahrplan fahren, bleibt der Abschnitt in die Lebuser Vorstadt noch bis November gesperrt. Im Bereich der sp├Ąteren Haltestelle Brunnenplatz wird auch hier der Gleismittenabstand auf 3,60 Meter erh├Âht und weiterhin die festverlegte Einfachfahrleitung durch eine selbst nachspannende ersetzt.