Chronicle 1985 - 1989 31 Dec 1989
Chronik 1985 - 1989 | Historia od 1985 do 1989 roku

Neue Br├╝cke F├╝rstenwalder Stra├če
Samstag, 2. Februar 1985

Br├╝cke F├╝rstenwalder Stra├če
Br├╝cke F├╝rstenwalder Stra├če

Br├╝cke F├╝rstenwalder Stra├če
Br├╝cke F├╝rstenwalder Stra├če

In den 1980er Jahren wurde die Bundesstra├če 112 im Stadtgebiet Frankfurts ausgebaut und neu trassiert. Am ├Âstlichen Rand des Kleistparks, von dem f├╝r den neuen Verkehrsweg ein St├╝ck geopfert wurde, entsteht ein weiterer Abschnitt der neuen Schnellstra├če, die von Frankfurtern bald Highway genannt wird. Die neue Verkehrsachse verl├Ąuft in einem Einschnitt von der Leipziger Stra├če (damals Wilhelm-Pieck-Stra├če) zur Rosa-Luxemburg-Stra├če und unterquert dabei die F├╝rstenwalder Stra├če (damals Ernst-Th├Ąlmann-Stra├če). Linie 2 und Linie 5 ├╝berqueren den Highway auf einer neuen Stra├čen- und Stra├čenbahnbr├╝cke, die an diesem Tag in Betrieb genommen wird.

Leipziger Stra├če zweigleisig
Freitag, 16. August 1985

Fr├╝hling 1989 an der Leipziger Stra├če
Fr├╝hling 1989 an der Leipziger Stra├če

Fr├╝hling 1989 an der Leipziger Stra├če
Fr├╝hling 1989 an der Leipziger Stra├če

Im Zusammenhang mit dem Streckenausbau nach Markendorf steht die Inbetriebnahme des zweiten Gleises in der Leipziger Stra├če (damals Wilhelm-Pieck-Stra├če). Zwischen den Haltestellen Friedhof und Kr├Ąuterweg wurden an diesem Tag 320 Meter Doppelgleis ├╝bergeben. Beim Bau der Strecke im Jahr 1976 wurde hier aufgrund der geringen Stra├čenbreite nur ein Gleis verlegt. Die Stra├čenbahnen der Linie 3 und Linie 4 mussten vor dem eingleisigen Abschnitt h├Ąufig auf Gegenz├╝ge warten. Mit der Streckenverl├Ąngerung nach Markendorf im Jahr 1988 soll je Richtung alle 3 bis 4 Minuten ein Zug die Strecke befahren. Der eingleisige Abschnitt w├╝rde zum Flaschenhals der gesamten Strecke.

Das Problem ist nun gel├Âst, die Strecke zur Kopernikusstra├če und sp├Ąter bis Markendorf war von nun an durchg├Ąngig zweigleisig trassiert, vom Dresdener Platz bis zum Endpunkt durchg├Ąngig auf eigenem Bahnk├Ârper. Als letzter eingleisiger Abschnitt verbleibt damit die Verbindung in der Berliner Stra├če zwischen den Haltestellen Klingestra├če und Am Winterhafen (damals Mar├Â-Werke). Erst 1993 war auch jener Abschnitt, und damit das Gesamtnetz zweigleisig ausgebaut.

Wendeschleife Gro
Freitag, 4. Oktober 1985

Am Depot Bachgasse entsteht eine Wendeschleife, der heutige Endpunkt Europa-Universit├Ąt. Somit m├╝ssen am Platz der Republik planm├Ą├čig endende Stra├čenbahnen nicht mehr auf der belebten Kreuzung wenden, sondern k├Ânnen die neue Zentrumswendeschleife benutzen. Bis dahin wendete beispielsweise Linie 3 im Abend- und Wochenendverkehr auf der Kreuzung am Platz der Republik. In den Spitzenstunden endeten hier weitere Verst├Ąrkerfahrten, vor allem von und nach Neuberesinchen.

Die Bahnen fuhren dabei vorw├Ąrts in das Streckengleis zum Betriebshof, zur Lebuser Vorstadt oder zum Stadion und lie├čen dort ihre Fahrg├Ąste aussteigen. Danach wurde mit Rangierer r├╝ckw├Ąrts auf das Gleis aus Richtung Lebuser Vorstadt oder vom Stadion gefahren. Erst dann ging es als Linienfahrt mit Fahrg├Ąsten zur├╝ck zur Kopernikusstra├če oder zum Westkreuz. Ein aufwendiges, personalintensives Verfahren, das nun ├╝berfl├╝ssig wurde.

Auch ein- oder ausr├╝ckende Einrichtungsz├╝ge verursachten von nun an weniger Aufwand. Bisher mussten sie bereits ab Platz der Republik mit Hilfe eines Rangierers r├╝ckw├Ąrts ins Depot Bachgasse fahren, da am Betriebshof keine Wendem├Âglichkeit vorhanden war.

An der neuen Wendeschleife neu eingerichtet wurde die Haltestelle
Ⓗ Gro├če Oderstra├če (heute Europa-Universit├Ąt).

Zeitweise war f├╝r die Endstation der sperrige Name Bezirksparteischule, nach einer Bildungseinrichtung der SED, angedacht. Dieser Name schaffte es sogar bis auf die Zielanzeige mancher Triebwagen, wurde aber nie verwendet.

Fahrplanwechsel 1985
Montag, 7. Oktober 1985

Fahrplanheft 1985
Fahrplanheft 1985

Dank der neuer Wendeschleife an der Gro├čen Oderstra├če kann zwischen Neuberesinchen und Innenstadt die neue Verst├Ąrkerlinie 6 in Betrieb gehen. Eigentlich hat man den seit 1982 durchgef├╝hrten Zusatzfahrten nur einen Namen gegeben. Auch die Linie 4 wird vom Stadion zur Gro├čen Oderstra├če verlegt. Leichte Angebotsverbesserungen gibt es beim Bus. Die Hauptverkehrszeit-Linien H und K ins Hansaviertel werden eingef├╝hrt.

Fahrplan Stadtverkehr 1985/88
(07.10.1985-21.10.1988)

Stra├čenbahn: Planm├Ą├čig genutzt wird von nun an die am 4. Oktober ├╝bergebene Wendeschleife an der Gro├čen Oderstra├če (heute Europa-Universit├Ąt). Neu eingerichtet wird mit 10 Fahrten pro Richtung an Werktagen die Linie 6 zwischen Neuberesinchen und Gro├če Oderstra├če. Linie 4 f├Ąhrt statt zum Stadion ebenfalls zur neuen Endstation Gro├če Oderstra├če. Da am Stadion keine Wendeschleife vorhanden ist und in der neuen Fahrplanperiode die ersten Tatrabahnen vom Typ KT4D f├╝r die Linie 4 erwartet werden, war die Verlegung der Linie n├Âtig geworden. Die Einsatzzeit der Linie 5 wird gek├╝rzt, Fahrten nach 20 Uhr entfallen. Daf├╝r wird vormittags der 30-Minuten-Takt durch einen 20-Minuten-Takt ersetzt. Linie 2 f├Ąhrt wieder im festen Takt, mit nur noch alle 20 Minuten aber meist seltener als bisher. Zwischen 20 und 22 Uhr gilt auf den Stra├čenbahnlinien wieder ein 20- statt 35-Minuten-Takt. Die Haltestelle Baumschulenweg der Stra├čenbahn wird in Kr├Ąuterweg umbenannt. Die Bushaltestelle Baumschulenweg beh├Ąlt ihren Namen. Beide Stationen sind weit voneinander entfernt und haben, abgesehen von ihrer N├Ąhe zum Baumschulenweg, nichts miteinander zu tun.

Stra├čenbahn ab 07.10.1985
Linie 1 Neuberesinchen - Bahnhof - Platz der Republik - Lebuser Vorstadt
 
Linie 2 Westkreuz - Gerhart-Hauptmann-Stra├če - Platz der Republik (- Stadion)
(bis Stadion nur t├Ąglich von 5-19 Uhr)
Linie 3 Kopernikusstra├če - Friedhof - Bahnhof - Platz der Republik (- Lebuser Vorstadt / Gro├če Oderstra├če)
(bis Lebuser Vorstadt nur Montag-Freitag 5-20 Uhr, sonst nach Gro├če Oderstra├če)
Linie 4 Kopernikusstra├če - Friedhof - Bahnhof - Platz der Republik - Gro├če Oderstra├če
(nur Montag-Freitag 5-18 Uhr)
Linie 5 Westkreuz - Gerhart-Hauptmann-Stra├če - Bahnhof - Neuberesinchen
(nur Montag-Freitag 5-20 Uhr)
Linie 6 Neuberesinchen - Bahnhof - Platz der Republik - Gro├če Oderstra├če
(nur Montag-Freitag 6-7 und 16-17 Uhr)
Stadtbus ab 07.10.1985
Linie  A  (Industriekomplex West - Kinderkrippe Nuhnenstra├če -) Ziolkowskiallee - Baumschulenweg - Bahnhof - Karl-Marx-Stra├če - Lenn├ęstra├če - Moskauer Stra├če - Klingetal - Westkreuz - Meurerstra├če
(ab 19 Uhr teilweise erst ab Ziolkowskiallee)
Linie  B  (Hohenwalde -) Halbleiterwerk - Bezirkskrankenhaus - Kopernikusstra├če (- Ziolkowskiallee - Baumschulenweg - Bahnhof - Karl-Marx-Stra├če - Kaufhalle Nord - Moskauer Stra├če)
(Montag-Freitag 5-7 und 14-18 Uhr nur bis Kopernikusstra├če)
Linie  C  Bahnhof - Westkreuz - Meurerstra├če - Rosengarten - Lichtenberg
(Montag-Freitag bis 20 Uhr, sonst bis 21 Uhr)
Linie  D  Bahnhof - Karl-Marx-Stra├če - Kraftverkehr - Kliestow - Boo├čen
(Montag-Freitag bis 20 Uhr, sonst bis 18 Uhr)
Linie  F  Bahnhof - Grenzbahnhof (- G├╝ldendorf - Lossow)
 
Linie  G  Bahnhof - Karl-Marx-Stra├če - Kaufhalle Nord - Klingetal - Industriekomplex West
(nur Montag-Freitag 5-7 und 15-17 Uhr)
Linie  H  Bahnhof - Karl-Marx-Stra├če - Kaufhalle Nord - Moskauer Stra├če (- Industriekomplex Nord)
(nur Montag-Freitag 5-7 und 15-17 Uhr)
Linie  K  Halbleiterwerk - Bezirkskrankenhaus - Kinderkrippe Nuhnenstra├če - Kaufhalle Nord - Lenn├ęstra├če
(nur Montag-Freitag 5-7 und 15-17 Uhr)

Nachfolgend gelistet sind die Taktfolgen der Stra├čenbahnlinien (Linie 1-5) und der im Takt fahrenden Buslinien (Linie A, B, G, H, K). Die Stundenangaben in der zweiten Zeile sind nur als ca.-Angaben zu verstehen. Die Taktangaben f├╝r die Buslinien beziehen sich auf den jeweiligen Kernabschnitt, dar├╝berhinaus fahren einzelne Fahrten zu abweichenden Zielen. Die Vorortbuslinien C, D und F fahren unregelm├Ą├čig.

Montag-Freitag Sonnabend Sonntag t├Ąglich
04:00
05:00
05:00
08:00
08:00
12:00
12:00
14:00
14:00
18:00
18:00
20:00
04:00
08:00
08:00
12:00
12:00
20:00
04:00
20:00
20:00
22:00
22:00
00:00
1 unr. 10' 15' 12' 10' 12' 20' 15' 20' 20' 20' 30'-40'
2 unr. 20' 20' 15' 20' 20' 20' 30'-40'
3 unr. 10' 15' 12' 10' 12' 20' 15' 20' 20' 20' 30'-40'
4 - 10-20' 15-30' 10-20' - - - -
5 - 10' 20' 10' unr. - - -
6 - unr. - unr. - - - -
 A  unr. 20' 30' 20' 30' 30' 30' 30'-40'
 B  20' 10-20' 30' 10-20' unr. 30' 30' 30'-40'
 G  - 20' - 20' - - - -
 H  - 20' - 20' - - - -
 K  - 30' - 30' - - - -

unr. = unregelm├Ą├čiger Takt

Reko-Wagen mit G
Mittwoch, 29. Januar 1986

G├Ârlitzer Reko-Tw 10
G├Ârlitzer Reko-Tw 10

Vermutlich weil man in G├Ârlitz wegen einer Bauma├čnahme einen Zweirichtungswagen brauchte, ging vom 29. Januar bis zum 19. November 1986 der Reko-ZR-Tw 43 zur Stra├čenbahn nach G├Ârlitz. Im Gegenzug kam der G├Ârlitzer Reko-ER-Tw 10 nach Frankfurt. Die Wagennummer 10 war damit in Frankfurt f├╝r einige Zeit doppelt vergeben. Ebenfalls ungew├Âhnlich: Wagen mit cremefarbener Lackierung gab es in Frankfurt zu diesem Zeitpunkt bereits seit Jahren nicht mehr.

Waschanlage im Betriebshof Bachgasse
Donnerstag, 17. April 1986

Waschanlage im Betriebshof Bachgasse
Waschanlage im Betriebshof Bachgasse

Waschanlage im Betriebshof Bachgasse
Waschanlage im Betriebshof Bachgasse

Im Betriebshof Bachgasse wird eine Stra├čenbahnwaschanlage eingeweiht. Da sich diese im Freien befindet und dem Vernehmen nach sehr st├Âranf├Ąllig war, wurden hier eher selten Fahrzeuge gewaschen, daf├╝r um so h├Ąufiger Fahrzeuge abgestellt. Praktisch jeder Meter Gleis, der nicht f├╝r den Linienverkehr ben├Âtigt wurde, war abends und am Wochenende von nicht eingesetzten Stra├čenbahnen zugeparkt. Die Abstellkapazit├Ąten in den Hallen des Betriebshofes waren am Wagenpark der 1920er Jahre ausgerichtet und langten schon lange weder hinten noch vorn. Doch man arbeitete bereits an den Pl├Ąnen zu einem Depotneubau am s├╝dlichen Stadtrand.

Gleissanierung Lindenstra
Samstag, 13. Dezember 1986

Nach jahrelangen Gleisbauarbeiten in der Lindenstra├če (damals Oderallee) geht die kurze Strecke vom Platz der Republik zum Stadion wieder in Betrieb. Die Kuppelendstelle am Stadion wurde allerdings noch immer nicht durch eine Wendeschleife ersetzt, so dass Linie 2 (damals Westkreuz - Stadion) weiterhin nur mit Zweirichtungsz├╝gen gefahren werden kann. Die Wendeschleife entstand schlie├člich 1990.

Stra
Dezember 1986

Buckower Stra├če im November 1986
Buckower Stra├če im November 1986

Buckower Stra├če im November 1986
Buckower Stra├če im November 1986

Seit 1984 l├Ąuft im S├╝dwesten der Stadt der Bau der Stra├čenbahn nach Markendorf. Dort befindet sich mit damals 8.000 Arbeitspl├Ątzen die gr├Â├čte Fabrik der Stadt, das Halbleiterwerk. Im Berufsverkehr m├╝ssen zahlreiche Busse die Angestellten an- und abtransportieren. Angesichts des DDR-typischen Kraftstoffmangels soll die Stra├čenbahn den umfangreichen Busverkehr nach Markendorf abl├Âsen. Bis Dezember 1986 entsteht die Stra├čenbahnbr├╝cke ├╝ber die Autobahn Berlin - Frankfurt (Oder). Erst zwei Jahre sp├Ąter werden Bahnen dar├╝ber rollen. Bereits ein Jahr vor der Er├Âffnung lagen streckenweise Gleise und standen Fahrleitungsmasten. Die Fahrleitung selbst wurde vier Monate vor der Er├Âffnung installiert.

Die Stra├čenbahnbahnbr├╝cke ├╝ber die Autobahn musste im Dezember 2017 nach nur 31 Jahren wieder abgerissen werden. Betonkrebs hatte ihre Fundamente und Widerlager erheblich gesch├Ądigt.

Fahrzeugzu- und abg
1986

Betriebshof Bachgasse im Sommer 1986
Betriebshof Bachgasse im Sommer 1986

Betriebshof Bachgasse im Sommer 1986
Betriebshof Bachgasse im Sommer 1986

Anders als im Vorjahr kam es 1986 wieder zu Wagenumsetzungen. Aus Gera wurden drei Trieb- und vier Beiwagen ├╝bernommen. Gleichzeitig wurden erneut zwei Reko-Einrichtungstriebwagen nach Sch├Âneiche abgegeben. Weiterhin wurden zwei Reko-ER-Triebwagen zu Arbeitswagen. Damit blieb von den zwischen 1971 und 1974 beschafften sieben Reko-ER-Triebwagen nur noch Tw 36 im Linienverkehr. Von Januar bis November 1986 weilte im Tausch f├╝r den Frankfurter Reko-ZR-Tw 43 der G├Ârlitzer Reko-ER-Tw 10 in Frankfurt.

Wagenpark (Stand 31.12.1986) Anzahl
Zweiachsige Triebwagen 43
Zweiachsige Beiwagen 45
Arbeitswagen 4

Neue Fahrscheinentwerter
Montag, 1. Juni 1987

Insgesamt 480 neue Fahrscheinentwerter wurden in Busse und Bahnen eingebaut. Somit werden die selbstt├Ątigen Stempelautomaten gegen manuell zu bedienende Lochentwerter ausgetauscht. F├╝r Begeisterung sorgte diese R├╝ckentwicklung bei den Fahrg├Ąsten verst├Ąndlicherweise nicht. Ab April 1988 wurden in Busse erneut neue Entwerter eingebaut, jedoch nach gleichem Funktionsprinzip. Sie waren lediglich kleiner als die in der Stra├čenbahn verwendeten.

Erste Stra
Dienstag, 21. Juli 1987

KT4D-Tw 202 im August 1987
KT4D-Tw 202 im August 1987

KT4D-Tw 202 im August 1987
KT4D-Tw 202 im August 1987

├ťber ein G├╝tergleis an der F├╝rstenwalder Stra├če (damals Ernst-Th├Ąlmann-Stra├če), Ecke Kantstra├če werden die ersten KT4D angeliefert. Abgesehen von Reko-Wagen sind seit 1969 keine fabrikneuen Wagen mehr in Frankfurt eingetroffen. Nun aber sollen 22 Tatrawagen (Tw 201-222) den Wagenpark erweitern. Zweiachs-Fahrzeuge werden damit dennoch nicht abk├Âmmlich, schlie├člich steht die Streckenerweiterung nach Markendorf an und so werden auch weiterhin Gotha-Wagen von anderen Betrieben gekauft.

F├╝r Unmut sorgt in der Bev├Âlkerung, dass die neuen Tatrawagen zwar gro├č angek├╝ndigt wurden, sie aber bis Oktober ungenutzt auf dem ├Âstlichen Gleis der Oderallee herumstanden. Dabei waren Graffiti und Vandalismus damals offenbar kein Problem. Fehlende Techniker vom Prager Herstellerwerk wurden als Ursache f├╝r die lange Nichtinbetriebnahme genannt. Bis zum 3. August sind die ersten zehn Wagen (Tw 201-210) angeliefert. Ende August wurde damit begonnen, Einholm-Stromabnehmer aus DDR-Produktion aufzubauen. Die Linie 2 f├Ąhrt dabei monatelang eingleisig zwischen Stadion und dem Gleiswechsel an der Gertraudkirche an der Wagenparade vorbei. Am 21.07. m├╝ssten die Tw 201 und 204, am 23.07. die Tw 202 und 203 angeliefert worden sein, bis zum 01.08. waren auch die Tw 205-207 und 210 eingetroffen, am 03.08. war die erste Lieferung mit dem Eintreffen der Tw 208 und 209 komplett (keine Garantie f├╝r die Daten).

Zwischen dem 14. und 22. Dezember 1987 erreichten schlie├člich die KT4D 211 bis 222 Frankfurt an der Oder, die ab Anfang 1988 eingesetzt wurden. Damit war die Lieferung der 22 Wagen bis Dezember abgeschlossen.

KT4D-Probefahrten beginnen
Montag, 19. Oktober 1987

KT4D-Probefahrt im November 1987
KT4D-Probefahrt im November 1987

Mit den KT4D 201+202 und 203+204 beginnen auf den Strecken Gro├če Oderstra├če (heute Europa-Universit├Ąt) - Kopernikusstra├če, Gro├če Oderstra├če - Neuberesinchen sowie Neuberesinchen - Kopernikusstra├če die fahrgastlosen Probefahrten (andere Quellen sprechen vom 22.10.1987). Gleisnetz und Stromversorgung sind nur auf diesen drei Verbindungen f├╝r einen KT4D-Einsatz geeignet. Das beschr├Ąnkt den Fahrgasteinsatz der Wagen auf die Linien 4 und 6. Da beide Linien aber nur mit wenigen Kursen am Tag unterwegs sind, sind die 22 Wagen zun├Ąchst gar nicht alle einsetzbar. Bis Mitte November sind neben Tw 201 bis 204 auch die Wagen 205 bis 208 betriebsbereit. Tw 201 f├Ąhrt ├╝berwiegend, teilweise in Doppeltraktion mit Tw 202, als Fahrschulwagen. Eingesetzt werden die Wagen immer in Paaren benachbarter Wagennummern. Das hat sich bis zum Ende der Doppeltraktion im Fr├╝hjahr 1992 nie ge├Ąndert. Erst mit der Wiedereinf├╝hrung von Doppeltraktionen im Jahr 2004 werden auch nicht benachbarte Wagennummern gekuppelt.

KT4D im Fahrgastverkehr
Dienstag, 17. November 1987

Ohne gro├če Parteireden und Aufsehen fuhren pl├Âtzlich die Tw 203+204 auf der Linie 4 im Linieneinsatz. Der erste Tag der KT4D im Fahrgasteinsatz. Am 20.11. sind nach fast vier Monaten mit Tw 209 und 210 auch die letzten Wagen der ersten Lieferung ├╝ber zehn Wagen betriebsbereit. Erstmalig zwei Tatra-Z├╝ge gleichzeitig sind mit dem Einsatz der Tw 207+208 (neben Tw 203+204) am 25.11.1987 auf Linie 4 unterwegs.

KT4D-Linienverkehr aufgenommen
Samstag, 28. November 1987

Nach einigen Wochen Probefahrten, sowohl mit als auch ohne Fahrg├Ąste, gehen die Tatrabahnen offiziell in den Linienverkehr. Ab 28. November fahren KT4D-Doppeltraktionen auf der Linie 4 (damals Kopernikusstra├če - Gro├če Oderstra├če), ab Montag, den 30. November auch auf der HVZ-Linie 6 (Neuberesinchen - Gro├če Oderstra├če). Zwischen den Linien 3 und 4 kommt es zu einem Fahrzeitentausch.

Abends und am Wochenende fuhr die Linie 3 (Kopernikusstra├če - Lebuser Vorstadt) bisher exakt wie werktags die Linie 4 (Kopernikusstra├če - Gro├če Oderstra├če), die aber am Wochenende und abends wiederum nicht fuhr. Um nun die Tatrawagen nicht nur werktags einsetzen zu k├Ânnen, f├Ąhrt von nun an Linie 4 nach dem Fahrplan der Linie 3 auch am Wochenende. Linie 3 f├Ąhrt also nur noch montags bis freitags von 3.30 Uhr bis 0.30 Uhr. Linie 4 f├Ąhrt Montag bis Freitag von 5 bis 18 Uhr, am Wochenende von 3.30 Uhr bis 1.30 Uhr. Linie 3 wird weiterhin mit Gotha-/Reko-Zweiwagenz├╝gen bedient, Linie 4 ├╝berwiegend mit KT4D-Doppeltraktionen, vereinzelt kommen auch weiterhin Zweiachser-Z├╝ge zum Einsatz. F├╝r die Linien 3 und 4 gelten folgende neue Takte:

Takt Montag-Freitag Sonnabend Sonntag
04:00
05:00
05:00
08:00
08:00
12:00
12:00
14:00
14:00
18:00
18:00
20:00
20:00
22:00
22:00
00:00
04:00
08:00
08:00
12:00
12:00
22:00
22:00
01:00
04:00
22:00
22:00
00:00
3 unr. 10' 15' 12' 10' 12' 20' 30'-40' - -
4 - 10-20' 15-30' 10-20' - 20' 15' 20' 30-40' 20' 30'-40'

unr. = unregelm├Ą├čiger Takt

Fahrzeugzu- und abg
1987

Gotha-Zug 39+143 im Jahr 1987
Gotha-Zug 39+143 im Jahr 1987

Gotha-Zug 39+143 im Jahr 1987
Gotha-Zug 39+143 im Jahr 1987

Neben 22 fabrikneuen KT4D aus der damaligen Tschechoslowakei kamen wieder zwei gebrauchte Gotha-Triebwagen aus Gera und ein Gotha-Beiwagen aus Leipzig. Ebenfalls aus Gera kam Fahrschulwagen 102, der in Frankfurt die Wagennummer 6 erhielt. Das Fahrzeug war blau lackiert und schon in Gera mit Plastikschalensitzen der KT4D best├╝ckt worden. Bei 45 vorhandenen Zweiachser-Z├╝gen (wenn auch nicht alle einsatzbereit) wurden f├╝r den Fahrplan gerade einmal 26 oder 27 gebraucht. Man h├Ątte annehmen k├Ânnen, dass weitere Zweiachser gar nicht ben├Âtigt wurden. Sie waren dennoch nicht die letzten Gotha-Wagen, die von anderen Betrieben nach Frankfurt kamen.

Wagenpark (Stand 31.12.1987) Anzahl
Zweiachsige Triebwagen 45
Zweiachsige Beiwagen 46
Vierachsige Triebwagen 22
Arbeitswagen 5

Gleisbau Karl-Marx-Stra
Montag, 14. Mńrz 1988

Bis zum 21.05.1988 wird am Frankfurter Gleisnetz umfangreich gebaut. Zum Einen werden Gleise in der Karl-Marx-Stra├če saniert. Ferner wird die Neubaustrecke nach Markendorf an die Endstation Kopernikusstra├če angebunden. Da die Wendeschleife damit vor├╝bergehend nicht befahrbar war, wendeten Zweirichtungsz├╝ge in der Haltestelle. Dazu fuhr ein Stra├čenbahnzug in die Endstation, der Triebwagen vom vorherigen Zug ├╝bernimmt von hinten den Beiwagen des gerade eingefahrenen Zuges, rangiert damit auf das Gegengleis, dr├╝ckt bis zum Bahnsteig zur├╝ck und f├Ąhrt wieder als Linie 3 oder 4 in die Innenstadt. ├ťbrig bleibt ein Triebwagen, der wieder den Beiwagen des n├Ąchsten Zuges ├╝bernimmt.

Die Linien 1 und 6 fuhren w├Ąhrend der Bauzeit zwischen Neuberesinchen und Gro├če Oderstra├če (heute Europa-Universtit├Ąt), wobei KT4D-Uml├Ąufe nur als Linie 6 gekennzeichnet waren. Linie 3 und 4 fuhren mit Zweirichtungsz├╝gen zwischen Kopernikusstra├če und Platz der Republik (heute Zentrum). Da daf├╝r alle ZR-Wagen ben├Âtigt wurden, musste auch die Linie 2 mit Einrichtungsz├╝gen bedient werden. Sie wurde daher zur Gro├čen Oderstra├če umgeleitet, denn ihr Endpunkt Stadion besa├č keine Wendeschleife. Linie 5 fuhr unver├Ąndert. Zwischen Stadion und Lebuser Vorstadt fuhren Busse im Ersatzverkehr.

KT4D vor
Montag, 16. Mai 1988

Bis zum 22.05.1988 werden alle KT4D au├čer Dienst gestellt. Die noch kein Jahr alten Einholmstromabnehmer aus DDR-Produktion haben sich als Schwachpunkt herausgestellt. H├Ąufig wurde die Kohle heruntergerissen. Dieses Problem wird nun behoben. Noch kann man einige Tage auf die Tatrawagen verzichten, mit der Inbetriebnahme der Markendorfstrecke w├Ąre das werktags nicht mehr m├Âglich.

Im Juni fahren die Linien 4 und 6 typenrein mit KT4D-Doppeltraktionen. Um die 22 KT4D auch einsetzen zu k├Ânnen, fahren mehr als die zehn im Fahrplan ausgewiesenen Fahrten der Linie 6. Die Tw 201+202 kommen selten mit Fahrg├Ąsten sondern ├╝berwiegend als Fahrschulwagen zum Einsatz.

Neues Dienstgeb
Mittwoch, 8. Juni 1988

An der Kreuzung Bahnhofstra├če / Heilbronner Stra├če (damals Wilhelm-Pieck-Stra├če), wird ein neues Haus f├╝r Stra├čenbahnfahrer, Dispatcher und Verkehrsmeister ├╝bergeben. Das Geb├Ąude besitzt einen Pausenraum und eine Kantine. Geplant war auch einmal, den Fahrkartenverkauf vom Platz der Republik (heute Kundenzentrum am Brunnenplatz) hierher zu verlegen. Dazu kam es nicht mehr, die abseitige Lage w├Ąre auch wenig kundenfreundlich gewesen. Die Leitstelle ist heute im Betriebshof Neuberesinchen beheimatet.

Probefahrten nach Markendorf aufgenommen
Freitag, 7. Oktober 1988

Probefahrt Buckower Stra├če 18.10.1988
Probefahrt Buckower Stra├če 18.10.1988

Eigentlich wollte die SED zum 39. Geburtstag ihrer dem Namen nach demokratischen Republik den Stra├čenbahnbetrieb nach Markendorf aufnehmen. Ganz hat man es nicht geschafft. Aber der Probebetrieb konnte aufgenommen werden und man erkl├Ąrte, mit Betriebsaufnahme sei der Beginn der Probefahrten gemeint gewesen. Die Partei hatte eben immer recht.

Fahrplanwechsel 1988
Samstag, 22. Oktober 1988

Streckener├Âffnung nach Markendorf
Streckener├Âffnung nach Markendorf

Die Frankfurter Stra├čenbahn erf├Ąhrt die gr├Â├čte Streckenerweiterung ihrer Geschichte. Die Stra├čenbahn erreicht Markendorf. Die Linien 3 und 4 werden zum neuen Endpunkt Halbleiterwerk verl├Ąngert. Neu eingef├╝hrt wird die Linie 7. Auch im Bussektor gibt es Verbesserungen. Das Angebot im Stadtverkehr wird deutlich aufgewertet. Mit Bussen statt Stra├čenbahnen wird die Linie 2 bedient, die Gleise zum Westkreuz sind zu marode. Erst vier Jahre sp├Ąter wird die Strecke saniert sein.

Fahrplan Stadtverkehr 1988/91
(22.10.1988-21.06.1991)

Nach vier Jahren Bauzeit war es soweit: das Staatsfernsehen der DDR und viele Frankfurter fuhren erstmals mit der Stra├čenbahn nach Markendorf. Auch ein Er├Âffnungsband wurde zerschnitten. Unspektakul├Ąr gingen um 4.24 Uhr nur sieben Fahrg├Ąste mit der ersten Linie 4 (Tw 211+Tw 212) ab der Kopernikusstra├če auf die neue Strecke. Mit 5,6 km war sie im Jahr 1988 die l├Ąngste Stra├čenbahn-Neubaustrecke der DDR. 70.000 Kubikmeter Erde wurden bewegt, ein neues Umspannwerk und zwei Br├╝cken gebaut. Dazu wurden vier neue Haltestellen eingerichtet:
Friedensh├Âhe (2007-2014 Conergy SolarModule, 2014-2019 Astronergy Solarmodule)
Markendorf, Siedlung
Ⓗ Bezirkskrankenhaus (seit 1991 Klinikum) und
Ⓗ Halbleiterwerk (seit 1991 Markendorf)

Ab der Unterquerung der B87 ├Âstlich des Ortsteils Markendorf, Siedlung ist die Strecke mit Hochkettenfahrwerk ├╝berspannt. Die Endhaltestelle Halbleiterwerk ist gro├čz├╝gig ausgebaut. Ein Ankunftsgleis und drei Abfahrtsgleise in die Stadt (f├╝r jede Linie ein Gleis) sowie eine teils dreigleisige Wendeschleife am westlichen Ortsrand von Markendorf sichern die Leistungsf├Ąhigkeit der Strecke. 2011 wurde die Endhaltestelle deutlich verkleinert. In den Spitzenstunden fuhren die Bahnen alle 3 bis 4 Minuten. Knapp 4.000 Pl├Ątze pro Spitzenstunde und Richtung wurden dabei angeboten. Und doch waren einzelne Fahrten notorisch ├╝berlastet. In Betrieb genommen werden auch zwei Ampeln, an der Wildbahn in Markendorf und an der Zufahrt zum Klinikum. Sie gingen bereits einige Tage vor Aufnahme des Linienbetriebes in Dienst und waren von Anfang an mit einer Vorrangschaltung f├╝r die Stra├čenbahn ausgestattet. Die Stra├čenbahn ├╝berquert die Autobahn A12 auf einer eigens f├╝r sie errichteten Br├╝cke. Die Bundesstra├če B87 unterquert sie in einer neu errichteten Unterf├╝hrung. Die Autobahnbr├╝cke musste 2017 wegen Betonkrebssch├Ąden abgerissen und neugebaut werden.

Hinter dem Stadtteil Neuberesinchen wurde an der G├╝ldendorfer Stra├če eine siebengleisige Abstellanlage in Betrieb genommen. Sie wurde sp├Ąter um f├╝nf Gleise erweitert. Die Anlage war die Keimzelle f├╝r den sp├Ąteren Betriebshof Neuberesinchen, der 1999 schlie├člich er├Âffnet wurde. Die Anzahl der Weichen im Gesamtnetz stieg um 50 % von 70 auf 105. 43 Kilometer Gleise waren fortan vorhanden.

Stra├čenbahn

Mit der Streckener├Âffnung wurden einige Linien angepasst, die Linie 7 wurde zwischen Halbleiterwerk und Neuberesinchen neu eingerichtet. Die Strecke Platz der Republik (heute Zentrum) - Westkreuz (heute Messegel├Ąnde) musste wegen des maroden Gleisbetts stillgelegt werden. Der neue Fahrplan brachte neben der Einbindung der Neubaustrecke viele Verbesserungen.

Starre Takte wurden konsequent umgesetzt. Parallel fahrende Linien fuhren so versetzt, dass der Takt optimal halbiert wurde. Bisher endete der 15-Minuten-Takt am Wochenende am Sonnabend um 12 Uhr. Jetzt fahren Bahnen und Busse sonnabends und sonntags von 5 bis 20 Uhr im 15- statt 20-Minuten-Takt. Auch werktags wurde von einem 10- bis 15-Minuten-Grundtakt auf einen strengen 15-Minuten-Takt gewechselt. Durch Verst├Ąrkerlinien wurde aber von 5 bis 20 Uhr auf allen Strecken au├čer zum Stadion und zum Halbleiterwerk mindestens ein 7-8-Minuten-Takt gefahren.

Alle Tatrabahnen wurden auf der Strecke nach Markendorf eingesetzt, so dass die Linien 1, 3, 5 und auch wieder die Linie 6 mit Gotha- und Reko-Zweiwagenz├╝gen befahren wurden. Linie 4 fuhr typenrein mit KT4D-Doppeltraktionen, auf Linie 7 fuhren sowohl KT4D-Doppeltraktionen als auch Zweiachser-Z├╝ge. Da am Stadion noch immer keine Wendeschleife vorhanden ist, wird die nun zum Stadion fahrende Linie 5 ausschlie├člich mit Zweirichtungsfahrzeugen bedient. Obwohl keine Fahrzeuge mehr auf der Oderallee (heute wieder Lindenstra├če) abgestellt werden m├╝ssen, weil nun ausreichend Abstellgleise auf der neuen Abstellanlage in Neuberesinchen vorhanden sind, wird die Strecke zum Stadion abends weiterhin nicht bedient. Da Linie 5 nur werktags f├Ąhrt, wird der Ersatzverkehr f├╝r die Linie 2 am Wochenende von 5 bis 19 Uhr von und zum Stadion verl├Ąngert.

Stadtbus

Das Busnetz wurde an die Neubaustrecke der Stra├čenbahn angepasst. So wurde der Busverkehr von Frankfurt nach Markendorf eingestellt. Die Buslinien B und K endeten fortan an der Kopernikusstra├če, wo in die Stra├čenbahn nach Markendorf umgestiegen werden musste. Die Linie B (heute Linie 981) erhielt fast ihre heutige Linienf├╝hrung zwischen der Kopernikusstra├če und dem Hansa-Viertel mit Verl├Ąngerung einiger Fahrten zum Industriekomplex Nord am Spitzkrug. Bisher fuhr dorthin die Linie H, die nun in der Linie B aufging und als Linienbezeichnung f├╝r einige Jahre verschwand. Die Bedienung des bisher von der Linie B erschlossenen Vorortes Hohenwalde ├╝bernahm die Linie C (heute Linie 982), die ├╝ber ihren Endpunkt Lichtenberg bis zum Klinikum ├╝ber Hohenwalde und Markendorf verl├Ąngert wurde. Am Wochenende endeten einige Fahrten der Linie C nicht am Bahnhof, sondern fuhren ab der Haltestelle Rathenaustra├če (heute Otto-Nagel-Stra├če) als Linie K (heute Linie 987) weiter ins Hansa-Viertel zur Lenn├ęstra├če. Neu war ein 15-Minuten-Takt bei den Buslinien B und K als Verkn├╝pfung zur ebenfalls im 15-Minuten-Takt fahrenden Tramlinie 4 zum Halbleiterwerk in Markendorf. Da dieser 15-Minuten-Takt ├╝berhaupt nicht zum 20-Minuten-Takt der parallel fahrenden Buslinien A (heute Linie 980) und G (bis 2017 Linie 985) passte, fuhren Busse teilweise kilometerweit direkt hintereinander her. Neu eingerichtet wird f├╝r die Buslinien A und B in Richtung Bahnhof die Haltestelle Platz der Einheit (heute Kleist Forum). Beide Linien fuhren schon seit geraumer Zeit zwischen Puschkinstra├če und Bahnhof in dieser Richtung nicht mehr ├╝ber die Gro├če M├╝llroser Stra├če zum Bahnhof, sondern ├╝ber die Leipziger Stra├če und Heilbronner Stra├če (beide damals Wilhelm-Pieck-Stra├če). Da die Wagen hier eine lange haltestellenlose Strecke absolvierten und unweit der neuen Haltestelle das Konsument-Kaufhaus lag, wurde diese Haltestelle nach Fahrgastw├╝nschen eingerichtet.

Stra├čenbahn ab 22.10.1988
Linie 1 Neuberesinchen - Bahnhof - Platz der Republik - Lebuser Vorstadt
 
Linie 3 (Halbleiterwerk - Bezirkskrankenhaus -) Kopernikusstra├če - Friedhof - Bahnhof - Platz der Republik - Lebuser Vorstadt
(nur Montag-Freitag 4-20 Uhr, Halbleiterwerk - Kopernikusstra├če nur Mo-Fr 5-7 und 14-17 Uhr)
Linie 4 Halbleiterwerk - Bezirkskrankenhaus - Kopernikusstra├če - Friedhof - Bahnhof - Platz der Republik - Gro├če Oderstra├če
Linie 5 Neuberesinchen - Bahnhof - Platz der Republik - Stadion
(nur Montag-Freitag 5-20 Uhr)
Linie 6 Neuberesinchen - Bahnhof - Platz der Republik - Gro├če Oderstra├če
(nur Montag-Freitag 5:30-7:30 und 13:30-18:30 Uhr)
Linie 7 Halbleiterwerk - Bezirkskrankenhaus - Kopernikusstra├če - Friedhof - Neuberesinchen
(nur Montag-Freitag 5-7 und 13:30-17 Uhr)
Stadtbus ab 22.10.1988
Linie SEV Westkreuz - Gerhart-Hauptmann-Stra├če - Platz der Republik (- Stadion)
(Schienenersatzverkehr; bis Stadion nur Sonnabend, Sonntag, Feiertag von 5-19 Uhr)
Linie  A  (Industriekomplex West - Kinderkrippe Nuhnenstra├če -) Ziolkowskiallee - Baumschulenweg - Bahnhof - Karl-Marx-Stra├če - Lenn├ęstra├če - Moskauer Stra├če - Klingetal - Westkreuz - Meurerstra├če
(ab 19 Uhr teilweise erst ab Ziolkowskiallee)
Linie  B  Kopernikusstra├če - Ziolkowskiallee - Baumschulenweg - Bahnhof - Karl-Marx-Stra├če - Kaufhalle Nord - Moskauer Stra├če (- Industriekomplex Nord)
Linie  C  Bahnhof - Westkreuz - Meurerstra├če - Rosengarten - Lichtenberg - Halbleiterwerk - Bezirkskrankenhaus
(nur bis 22 Uhr, Sonnabend bis 23 Uhr)
Linie  D  Bahnhof - Karl-Marx-Stra├če - Kraftverkehr - Kliestow - Boo├čen
(nur bis 20 Uhr, Sonnabend bis 23 Uhr)
Linie  F  Bahnhof - Grenzbahnhof (- G├╝ldendorf - Lossow)
 
Linie  G  Bahnhof - Karl-Marx-Stra├če - Kaufhalle Nord - Klingetal - Industriekomplex West
(nur Montag-Freitag 5-7 und 15-17 Uhr)
Linie  K  Kopernikusstra├če - Kinderkrippe Nuhnenstra├če - Kaufhalle Nord - Lenn├ęstra├če
(nur Montag-Freitag 5-7 und 15-17 Uhr)

Montag-Freitag Sonnabend/Sonntag t├Ąglich
04:00
05:00
05:00
08:00
08:00
13:00
13:00
17:00
17:00
20:00
04:00
05:00
05:00
20:00
20:00
22:00
22:00
00:00
1 unr. 15' unr. 15' 20' 30'-40'
3 - 15' - -
4 unr. 15' unr. 15' 20' 30'-40'
5 - 15' - -
6 - 7-8' - 7-8' - - -
7 - 7-8' - 7-8' - - -
SEV unr. 7-8' unr. 15' 20' 30'-40'
 A  unr. 20' 30' 20' 30' unr. 30' 40' 30'-40'
 B  unr. 15' 30' 15' 30' unr. 30' 40' 30'-40'
 G  - 20' - 20' - - -
 K  - 15' - 15' - - -

unr. = unregelm├Ą├čiger Takt

Zum Halbleiterwerk und vom Zentrum nach Neuberesinchen fuhren die Bahnen in der Hauptverkehrszeit im 3- bis 4-Minuten-Takt. Nach ihrem Einsatz auf der Linie 7 fuhren einige Z├╝ge, weiterhin als Linie 7 beschildert, von 16.30 bis 18 Uhr alle 7-8 Minuten zwischen Neuberesinchen und Gro├če Oderstra├če. Zwischen der Innenstadt und Neuberesinchen verdichteten diese Zusatzz├╝ge auf 24 Fahrten pro Stunde und Richtung. Alle 2 bis 3 Minuten fuhr damit eine Bahn nach Neuberesinchen. Zum Schichtwechsel im Halbleiterwerk gegen 22 Uhr und am Wochenende gegen 6 und 22 Uhr fuhren zus├Ątzliche Z├╝ge auf den Linien 4 und 7.

Stra├čenbahnverkehr zum Westkreuz eingestellt

Die Strecke zum Westkreuz (heute Messegel├Ąnde) wurde wegen des vernachl├Ąssigten Gleisbettes vor├╝bergehend stillgelegt. Zwar wurde das Teilst├╝ck von der Bahnhofstra├če bis zur Kantstra├če erst 1982/1983 saniert, aber der nachfolgende Abschnitt befindet sich in zu schlechtem Zustand. In der Regionalpresse hie├č es zur Vernachl├Ąssigung der Strecke, dass die Bauarbeiten im neuen Betriebshof und an der Strecke nach Markendorf s├Ąmtliche Kapazit├Ąten gebunden h├Ątten. Kapazit├Ąten f├╝r die Erneuerung der Strecke zum Westkreuz wurden erst ein Jahr sp├Ąter frei, so lange schlummerte die Strecke vor sich hin. Linie 2 wurde im Ersatzverkehr gefahren, Linie 5 zum Stadion umgeleitet. Heutzutage kaum mehr vorstellbar, beim Einsatz von Standard- statt Gelenkbussen auf dem Ersatzverkehr f├╝r die Linie 2 waren die Busse trotz 7-8-Minuten-Takt oft so ├╝berf├╝llt, dass schon an der ersten Haltestelle (Platz der Republik) nicht alle Fahrg├Ąste mitgekommen sind.

Fahrzeugzu- und abg
1988

Ex Cottbuser Triebwagen 76
Ex Cottbuser Triebwagen 76

Ex Cottbuser Triebwagen 76
Ex Cottbuser Triebwagen 76

Wieder kamen drei zweiachsige Trieb- und vier Beiwagen vom Typ Gotha nach Frankfurt, diesmal aus Cottbus, Gera und Leipzig. Zwar sind die beiden aus Cottbus umgesetzten Triebwagen intern noch mit einer Frankfurter Wagennummer versehen worden, allerdings wurden diese Wagen nie mehr f├╝r einen Einsatz in Frankfurt hergerichtet. Verschrottet wurden zwei 1984 aus Halle (Saale) ├╝bernommene Beiwagen, die in Frankfurt ebenfalls nie f├╝r einen Einsatz hergerichtet wurden. Ihre Meterspur-Fahrgestelle dienten aber f├╝r aus Leipzig ├╝bernommene Beiwagen. Leipziger Wagen haben eine andere Spurweite (1.458 mm) als das Frankfurter Netz (1.000 mm).

Der seit 1981 als Fahrschul-Triebwagen (L-Tw) genutzte Wagen 45 erhielt blauen Lack, wie schon der 1987 aus Gera ├╝bernommene L-Tw 6. Gleichzeitig wird das Fahrzeug in L-Tw 5 umgezeichnet, die Wagennummer 45 wird wieder frei. Der bisherige Arbeits-Triebwagen 5 (Baujahr 1936, 1975 ex Tw 60) wird au├čer Dienst genommen und f├╝r die sp├Ątere Erhaltung als historischer Triebwagen abgestellt. Seit 1992 ist er als historisches Fahrzeug wieder unter der Wagennummer 60 im Verkehr.

Mit 48 zweiachsigen Trieb- und 48 Beiwagen (nicht alle davon waren einsatzbereit) befinden sich so viele zweiachsige Fahrzeuge wie nie zuvor und nie danach im Bestand der Frankfurter Stra├čenbahn. Mit den 22 KT4D hat die Frankfurter Stra├čenbahn zu dieser Zeit 118 Stra├čenbahnwagen f├╝r den Linienverkehr, rechnerisch 48 Zweiachser-Z├╝ge und 11 KT4D-Doppeltraktionen, das macht 59 Z├╝ge und markiert den Spitzenwert in der Geschichte der Stra├čenbahn in Frankfurt (Oder).

Wagenpark (Stand 31.12.1988) Anzahl
Zweiachsige Triebwagen 48
Zweiachsige Beiwagen 48
Vierachsige Triebwagen 22
Arbeitswagen 4

Gotha-Wagen erh
April 1989

Gotha-Tw 53 mit Einholmstromabnehmer
Gotha-Tw 53 mit Einholmstromabnehmer

Gotha-Tw 53 mit Einholmstromabnehmer
Gotha-Tw 53 mit Einholmstromabnehmer

Erst- und einmalig f├╝r ein Linienfahrzeug erh├Ąlt ein Frankfurter Gotha-Wagen einen Einholmstromabnehmer. Es handelt sich um den ER-Tw 53 (Typ T57E, Baujahr 1957, 1978 ex Halle [Saale]), der nach einem Unfall wieder aufgebaut wurde. In anderen St├Ądten der DDR, so in Leipzig und Brandenburg (Havel), werden Einholmstromabnehmer bereits seit einigen Jahren auch auf Gothawagen aufgebaut.

Letze Ankunft von Gotha-Wagen
Mai 1989

Gotha-Zug 42+134 Anfang 1994
Gotha-Zug 42+134 Anfang 1994

Gotha-Zug 42+134 Anfang 1994
Gotha-Zug 42+134 Anfang 1994

Letztmalig werden gebrauchte Zweiachser f├╝r den Linienverkehr angeliefert. Es handelt sich um vier Gotha-Z├╝ge aus Plauen. Sie unterscheiden sich von den ├╝brigen Frankfurter Wagen durch ihre schwarze Bauchbinde, denn sie wurden in Frankfurt nicht neu lackiert, sondern erhielten nur den in Frankfurt ├╝blichen cremefarbenen Bodenstreifen und neue Nummern. Die vier ex Plauener Z├╝ge 36+139, 42+126, 45+134 und 49+136 wurden im Linienverkehr nur untereinander gekuppelt und nicht mit anderen Frankfurter Wagen eingesetzt.

Saisonbusverkehr zum Helene-See
Samstag, 13. Mai 1989

Der 1989er Saisonbusverkehr zum Helene-See wird aufgenommen. Bis zum 1. Oktober fahren die Busse von der Stra├čenbahnhaltestelle Neuberesinchen ins Erholungsgebiet. An den Wochenenden werden in Richtung Frankfurt einige Fahrten bis zum Bahnhof, andere bis zur Haltestelle Karl-Marx-Stra├če (heute etwa Hst. Brunnenplatz) verl├Ąngert. Vom 5. Juni bis 3. September fahren werktags zus├Ątzliche Busse. Es gilt ein 60- bis 90-Minuten-Takt. Jedoch wird ein gesonderter Fahrpreis von 30 bis 75 Pfennig erhoben. Mit passendem Geld kann sogar im Bus bezahlt werden, das war im Stadtverkehr in der DDR sonst eher un├╝blich. Der Fahrgast hatte sich in der Regel vor dem Fahrtantritt selbst mit Fahrscheinen auszustatten. Automaten oder ein Verkauf durch das Personal waren nicht vorgesehen.

Fahrplaneinschr
Juni 1989

Auf dem Ersatzverkehr der Linie 2 kommt es zu Einschr├Ąnkungen, die urspr├╝nglich nur f├╝r das Sommerhalbjahr vorgesehen sind. Wegen Fahrermangels und immenser ├ťberstunden der Fahrer bleiben die Einschr├Ąnkungen jedoch auch im Winter bestehen. Laut Regionalpresse belegen Fahrgastz├Ąhlungen, dass das reduzierte Angebot auch im Winter ausreicht.

Baubeginn August-Bebel-Stra
Montag, 18. September 1989

Knapp ein Jahr nach Einstellung des Stra├čenbahnbetriebes auf der August-Bebel-Stra├če von und zum Westkreuz (heute Messegel├Ąnde), beginnen die Bauarbeiten zur Sanierung des ersten Abschnittes zwischen dem Westkreuz und der Kreuzung August-Bebel-Stra├če/Rathenaustra├če. Die Buslinien C (heute 982), K (987) und der Ersatzverkehr f├╝r die Stra├čenbahnlinie 2 werden ├╝ber die Nuhnenstra├če, Friedrich-Ebert-Stra├če und Gerhart-Hauptmann-Stra├če umgeleitet.

Um 1990 den Stra├čenbahnverkehr zun├Ąchst zwischenzeitlich erst einmal wieder aufnehmen zu k├Ânnen, wird ab dem 25. September auch zwischen Kantstra├če und Markendorfer Stra├če (damals Otto-Grothewohl-Stra├če) gearbeitet. Auch zwischen Markendorfer Stra├če und der Haltestelle Kie├člingplatz wird sp├Ąter gebaut.

Einheitliche Fahrscheine in der DDR
Sonntag, 1. Oktober 1989

Kurz vor dem Ende der Teilung Deutschlands wurde im Osten eine Neuerung eingef├╝hrt: Stra├čenbahnfahrscheine konnten, egal bei welchem Betrieb sie gekauft wurden, in der ganzen DDR verwendet werden. Nun kann jeder Fahrschein im st├Ądtischen Nahverkehr f├╝r Bus und Stra├čenbahn, S-Bahn und U-Bahn f├╝r eine Fahrt abgegolten werden. Dabei muss der gel├Âste Wert dem Ortstarif entsprechen. 1985 hatten die Verkehrsbetriebe Ostdeutschlands damit begonnen, ihre Busse und Bahnen mit einheitlichen Entwertern auszustatten. Au├čer in Leipzig gibt es nun ├╝berall das 30x60-mm-Format. Bei den damals ├╝blichen Fahrpreisen von 10 bis 20 Pfennig, nach heutigem Wert nur wenige Cent, war der gesamte Fahrscheinverkauf allerdings eher ein Spielchen. Ein DDR-Verkehrspolitiker erz├Ąhlte einmal auf einer Veranstaltung, dass der reale Wert einer Stra├čenbahnfahrt bei 1,27 Ost-Mark gelegen habe und die Fahrpreise damit noch nicht einmal die Herstellung und den Vertrieb der Fahrscheine deckten. Selbst diese waren also ein Zuschussgesch├Ąft, ein Nulltarif w├Ąre nach dieser Auskunft f├╝r die DDR billiger gewesen.

Warnstreik bei der Frankfurter Stra
Mittwoch, 6. Dezember 1989

Erstmalig seit den politischen Ver├Ąnderungen im Osten Deutschlands kommt es bei der Frankfurter Stra├čenbahn zu einer einst├╝ndigen Arbeitsniederlegung in der Wagenwerkstatt. Die Besch├Ąftigten wollten auf die unzureichenden Arbeitsbedingungen aufmerksam machen.

Die Heizung ist so schwach, dass auch in den Hallen nur in dicken Wattejacken gearbeitet werden kann. Es fehle weiterhin an einfachsten Arbeitsmitteln wie Phasenpr├╝fern, selbst Bohrmaschinen sind nicht in ausreichender Anzahl vorhanden. Die Schlosser arbeiten an einer Radsatzdrehbank von 1898, dem Er├Âffnungsjahr der Frankfurter Stra├čenbahn. Die Dachentw├Ąsserung sei trotz der seit den fr├╝hen 1980er Jahren laufenden schrittweisen Sanierung des aus dem 19. Jahrhundert stammenden Betriebshofes so defekt, dass Regenwasser direkt in die Hallen l├Ąuft. Zahlreiche Hilfsmittel sind wegen fehlender Ersatzteile nicht funktionst├╝chtig. Eine f├╝r Lackierarbeiten derzeit umgebaute Halle bekommt keine Entl├╝ftung. Schwermetallhaltige Batterien werden unter gesundheitsgef├Ąhrdenden Bedingungen neu geladen. Batteries├Ąure wird nicht entsorgt sondern jahrelang in F├Ąssern auf dem Gel├Ąnde gelagert, ├ľl wird in Regenabfl├╝sse und damit direkt in die benachbarte Oder gepumpt.

Fahrzeugzu- und abg
1989

ER-Reko-Arbeits-Tw 9
ER-Reko-Arbeits-Tw 9

ER-Reko-Arbeits-Tw 9
ER-Reko-Arbeits-Tw 9

Letztmalig kamen 1989 gebrauchte Zweiachser f├╝r den Linienverkehr aus einer anderen Stadt. Unter den vier aus Plauen ├╝bernommenen Einrichtungsz├╝gen befand sich auch der sp├Ąter zum historischen Fahrzeug umgebaute Wagen 49. Gleichzeitig wurden Gotha-Fahrzeuge ausgemustert, darunter zwei erst im Vorjahr aus Cottbus ├╝bernommene Triebwagen, die in Frankfurt aber einsatzlos blieben. Auch die 1978/79 aus Halle (Saale) ├╝bernommenen Wagen 49 und 126, die bereits seit einigen Jahren abgestellt waren, gingen in den Schrott. Der letzte Reko-ER-Tw 36 verlie├č den Fahrgasteinsatz und wurde zum Arbeits-Tw 9. Der seit einiger Zeit meist als Fahrschulbeiwagen (L-Bw) genutzte Wagen 110 erhielt 1989 eine blaue Farbgebung und war fortan nur noch als L-Bw im Einsatz.

Wagenpark (Stand 31.12.1989) Anzahl
Zweiachsige Triebwagen 46
Zweiachsige Beiwagen 47
Vierachsige Triebwagen 22
Arbeitswagen 5