Chronicle from 2015 17 Feb 2021
Chronik ab 2015 | Historia od 2015 roku

Tarif
Donnerstag, 1. Januar 2015

Zum 1. Januar 2015 gibt es im Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg eine Tariferh├Âhung. Durchschnittlich steigen die Fahrpreise in Berlin und Brandenburg um 2,3 Prozent. Noch nicht entwertete Fahrscheine zum alten Preis sind noch bis einschlie├člich 14. Januar 2015 g├╝ltig. Danach ist der Umtausch gegen Zahlung des Differenzbetrags bei den Verkehrsunternehmen m├Âglich.

Auch in den kreisfreien St├Ądten Brandenburg an der Havel, Frankfurt (Oder) und Cottbus werden alle Einzelfahrausweise, Tages- und Monatskarten im Preis erh├Âht.

Hin und Her: REGIOekspress nach Posen
Freitag, 6. Februar 2015

Bahnhofsschild Posen Hbf
Bahnhofsschild Posen Hbf

Am 6. Februar 2015 wird - bereits zum zweiten Mal innerhalb eines Jahres - eine neue Regionalzugverbindung zwischen Frankfurt (Oder) und dem polnischen Posen (Poznań) eingef├╝hrt. Bereits am 8. August 2014 feierten Bahnkunden und Politprominenz aus beiden L├Ąndern bei einem Bahnhofsfest in Posen zwei neu eingerichtete, t├Ąglich verkehrende Regionalz├╝ge zwischen beiden St├Ądten. Doch kaum hatten sich die Fahrg├Ąste an die neue Verbindung gew├Âhnt, wurden die Z├╝ge nach nicht einmal f├╝nf Monaten wegen geringer Nachfrage wieder eingestellt. Dabei mussten am Wochenende h├Ąufig zwei statt nur ein Dieseltriebwagen der Baureihe (BR) 646 eingesetzt werden. Nach der Einstellung der Regionalzugverbindung fuhren nur noch die EuroCity des Berlin-Warszawa-Express auf dieser Route, ohne jedoch die Zwischenhalte zu bedienen. Lediglich im polnischen Rzepin halten die bis zu 160 km/h schnellen Expressz├╝ge. Der bescheidene Erfolg der Regionalz├╝ge d├╝rfte unter anderem am relativ hohen Preis f├╝r die Verbindung gelegen haben. F├╝r 27,60 Euro f├Ąhrt der 40 Minuten schnellere EuroCity, 24,10 Euro waren f├╝r die langsameren Nahverkehrsz├╝ge zu entrichten.

Nun wird ein erneuter Versuch gestartet. Los geht's jeweils von Freitag bis Sonntag um 12:14 und 18:21 in Frankfurt (Oder) (Ankunft Poznań Główny 14:35 und 20:39). Die Gegenz├╝ge verlassen Poznań Główny (Posen Hbf) von Freitag bis Sonntag um 15:16 (Frankfurt [Oder] an 17:29) und von Sonnabend bis Montag um 6:31 (Frankfurt an 8:51). Gehalten wird von den Kowalski und Schmidt genannten Z├╝gen in Słubice (Dammvorstadt), Kunowice (Kunersdorf), Rzepin (Reppen), Torzym (Sternberg/Neumark), Toporów (Topper), Świebodzin (Schwiebus), Zbąszynek (Neu Bentschen), Zbąszyń (Bentschen), Nowy Tomyśl, Opalenica, Buk, Otusz und Poznań Górczyn.

Bis zum 14. M├Ąrz soll nun erneut abgewartet werden, ob wenigstens diese Wochenendz├╝ge wirtschaftlich betrieben werden k├Ânnen. Ob das st├Ąndige Hin und Her aus Liniener├Âffnung und -einstellung f├Ârderlich ist und ob gerade einmal sechs Wochenenden im ausflugsarmen Winter ausreichen, um ausreichend Fahrg├Ąste f├╝r eine neue Verbindung zu gewinnen, muss abgewartet werden.

Sie streiken, sie streiken nicht, sie streiken ...
Sonntag, 10. Mai 2015

Seit Tagen hing die Streikgefahr wie eine drohende Gewitterwolke ├╝ber der Stadt: die Dienstleistungsgewerkschaft verdi k├╝ndigte Streiks ihrer Mitglieder im ├Âffentlichen Nahverkehr Brandenburgs an. Zwei Warnstreiks, am 25. Februar und am 24. M├Ąrz, hatte es in Frankfurt bereits gegeben. Ab dem 28. April sollte der Nahverkehr erneut und diesmal dauerhaft ruhen. Dass ausgerechnet an diesem Tag Brandenburgs Sch├╝ler ihre Abiturpr├╝fungen schreiben, interessierte die Gewerkschafter nicht.

Die Forderung der Gewerkschaft

verdi fordert eine Lohnerh├Âhung von 120 Euro brutto im Monat. Die Arbeitgeber boten zuletzt ein Plus von 90 Euro in zwei Schritten sowie eine Einmalzahlung von 180 Euro an. Besonders umstritten ist aber eine von verdi geforderte Zusatzleistung nur f├╝r Gewerkschaftsmitglieder, zus├Ątzliches Urlaubsgeld oder zus├Ątzliche Urlaubstage. Die Arbeitgeber weigern sich jedoch, den verdi-Mitgliedern unter den Bus- und Stra├čenbahnfahrern einen weiteren Bonus zu ├╝berweisen und argumentieren, dass nicht die Verkehrsbetriebe und somit die Fahrg├Ąste den Mitgliedsbeitrag f├╝r die Gewerkschaft bezahlen sollten.

Dabei hatte verdi alle Register gezogen, um den Nutzern des Nahverkehrs den Ausfall desselben schmackhaft zu machen. Ein Stra├čenbahnfahrer erkl├Ąrte in der Lokalpresse (Artikel der M├Ąrkischen Oderzeitung), dass ein Berufsanf├Ąnger nur 1.250 Euro Netto im Monat verdient. Weiterhin erkl├Ąrte der Vertreter der Stra├čenbahn- und Busfahrer, dass man f├╝r dieses Geld nicht einmal in einer klimatisierten Fahrerkabine s├Ą├če, mitunter schon nachts um zwei aus den Federn krauchen m├╝sse und man dann noch nicht einmal jedes Weihnachtsfest unterm Christbaum verbringen k├Ânne.

W├╝tende Gewerkschaft

verdi teilt auf ihrer Webseite mit, die StadtverkehrsGmbH Frankfurt (Oder) hat nach der Streikank├╝ndigung ihre Fahrzeuge aus dem Depot an geheime Orte in der Stadt geholt, um einen weitgehend regul├Ąren Verkehr mit Hilfe in- und ausl├Ąndischer Streikbrecher zu gew├Ąhrleisten. Tats├Ąchlich wurden 5 Stra├čenbahnen am geheimen Depot Bachgasse und sieben Busse beim geheimen Busunternehmen Homann abgestellt, denn etwa 30 Fahrer konnten oder wollten sich nicht am Streik beteiligen, und der Verkehrsbetrieb wollte mit diesen wenigen Fahrern und Fahrzeugen wenigstens den Sch├╝lerverkehr absichern. Da hatte allerdings die Gewerkschaft etwas dagegen. Also wurde der Streik durch verdi kurzfristig abgesagt. Busse und Bahnen fuhren am Dienstag leerer als ├╝blich durch die Stadt, denn viele Fahrg├Ąste hatten bereits Fahrgemeinschaften organisiert.

Wann die Gewerkschaft den Verkehr nun tats├Ąchlich lahmlegt, wollte sie nicht mehr verraten. Stattdessen hat sie den Verkehr ohne Vorwarnung am Dienstag, den 28. April gegen 16 Uhr, mitten im Feierabendverkehr, einfach eingestellt. Planm├Ą├čig unterwegs waren nun nur noch die Buslinien 982, 984, 987 und 988. Diese Linien werden von schlechter bezahlten Fahrern eines Subunternehmers gefahren; ├╝brigens ebenfalls ohne klimatisierte Fahrerkabine.

13 Tage Notfahrplan

Im Laufe der Tage organisierte die StadtverkehrsGmbH mit den ihr zur Verf├╝gung stehenden Fahrzeugen und Fahrern einen Notfahrplan. Stra├čenbahnen fuhren etwa alle 30 bis 90 Minuten, bei den Bussen konnte in etwa der Umfang des Sonntagsfahrplans gefahren werden. In den Verhandlungen mit den Arbeitgebern konnte verdi am 8. Mai schlie├člich eine kompromissf├Ąhige Basis f├╝r weitere Verhandlungen erkennen und k├╝ndigte ein Ende der Streikma├čnahmen f├╝r Montag, den 11. Mai an.

Dreizehn neue Stra
Montag, 18. Mai 2015

Tatrawagenparade
Tatrawagenparade

Tatrawagenparade
Tatrawagenparade

Die StadtverkehrsGmbH (SVF) hat am 18. Mai eine europaweite Ausschreibung ├╝ber die Lieferung von 13 neuen Stra├čenbahnwagen gestartet. Die Ausschreibung enth├Ąlt eine Option ├╝ber zwei weitere Wagen, falls die Entwicklung der Fahrgastzahlen das erfordert. Das erste neue Fahrzeug soll sp├Ątestens im Dezember 2017 in Betrieb gehen, die letzten im Jahr 2021. Damit w├╝rden pro Jahr 2 bis 3 neue Triebwagen angeschafft. Sie sollen die vertrauten und langgedienten Tatrawagen vom Typ KT4D (siehe Bild) abl├Âsen, die zwischen 1987 und 1990 beschafft wurden.

Anders als die alten Tatrabahnen werden die neuen Fahrzeuge niederflurig sein, wie schon die zwischen 1993 und 1995 beschafften Niederflurbahnen vom Typ GT6M. Durch die Niederflurtechnik wird es dann keine Stufen mehr geben, die erklimmen muss, wer in die Stra├čenbahn einsteigen m├Âchte. ├ältere Menschen oder Fahrg├Ąste mit Kinderwagen sch├Ątzen die Vorteile einer Niederflurbahn besonders. Anders als bei den bereits vorhandenen Niederflurbahnen k├Ânnte es bei den neuen Fahrzeugen aber Stufen innerhalb der Bahn geben. Gefordert wird nur, dass mindestens 60 % des Fahrzeuginneren stufenlos niederflurig sind. Bis zum Jahr 2022 muss der ├ľffentliche Personennahverkehr (├ľPNV) in Deutschland barrierefrei nutzbar sein.

Die neuen Wagen werden, wie in Frankfurt seit Ende der 1970er Jahre ├╝blich, Einrichtungswagen sein, das hei├čt, sie haben T├╝ren nur auf einer Seite und nur an einem Ende eine Fahrerkabine. Die Fahrzeugbreite betr├Ągt 2,30 Meter und die Wagen sollen ca. 28 Meter lang sein. Die jetzigen Tatrawagen sind nur 18 Meter, die bereits vorhandenen Niederflurbahnen 26,8 Meter lang. W├╝rde man sich tats├Ąchlich f├╝r einen 28 Meter langen Wagen entscheiden, w├Ąre k├╝nftig mehr Platz in den Stra├čenbahnen. Gefordert werden Drehgestell- oder Einzelgelenkwagen mit einer H├Âchstgeschwindigkeit von 70 km/h, eine Mindestlebensdauer von 32 Jahren und sogenannte Au├čenschwenkschiebet├╝ren. Schon bis zum 15. Juni 2015 sollen die Stra├čenbahnhersteller ihre Angebote einreichen. Den Zuschlag erh├Ąlt am Ende das wirtschaftlich g├╝nstigste Angebot in Bezug auf die Kriterien, die in den Ausschreibungsunterlagen, der Aufforderung zur Angebotsabgabe oder zur Verhandlung aufgef├╝hrt sind.

Zwischen Sommer 1987 und Herbst 1990 wurden 34 Tatrawagen nach Frankfurt geliefert, von denen heute noch 18 Wagen vorhanden sind. Nach 30 Jahren im Dauerbetrieb steigen die Kosten f├╝r Wartung und Ersatzteile in einem Ma├če, dass wartungs├Ąrmere Neubaufahrzeuge kosteng├╝nstiger im Betrieb sind. Ein fabrikneuer Niederflurwagen kostet heutzutage um die 2 Mio. Euro. Die letzten Tatrawagen haben 1990 dagegen nur 400.000 DM gekostet. Die zuletzt angeschafften Wagen, acht Niederflurbahnen der Baujahre 1993 bis 1995 bleiben auch nach der Beschaffung neuer Fahrzeuge im Einsatz. Mit ihren 20 Betriebsjahren haben die Bahnen noch rund 10 Jahre Einsatzzeit vor sich.

Die vollst├Ąndige Ausschreibung kann hier als pdf eingesehen werden.

Kowalski und Schmidt pendeln nicht mehr
Dienstag, 1. September 2015

Die beiden Kowalski und Schmidt genannten Personenz├╝ge zwischen Frankfurt und Posen (Poznań) wurden zum 1. September 2015 (erneut) eingestellt. Erst am 8. August 2014 wurden die beiden Verbindungen als Alternative zu den EuroCity-Z├╝gen des Berlin-Warszawa-Express eingerichtet und im Beisein von Politprominenz auf die Jungfernfahrt geschickt. Dadurch verdoppelte sich das Angebot an Regionalz├╝gen zwischen Frankfurt und dem polnischen Reppen (Rzepin).

Bereits zum Jahresende 2014 wurde die Verbindung wieder eingestellt, nur um am 6. Februar 2015 erneut ins Leben gerufen zu werden, diesmal allerdings nur noch von Freitag bis Montag. Mit der Einstellung der Subventionen der polnischen Wojewodschaft Gro├čpolen endet der Verkehr auf der Verbindung zum 31. August 2015 erneut. Von Frankfurt nach Polen verbleiben die beiden Personenz├╝ge nach Zielona G├│ra (Gr├╝nberg/Schlesien) mit Halt in Słubice (Dammvorstadt) und Kunowice (Kunersdorf), sowie die EuroCity des Berlin-Warszawa-Express von Berlin ├╝ber Frankfurt, Reppen, Posen nach Warschau.

Umfangreicher Gleisbau im Oktober
Freitag, 30. Oktober 2015

Gleisbau Lindenstra├če 2015
Gleisbau Lindenstra├če 2015

Gleisbau Lindenstra├če 2015
Gleisbau Lindenstra├če 2015

Die SVF erneuerte fast 30 Jahre alte Gleise in der Lindenstra├če und 20 Jahre alte Weichen an der Kreuzung Bahnhofstra├če / Heilbronner Stra├če. Es gab Pl├Ąne, die Stra├čenbahnstrecke zum Stadion an die Strecke zur Europa-Uni anzubinden. Darum wurde in der Lindenstra├če trotz Langsamfahrstelle von teilweise 20 km/h lange Zeit nicht investiert. Die Pl├Ąne zur ver├Ąnderten Anbindung der Stadionstrecke liegen nun aber auf Eis. Rund eine Million Euro hat die SVF in beide Bauma├čnahmen investiert. Vom 5. bis zum 30. Oktober kam es zu wechselnden Umleitungen und Ersatzverkehren.

Bauma├čnahme Lindenstra├če

Auf rund 150 Metern L├Ąnge wurden Bogen- und gerade Gleise in beiden Fahrtrichtungen im Bereich der Stra├če Am Park ausgetauscht. Die entfernten Gleise stammten noch aus dem Jahr 1986. An genau dieser Stelle h├Ątte die Strecke zum Stadion ihre Route aus dem Jahr 1898 verlassen, w├╝rde man die Anbindung zur Europa-Universit├Ąt realisieren. Die Erneuerung der Gleise zementiert nun allerdings den Status Quo, die Verlegung von der Lindenstra├če durch den Gertraudenpark zur Gartenstra├če ist damit mittelfristig vom Tisch. Zum Ende der Bauarbeiten wurde die 2012 aufgegebene Haltestelle Gertraudenkirche wieder eingerichtet. Ken Wegener hat auf seiner Seite die Bauarbeiten mit Fotos vom Baufortschritt und einer ├ťbersichtskarte » ausf├╝hrlich dokumentiert.

Zwischen Bahnhof und Stadion wurde vom 5. bis zum 30. Oktober ein Ersatzverkehr mit Bussen (EV4) eingerichtet. Die Busse hielten zus├Ątzlich an der Haltestelle Gartenstra├če. F├╝r die Haltestelle Anger wurde eine Ersatzhaltestelle in der Walter-Korsing-Stra├če eingerichtet. Auch die Buslinie 984 hielt zus├Ątzlich in der Gartenstra├če und statt am Anger in der Walter-Korsing-Stra├če. Bis zum Beginn der Bauarbeiten in der Heilbronner Stra├če fuhr die Linie 4 statt zum Stadion zur Uni.

Bauma├čnahme Bahnhofstra├če / Heilbronner Stra├če

Die ├Âstlichen und s├╝dlichen Weichen des Gleisdreiecks an der Kreuzung Bahnhofstra├če / Heilbronner Stra├če sind die am h├Ąufigsten befahrenen im gesamten Streckennetz. Sie wurden im Sommer 1995 letztmalig erneuert und waren inzwischen v├Âllig verschlissen. Vom Bahnhof in die Innenstadt konnte die Stelle zuletzt teilweise nur noch mit 5 km/h befahren werden. Bei der Gelegenheit wurde die stumpf befahrene R├╝ckfallweiche in der ├Âstlichen Heilbronner Stra├če aus dem Kreuzungsbereich heraus gezogen und auf etwa 100 Metern Bogengleise in beiden Fahrtrichtungen erneuert. Nicht erneuert wurde die stumpf befahrene Weiche in der Bahnhofstra├če. Ken Wegener hat auf seiner Seite die Bauarbeiten mit Fotos vom Baufortschritt und einer ├ťbersichtskarte » ausf├╝hrlich dokumentiert.

W├Ąhrend des Austausches der ├Âstlichen Weichen waren die Stra├čenbahnlinien 1, 2 und 3 vom 19. bis 25. Oktober eingestellt. Die Linie 4 fuhr zwischen Markendorf und Neuberesinchen, die Linie 5 zwischen Messegel├Ąnde und Neuberesinchen. Der Montag bis Freitag im Tagesverkehr ├╝bliche 10-Minuten-Takt wurde dabei nur in den Hauptverkehrszeiten angeboten. Vormittags wurde nur im 20-Minuten-Takt gefahren. Die Bauarbeiten wurden allerdings in den Herbstferien durchgef├╝hrt, so dass der reduzierte Takt ausreichte. Ersatzbusse fuhren als EV1 zwischen Bahnhof und Lebuser Vorstadt und Montag bis Freitag von etwa 6:30 bis 8 Uhr und von 14 bis 17 Uhr als EV3 zwischen Bahnhof und Europa-Universit├Ąt. Die Buslinie 982 wurde umgeleitet, die anderen Buslinien fuhren nach Fahrplan.

Vom 26. bis 30. Oktober wurde schlie├člich die Weiche vom Bahnhof zur Innenstadt ausgetauscht. Die Linie 2 konnte bereits wieder zwischen Messegel├Ąnde und Europa-Universit├Ąt fahren, die Linie 1 fuhr ver├Ąndert von der Lebuser Vorstadt zum Messegel├Ąnde, allerdings nur von 6 bis 18 Uhr. Linie 4 fuhr weiterhin von Markendorf nach Neuberesinchen, die Linien 3 und 5 entfielen. Fr├╝hmorgens und ab 18 Uhr fuhr der Ersatzbus EV1 zwischen Neuberesinchen und Lebuser Vorstadt, im Tagesverkehr zwischen Johann-Eichorn-Stra├če (Haltestelle Friedenseck) zur Europa-Universit├Ąt. Auch in der zweiten Woche der Herbstferien in Brandenburg wurde auf der Ersatzlinie EV1 und der Linie 4 nur in den Hauptverkehrszeiten alle 10 Minuten und vormittags nur alle 20 Minuten gefahren.

Wie bei Gleisneubauten ├╝blich, sind alle neuen Gleise gummiummantelt, um Ersch├╝tterungen und L├Ąrmentwicklung beim befahren zu reduzieren. Im Schatten der Bauma├čnahmen wurden Fernw├Ąrmerohre in der Lindenstra├če erneuert, ein Wasserschacht am Zehmeplatz saniert, Schienen an der F├╝rstenberger Stra├če geschliffen, sowie Entw├Ąsserungsk├Ąsten im Gleisbereich gereinigt, gewartet und teilweise erg├Ąnzt. Am 30. Oktober wurden beide Bauma├čnahmen mit erfolgreichen Probefahrten durch einen KT4DM und einen GT6M abgeschlossen.

K
Donnerstag, 12. November 2015

Wagen 205 nach HU im November 2015
Wagen 205 nach HU im November 2015

Wagen 205 nach HU im November 2015
Wagen 205 nach HU im November 2015

Der 1987 gebaute KT4D 205 (1993 modernisiert) erh├Ąlt eine weitere Hauptuntersuchung (HU) und cremefarben-roten Lack. Eigentlich werden seit 2003 alle Fahrzeuge in wei├čgr├╝n aus der gro├čen Inspektion entlassen. Wagen 205 jedoch soll nach der Anschaffung von 13 neuen Niederflurwagen in den Jahren 2018 bis 2022 als einer der letzten KT4DM aus dem Dienst scheiden und danach als historischer Triebwagen erhalten bleiben.

Fahrplanwechsel 2015
Sonntag, 13. Dezember 2015

Am Sonntag, den 13. Dezember 2015 ├Ąnderten sich bei den meisten Verkehrsbetrieben der Region die Fahrpl├Ąne. Gro├če ├änderungen standen nicht ins Haus. Hier und da wurden Abfahrten um einige Minuten verschoben. Einige Haltestellen erhielten neue Namen. Anfang Januar 2016 wurden die Fahrpl├Ąne der Stra├čenbahnlinien und der Buslinie 984 erneut geringf├╝gig angepasst.

Stadtverkehr

Die morgendlichen Ausr├╝ckfahrten der Stra├čenbahnlinien 1 und 5 aus dem Betriebshof beginnen jetzt erst am M├╝hlenweg. Zugestiegen werden kann auch am Betriebshof selbst, die Haltestelle Neuberesinchen wird von den ersten Fahrten am Morgen aber nicht mehr angefahren. Linie 5 erh├Ąlt eine zus├Ątzliche Fahrt um 7:07 ab Neuberesinchen und zur├╝ck um 7:40 Uhr ab Messegel├Ąnde bis Neuberesinchen.

Die Betriebszeit der Stra├čenbahnlinie 3 von und nach Markendorf wird morgens und nachmittags um 20 Minuten verk├╝rzt. Die Fahrten der Buslinie 981, die bisher bereits am Landesbeh├Ârdenzentrum einsetzten, beginnen wie alle anderen Wagen erst an der Kopernikusstra├če. Ab Słubice f├Ąhrt die Buslinie 983 morgens nicht mehr alle 30, sondern alle 25 bis 35 Minuten. Da der Buschm├╝hlenweg vorerst wieder befahrbar ist, kehren die Buslinie 984 sowie der Nachtbus N2 auf ihre eigentliche Strecke zur├╝ck, der Umweg ├╝ber Neuberesinchen entf├Ąllt. Seit 13. Juli waren beide Linien gro├čr├Ąumig umgeleitet worden.

In allerletzter Minute wurde der Fahrplan der Buslinie 982 noch einmal ge├Ąndert. Dadurch passen zwar die Anschl├╝sse von und zum RE1 besser, daf├╝r m├╝ssen bei einigen Fahrten die Halte Am Wildpark und Bahnhof Rosengarten entfallen.

Die abendlichen Schnellkurse zwischen Spitzkrug und Bahnhof werden k├╝nftig nicht mehr als Linie 986 gekennzeichnet, sondern sind nun Teil der Linie 981. Der Grund daf├╝r: im Sommer wird es wieder eine Buslinie 986 zwischen Bahnhof und Helenesee geben, mit Halt am Dresdener Platz und in Neuberesinchen. Letztmalig wurden diese Direktfahrten zwischen der Stadt und dem Erholungsgebiet im Sommer 2007 angeboten.

Die Haltestelle Nuhnenstra├če hei├čt seit dem Fahrplanwechsel Alte Nuhnenstra├če. Die Haltestelle Nussweg wird in Neuberesinchen Bahnhof umbenannt. Die Haltestelle S├╝dring-Center erh├Ąlt den Namen Alexej-Leonow-Stra├če. Aus Technologiepark wird Am Technologiepark. Die Haltestelle vor der ehemaligen Stadthalle hei├čt von nun an Eichwaldweg. Aus Johannes-Kepler-Weg wird Sonnenallee. Die Haltestelle Odersun h├Ârt von nun an auf den handlichen Namen Technologiepark Ostbrandenburg.

Regionalverkehr

Der RegionalExpress RE1 von und nach Berlin wird 2016 von Bauma├čnahmen zwischen Berlin-K├Âpenick und Erkner sowie im Raum F├╝rstenwalde (Spree) beeinflusst. Durch die baubedingte Fahrzeitverl├Ąngerung, enden und beginnen die von und nach Eisenh├╝ttenstadt verkehrenden Z├╝ge bereits in Frankfurt (Oder). Ausgenommen davon sind die bis nach Cottbus fahrenden Z├╝ge. Zur Anbindung von Eisenh├╝ttenstadt f├Ąhrt in den Hauptverkehrszeiten ein Pendelzug ab Frankfurt (Oder), der morgens den Anschluss in Richtung Berlin und nachmittags in Richtung Eisenh├╝ttenstadt herstellt.

Tarif
Freitag, 1. Januar 2016

Zw├Âlf Monate nach der letzten Preiserh├Âhung, steigen auch zum 1. Januar 2016 die Fahrpreise. Um 1,84 % verteuerten sich Brandenburgs Fahrscheine durchschnittlich. Monatskarten blieben im Tarifbereich Frankfurt unver├Ąndert. Der Einzelfahrschein AB verteuerte sich von 1,50 auf 1,60 Euro. Teurer wurden auch Tageskarten und Fahrradfahrscheine.

Weitere Modernisierung der Busflotte
Donnerstag, 21. Januar 2016

Schl├╝ssel├╝bergabe am 21. Januar 2016
Schl├╝ssel├╝bergabe am 21. Januar 2016

Im Januar 2016 wurden vier neue MAN-Erdgasbusse beschafft, die Solobusse 447 und 448 (Typ Lion's City CNG), sowie die Gelenkbusse 544 und 545 (Typ Lion's City G CNG). Offiziell ├╝bergeben wurden die Fahrzeuge mit einer symbolischen Schl├╝ssel├╝bergabe vor dem Frankfurter Rathaus durch einen Vertreter des Herstellers MAN an den Gesch├Ąftsf├╝hrer der Stadtverkehrsgesellschaft (SVF). Das Unternehmen investierte mehr als 1,3 Millionen Euro.

Die Fahrzeuge bieten mehr Platz f├╝r Kinderwagen und Rollst├╝hle, weisen dadurch aber auch einige Sitzpl├Ątze weniger auf. Neu ist eine erweiterte Zielangabe am Heck der Fahrzeuge. Im Gegensatz zu den bisher beschafften Bussen, wird am Heck nicht mehr nur die Liniennummer, sondern auch das Ziel der Fahrt angezeigt.

Seit 2013 hat die SVF damit f├╝nf Gelenk- und f├╝nf Solobusse neu angeschafft. Drei weitere Gelenkbusse sollen 2017 folgen. Parallel dazu wurden seit 2014 f├╝nf Busse general├╝berholt, drei weitere folgen 2016. Die Busflotte der SVF umfasst somit 11 Solo-Erdgasbusse, 16 Gelenk-Erdgasbusse und zwei Midibusse mit Dieselantrieb. Weitere Fahrzeuge werden durch das Subunternehmen Homann im Auftrag der SVF eingesetzt.

Unklarheit
Montag, 14. Mńrz 2016

Seit Monaten ist die Finanzierung dringend ben├Âtigter neuer Stra├čenbahnen f├╝r Frankfurt (Oder) ungekl├Ąrt. Die Stadt appelliert an das Land Brandenburg, es m├Âge sich an den Kosten beteiligen, denn allein k├Ânne Frankfurt die gut 30 Millionen Euro nicht schultern. Die Landesregierung h├Ąlt ihre gezahlten Zusch├╝sse dagegen f├╝r ausreichend. F├╝r alle Brandenburger Stra├čenbahn- und O-Bus-Betriebe zusammen betr├Ągt diese F├Ârderung des Landes 5 Millionen Euro. Doch die reichen gerade einmal zum Erhalt der Infrastruktur. Um auch noch R├╝cklagen f├╝r neue Fahrzeuge zu bilden, langt dieser Betrag nicht. Eine Ann├Ąherung beider Seiten ist derzeit nicht in Sicht.

Frankfurt muss fast 30 Jahre alte Tatrabahnen der Baujahre 1987 bis 1990 durch Neubaufahrzeuge ersetzen. Die alten Wagen haben das Ende ihrer Lebensdauer weitgehend erreicht oder m├╝ssten aufw├Ąndig general├╝berholt werden. Au├čerdem entsprechen sie nicht dem Bundesgesetz, das ab 2022 einen barrierefreien Nahverkehr fordert. Fahrg├Ąste m├╝ssen zwei Stufen erklimmen, um in das Innere der Wagen zu gelangen. F├╝r Rollstuhlfahrer sind sie somit ungeeignet.

Im Mai 2015 hat die Stadtverkehrsgesellschaft (SVF) daher den Kauf von 13 neuen Niederflurbahnen, mit einer Option auf zwei weitere Fahrzeuge, europaweit ausgeschrieben. Beworben haben sich die beiden Hersteller Solaris aus Polen und Skoda aus Tschechien. Gerechnet wird mit einem Preis von 2,5 Millionen Euro pro Stra├čenbahn. Auf die Option zweier weiterer Fahrzeuge wurde inzwischen aus Kostengr├╝nden verzichtet.

Eigentlich sollten von 2017 bis 2021 j├Ąhrlich 2 bis 3 neue Stra├čenbahnen angeschafft werden. Auf diesem Wege k├Ânnte man die alten Tatrabahnen rechtzeitig ersetzen. Ein neues Szenarium sieht vor, dass erst im Jahr 2021 nur sechs neue Wagen gekauft und mehrere Tatrabahnen noch einmal aufw├Ąndig ert├╝chtigt werden. Die letzten sieben Neubaufahrzeuge w├╝rden demnach erst von 2027 bis 2029 angeschafft. Das w├╝rde zwar den akuten Finanzbedarf reduzieren, f├╝hrte aber durch die zus├Ątzlichen Investitionen in die alten Tatrabahnen zu h├Âheren Gesamtkosten. Au├čerdem g├Ąbe es bis 2021 keine Fortschritte auf dem Weg zum barrierefreien Nahverkehr. Dennoch zeichnete sich damals eine Favorisierung dieser Variante ab.

Ebenfalls denkbar w├Ąre, vorhandene Tatrabahnen unter gro├čem finanziellen Aufwand teilniederflurig umzubauen. Die Verkehrsbetriebe Gera, Cottbus und Brandenburg an der Havel sind diesen Weg Anfang der 1990er Jahre gegangen. Ob das bei 30 Jahre alten Fahrzeugen wirtschaftliche Vorteile br├Ąchte, ist ungewiss. Je ├Ąlter ein Fahrzeug, umso h├Âher sind seine Instandhaltungskosten. Neue Bahnen m├╝ssen in der Regel deutlich seltener in die Werkstatt. Auch hier w├╝rde man die Kosten lediglich in die Zukunft verschieben und insgesamt mehr Geld ausgeben.

Auch die M├Âglichkeit, gar keine neuen Stra├čenbahnen anzuschaffen und den Betrieb mittelfristig auf Busse umzustellen, wurde bereits in Erw├Ągung gezogen. Das w├Ąre das Ende der Frankfurter Stra├čenbahn, die seit 1898 zwar Weltkriege, Weltwirtschaftskrisen und kommunistische Gr├Â├čenwahnphantasien ├╝berlebte, im 21. Jahrhundert aber an einem Gesetz zur Barrierefreiheit scheitern k├Ânnte. Diese Idee wurde allerdings am 14. M├Ąrz 2016 in einer Sondersitzung des Verkehrs- und Hauptausschusses der Stadtverordnetenversammlung verworfen.

Vielleicht ist am Ende sogar noch eine Einigung mit dem Land m├Âglich. Brandenburg plant derzeit eine umfassende Strukturreform, in deren Folge Frankfurt seinen Status als kreisfreie Stadt verlieren soll und einem Nachbarlandkreis zugeschlagen w├╝rde. Die Stadt wehrt sich gegen diese Pl├Ąne. W├╝rde sich Frankfurt hier kooperativer zeigen, k├Ânnte sich eventuell auch die Landesregierung bewegen, hei├čt es hinter vorgehaltener Hand.

Am 23. Juni 2016 sollten Frankfurts Stadtverordnete entscheiden, welche Variante der Neubeschaffung man w├Ąhlt. Am 30. September lief das Angebot der beiden Stra├čenbahnhersteller aus. Beide Anbieter haben ihr Angebot danach jedoch noch mehrere Male bis zum 30. Juni 2017 verl├Ąngert. Am 27. April 2017 entschied die Frankfurter Stadtverordnetenversammlung, dass von 2018 bis 2022 dreizehn neue Niederflurwagen f├╝r 34,8 Mio. Euro angeschafft werden sollen.

Umleitung Bus 984 und Nachtbus N2
Montag, 4. April 2016

Jahrzehntealte Gleisreste im Buschm├╝hlenweg
Jahrzehntealte Gleisreste im Buschm├╝hlenweg

Jahrzehntealte Gleisreste im Buschm├╝hlenweg
Jahrzehntealte Gleisreste im Buschm├╝hlenweg

An monatelange Stra├čenbauarbeiten sind die Bewohner des Buschm├╝hlenwegs gew├Âhnt. Dass kein Bus bei ihnen vorbeischaut, kennen sie ebenfalls. Schon im letzten Jahr waren sie vier Monate vom ├Âffentlichen Nahverkehr abgekoppelt. Doch dieses Jahr wird noch eine Schippe nachgelegt, acht Monate lang werden die Buslinie 984 und der damalige Vorort-Nachtbus N2 gro├čr├Ąumig umgeleitet.

Jahrzehntelang wurde am Buschm├╝hlenweg nur das N├Âtigste gemacht, Autofahrer tasteten sich lange von Schlagloch zu Schlagloch. Unter dem Asphalt fand man im letzten Jahr Gleise und Weichen der Stra├čenbahn, die hier seit fast 50 Jahren nicht mehr f├Ąhrt. Daher begann 2015 die grundhafte Sanierung der Nord-S├╝d-Verbindung. Nach dem Ende des Winters geht es nun weiter. Ab 4. April wird der Abschnitt vom Carthausplatz bis zu den Wasserbetrieben (FWA) erneuert.

Bis Dezember entfallen die Bushaltestellen Eichwaldweg (ehemals Stadthalle), Grenzbahnhof und Sch├Âne Aussicht ersatzlos. Auf ihrem Weg zwischen Frankfurt und G├╝ldendorf halten die genannten Linien daf├╝r an den Haltestellen Am Wasserturm, Neuberesinchen Bahnhof und M├╝hlental. In der Lindenstra├če wird die Haltestelle Walter-Korsing-Stra├če die ebenfalls nicht bediente Haltestelle Carthausplatz ersetzen. Durch die Umleitung dauert die Fahrt mit dem Bus 984 zum Helene-See fast 40 statt 30 Minuten. Im Juli und August wird die Stadtverkehrsgesellschaft (SVF) daher nach acht Sommern Pause die Linie 986 Bahnhof - Neuberesinchen - Helene-See wieder einsetzen.

Umbau Haltestelle Magistrale geplant
Montag, 22. August 2016

Haltestellensituation Karl-Marx-Stra├če
Haltestellensituation Karl-Marx-Stra├če

Haltestellensituation Karl-Marx-Stra├če
Haltestellensituation Karl-Marx-Stra├če

Die Stadt plant, in den n├Ąchsten Jahren die Karl-Marx-Stra├če, von Einheimischen auch Magistrale genannt, umfassend zu sanieren. Profitieren sollen auch die Fahrg├Ąste von Bus und Bahn. Dazu wird die Haltestelle Magistrale zu einer kombinierten Stra├čenbahn- und Bushaltestelle f├╝r alle hier verkehrenden Linien des Stadtverkehrs umgestaltet. Die Haltestelle wird stufenlos erreichbar sein. Eigentlich sollte der Umbau bereits 2017 stattfinden, er verz├Âgerte sich aber bis 2019.

Bereits seit dem Jahr 2000 halten Busse und Stra├čenbahnen am Brunnenplatz an einer gemeinsamen Haltestelle in der Stra├čenmitte. N├Ârdlich davon befinden sich die Stra├čenbahnhaltestelle Magistrale und die Bushaltestelle An der Alten Universit├Ąt jedoch nicht am gleichen Ort. Fahrg├Ąste m├╝ssen sich entscheiden, an welcher Station sie warten, obwohl sowohl Tram als auch Bus in Richtung Brunnenplatz, Zentrum, Bahnhof und Dresdener Platz fahren. Wer an der falschen Station steht, sieht nicht selten das andere Verkehrsmittel ohne Halt vorbeifahren. Die Buslinie 983 h├Ąlt an dieser Kreuzung sogar ├╝berhaupt nicht. Wer von Słubice in Frankfurts n├Ârdliche Stadtteile m├Âchte, f├Ąhrt derzeit fast einen halben Kilometer nach S├╝den, steigt am Brunnenplatz um, um dann denselben halben Kilometer wieder nach Norden zur├╝ckzufahren.

Die neue gemeinsame Haltestelle l├Âst all diese Unzul├Ąnglichkeiten. Etwa 130 Meter s├╝dlich der Kreuzung Karl-Marx-Stra├če/Rosa-Luxemburg-Stra├če/Slubicer Stra├če sollen nach dem Umbau die Stra├čenbahnlinie 1, die Buslinien 980, 981, 983 und 985 sowie die Nachtbusse N1 und N2 am gleichen Bahnsteig halten. Laut einem Bericht der M├Ąrkischen Oderzeitung ist die konkrete Gestaltung der Haltestelle noch nicht entschieden. Denkbar sind sowohl Bahnsteige in der Stra├čenmitte, als auch eine sogenannte ├ťberfahrbare Kaphaltestelle. Zwischen den Stra├čenbahngleisen in der Stra├čenmitte und dem Gehweg am Stra├čenrand w├╝rde dazu die Fahrbahn angehoben, so dass ein stufenloser ├ťbergang vom Gehweg zum Einstieg in Bus und Bahn entsteht. Im Frankfurter Netz gibt es diese L├Âsung bisher nicht, in anderen St├Ądten bew├Ąhrt sie sich nunmehr seit Jahrzehnten.

Jenaer Tramino zu Gast in Frankfurt
Dienstag, 13. September 2016

Jenaer Tramino am Kie├člingplatz
Jenaer Tramino am Kie├člingplatz

Jenaer Tramino am Kie├člingplatz
Jenaer Tramino am Kie├člingplatz

In den fr├╝hen Morgenstunden des 13. September ist ein Niederflurwagen der Jenaer Stra├čenbahn in Frankfurt eingetroffen. Frankfurt beabsichtigt den Kauf von 13 neuen Stra├čenbahnen. Auf die europaweite Ausschreibung haben sich zwei Anbieter beworben, darunter der polnische Hersteller Solaris mit seinem Modell Tramino. Stra├čenbahnen dieser Fahrzeugfamilie fahren bereits in Poznań (Posen), Jena, Braunschweig und Olsztyn (Allenstein). Um sich einen Gesamteindruck von diesem Stra├čenbahntyp zu verschaffen und seine Einsatztauglichkeit in Frankfurt zu testen, weilt der Jenaer Tramino mit der Wagennummer 705 (Baujahr 2013) bis zum 19. September f├╝r umfangreiche Probefahrten in der Stadt.

Der Jenaer Wagen ist 29,3 Meter lang, 2,3 Meter breit und d├╝rfte damit dem Solaris-Angebot f├╝r Frankfurt entsprechen. Im Gegensatz zu den in Frankfurt ausgeschriebenen Wagen handelt es sich bei ihm jedoch um einen Zweirichtungswagen mit T├╝ren und F├╝hrerst├Ąnden auf beiden Seiten. Die Jenaer Zweirichtungsvariante hat 61 Sitzpl├Ątze, und vom Hersteller werden 104 Stehpl├Ątze (4 Personen/m²) angegeben. Im Fahrzeuginnern gibt es keine Stufen, die Sitze sind 2+1 angeordnet. Mit vier 90-kW-Motoren kommt der Wagen auf eine H├Âchstgeschwindigkeit von 75 km/h. In Jena sind sowohl die Fahrerkabine als auch der Fahrgastraum klimatisiert.

Das Fahrzeug erreichte Frankfurt auf einem Tieflader und wurde an der Endstelle Messegel├Ąnde eingegleist. Gegen 5 Uhr 30 fuhr es erstmalig selbstst├Ąndig, ohne Fahrg├Ąste, im Verlauf der Linie 2 in die Innenstadt. Weitere Probefahrten fanden am Abend statt. Am Sonnabend, den 17. September war das Fahrzeug auf einem Tag f├╝r die Fahrg├Ąste der Stadtverkehrsgesellschaft zu besichtigen und unternahm Rundfahrten mit Fahrg├Ąsten.

Fahrplanwechsel 2016
Sonntag, 11. Dezember 2016

Am 11. Dezember 2016 wurde der neue Jahresfahrplan 2016/2017 eingef├╝hrt. Gro├če ├änderungen blieben auch in diesem Jahr aus. Auf allen Linien wurden die Fahrzeiten leicht ver├Ąndert, um bestm├Âgliche Anschl├╝sse am Bahnhof von und zum RE1 zu erreichen. Um die Anschl├╝sse an der Haltestelle Zentrum zu verbessern, wurden die Abfahrtzeiten der Stra├čenbahnlinie 2 im 30-Minuten-Takt leicht angepasst. Die 2009 eingef├╝hrten Schnellkurse der Buslinie 981 zwischen dem Gewerbegebiet am Spitzkrug und dem Bahnhof (von 2009-2015 als Linie 986 bezeichnet, seitdem als Linie 981) entfallen. Die Buslinie 983 erh├Ąlt eine zus├Ątzliche Haltestelle Dworzec Autobusowy am Słubicer Busbahnhof. Beendet wurde die Bauma├čnahme Buschm├╝hlenweg, so dass die Buslinie 984 und der Nachtbus N2 wieder auf ihrem gewohnten Linienweg verkehren, die Umleitung ├╝ber Neuberesinchen entf├Ąllt. Der Helenesee wird im Winter durch die Linie 984 ver├Ąndert bedient. Am Wochenende verkehrt in den Wintermonaten jede zweite Fahrt planm├Ą├čig zum Helenesee, die telefonische Anmeldung der Fahrten entf├Ąllt.

Tarif
Sonntag, 1. Januar 2017

Erneut zw├Âlf Monate nach der letzten Preiserh├Âhung, steigen auch zum 1. Januar 2017 die Fahrpreise. Um 0,56 % verteuerten sich Brandenburgs Fahrscheine durchschnittlich. Monatskarten blieben im Tarifbereich Frankfurt unver├Ąndert. Der Einzelfahrschein AB verteuerte sich von 1,60 auf 1,70 Euro. Teurer wurden erneut Tageskarten und Fahrradfahrscheine. Neu ist die 4-Fahrten-Karte f├╝r den Bereich AB zu 6,40 Euro, erm├Ą├čigt 4,40 Euro.

Fahrausweise, bei denen sich der Fahrpreis nicht ge├Ąndert hat, k├Ânnen weiter genutzt werden. Noch nicht entwertete Fahrscheine zum alten Preis sind bis einschlie├člich 14. Januar 2017 g├╝ltig. Bis zum 31. Mai 2017 k├Ânnen Fahrausweise, bei denen der Fahrpreis ge├Ąndert wurde, gegen Zahlung des Differenzbetrages, bei den unternehmenseigenen Verkaufsstellen der Verkehrsunternehmen, bei denen die Fahrausweise erworben wurden, umgetauscht werden. Bei bereits abgeschlossenen Abonnements mit j├Ąhrlicher Abbuchung sowie den Jahreskarten in Barzahlung wird keine Anpassung nachtr├Ąglich erfolgen. Bei Abonnements mit monatlicher Abbuchung wird die monatliche Abbuchungsrate angepasst.

Fahrgastzuwachs Berlin-Warszawa-Express
Sonntag, 16. Juli 2017

Im Zusammenhang mit einer Sonderfahrt der Berliner SPD nach Wrocław (Breslau) berichtet der Berliner Tagesspiegel von Fahrgastzuw├Ąchsen bei den EuroCity-Z├╝gen von Berlin ├╝ber Frankfurt (Oder) nach Polen. So sind die Fahrgastzahlen des viermal t├Ąglich fahrenden Berlin-Warszawa-Express (EC-Linie 95) von Berlin ├╝ber Poznań (Posen) nach Warschau im ersten Halbjahr 2017 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 12 % gestiegen. Der t├Ągliche EuroCity von Berlin ├╝ber Frankfurt und Poznań nach Gdańsk (Danzig) und Gdynia wurde im selben Zeitraum sogar von 18 % mehr Fahrg├Ąsten genutzt.

Erwartet wird jedoch, dass die Nutzerzahlen in Richtung Warschau vor├╝bergehend eine Delle erfahren werden. Grund sind umfangreiche Bauarbeiten im Netz der polnischen Bahn zwischen Poznań und Warschau. Der Berlin-Warszawa-Express wird bis voraussichtlich Juni 2019 ├╝ber Gniezno und s├╝dlich Inowrocław ├╝ber die Magistrala Węglowa umgeleitet, um bei Zamków wieder die Hauptstrecke Poznań - Warschau zu erreichen. Durch den Umweg verl├Ąngert sich die Fahrzeit um etwa eine Stunde.

Br
Montag, 4. September 2017

Herbst in Frankfurt
Herbst in Frankfurt

Herbst in Frankfurt
Herbst in Frankfurt

Die Br├╝cke, auf der im S├╝dwesten der Stadt die Kopernikusstra├če die Stra├čenbahnlinien 3 und 4 ├╝berquert, muss erneuert werden. Seit der Streckenverl├Ąngerung der Stra├čenbahn von der Haltestelle S├╝dring zur Endstation Kopernikusstra├če im Juni 1979, unterquert die Tram die Kopernikusstra├če niveaufrei. Die dazu n├Âtige Br├╝cke wurde zwischen 1976 und 1979 errichtet. Das Betonbauwerk wird abgerissen und durch einen Neubau ersetzt. Die beiden Widerlager der Br├╝cke werden in Teilen abgebrochen und instandgesetzt. Eigentlich h├Ątten die Bauarbeiten in den Sommerferien durchgef├╝hrt werden sollen. Die Stadt hatte den Auftrag jedoch zu sp├Ąt ausgeschrieben und der ausf├╝hrenden Firma den Auftrag erst Ende Juli erteilt.

Auch die Fertigstellung verz├Âgerte sich betr├Ąchtlich. Die Stra├čenbahn sollte ab 15. Oktober wieder fahren, musste jedoch bis zum 1. November pausieren. Jeglicher Verkehr auf der Kopernikusstra├če sollte ab 15. Dezember wieder rollen, letztendlich konnte der Bau erst ein halbes Jahr sp├Ąter am 8. Juni 2018 abgenommen werden.

Die Stra├čenbahnlinien 3 und 4 fuhren bis 1. November im Ersatzverkehr mit Bussen als EV3 vom Landesbeh├Ârdenzentrum zur Europa-Universit├Ąt (in den Hauptverkehrszeiten ab Markendorf) und EV4 Markendorf - Stadion. Die Haltestellen Astronergy Solarmodule, Gartenstadt und Kopernikusstra├če wurden von den Ersatzverkehrsbussen nicht bedient. Stattdessen wurde die Haltestelle Landesbeh├Ârdenzentrum angefahren. EV3 hielt ebenfalls nicht am Oderturm und an der Gartenstra├če. Ab 2. November fuhren die Stra├čenbahnen wieder zur Kopernikusstra├če und nach Markendorf. Deutlich l├Ąnger dauerten die Einschr├Ąnkungen beim Bus.

Bus 980 hielt bis 8. Juni 2018 nicht an den Haltestellen Landesbeh├Ârdenzentrum und Bremsdorfer Stra├če. Bus 981 fuhr bis 8. Juni 2018 ab Haltestelle Ziolkowskiallee direkt zur Ersatzhaltestelle Kopernikusstra├če. Bis 1. November wurde eine Reihe von Fahrten weiter ├╝ber die Ersatzhaltestelle Gartenstadt nach Astronergy Solarmodule (und zur├╝ck) gef├╝hrt. Die Haltestellen Landesbeh├Ârdenzentrum und Bremsdorfer Stra├če entfielen. Bus 987: Fahrten Hamburger Stra├če ➜ Kopernikusstra├če ab Haltestelle Alte Nuhnenstra├če direkt zur Haltestelle Kopernikusstra├če, die Haltestellen Landesbeh├Ârdenzentrum und Bremsdorfer Stra├če entfielen. Fahrten Kopernikusstra├če ➜ Hamburger Stra├če sowie Neuberesinchen ➜ Spitzkrug ├╝ber Landesbeh├Ârdenzentrum unver├Ąndert. Fahrten, die von Neuberesinchen zum Spitzkrug nicht ├╝ber Landesbeh├Ârdenzentrum gef├╝hrt werden sowie Fahrten Spitzkrug ➜ Neuberesinchen, hielten statt am S├╝dring an den Haltestellen Alexej-Leonow-Stra├če und Ziolkowskiallee. Nachtbus N1 fuhr ab Haltestelle Baumschulenweg ├╝ber die Ersatzhaltestelle Alexej-Leonow-Stra├če direkt zur Haltestelle Kr├Ąuterweg. Die Haltestellen Ziolkowskiallee und S├╝dring entfielen.

Die Baufahrpl├Ąne sind in diesem Fahrplanblatt im pdf-Format zusammengefasst.

Abriss Stra
Montag, 27. November 2017

An der Autobahn
An der Autobahn

An der Autobahn
An der Autobahn

Ab Montag, den 27. November 2017 ist die Stra├čenbahnstrecke von der Kopernikusstra├če bis Markendorf gesperrt. Grund ist der Abriss und Neubau der Stra├čenbahnbr├╝cke ├╝ber die Autobahn A12 Berlin ÔÇô Frankfurt (Oder) (ÔÇô Warszawa) zwischen den Haltestellen Astronergy Solarmodule und Technologiepark. Die Br├╝cke wurde 1986 gebaut, leidete aber so stark an Betonkrebs, dass sie in den folgenden 12 Monaten durch einen Neubau ersetzt werden muss. Der Betonkrebs, wie die Alkali-Kiesels├Ąure-Reaktion im Beton allgemein genannt wird, hatte die Fundamente der Widerlager und des Pfostens, der die Br├╝cke in der Mitte st├╝tzte, zerfressen. Vom 9. bis 11. Dezember 2017 wurden die ├ťberbauten der erst 31 Jahre alten Br├╝cke w├Ąhrend einer Autobahnsperrung entfernt.

Sowohl Linie 3, als auch Linie 4 der Stra├čenbahn enden bis Dezember 2018 statt in Markendorf schon an der Kopernikusstra├če. Zwischen den Haltestellen Astronergy Solarmodule und Markendorf f├Ąhrt f├╝r ein Jahr die Ersatzbuslinie EV4. Weil die Sanierung der Stra├čenbr├╝cke ├╝ber die Stra├čenbahn an der Kopernikusstra├če entgegen der urspr├╝nglichen Planung noch nicht abgeschlossen ist, f├Ąhrt der Ersatzbus EV4 zun├Ąchst folgende Route: Markendorf ÔÇô Fuchsweg ÔÇô Klinikum ÔÇô Markendorf, Siedlung ÔÇô Am Technologiepark ÔÇô Landesbeh├Ârdenzentrum ÔÇô S├╝dring (Umstieg zu den Stra├čenbahn-Linien 3 und 4) ÔÇô Alexej-Leonow-Stra├če ÔÇô Ziolkowskiallee ÔÇô Kopernikusstra├če ÔÇô Gartenstadt ÔÇô Astronergy Solarmodule. Ab 27. November 2017 fahren die folgenden Linien auf ver├Ąnderten Routen:

Stra├čenbahn ab 27.11.2017
Linie 3 Kopernikusstra├če - Friedhof - Bahnhof - Zentrum - Europa-Universit├Ąt
(nur Mo-Fr 6-17:30 Uhr)
Linie 4 Kopernikusstra├če - Friedhof - Bahnhof - Zentrum - Stadion
Ersatzverkehr ab 27.11.2017
Linie EV4 Markendorf - Kopernikusstra├če - Astronergy Solarmodule

Fahrplanwechsel 2017
Sonntag, 10. Dezember 2017

Bald nur noch in der Hauptverkehrszeit: Linie 5
Bald nur noch in der Hauptverkehrszeit: Linie 5

Bald nur noch in der Hauptverkehrszeit: Linie 5
Bald nur noch in der Hauptverkehrszeit: Linie 5

Das Nahverkehrsangebot der Stadt wird zum 10. Dezember den ver├Ąnderten Verkehrsbed├╝rfnissen angepasst. Stra├čenbahn- und Buslinien erhalten neue Fahrpl├Ąne, manche neue Linienf├╝hrungen. Die Buslinie 985 wird eingestellt. Nach Markendorf rollen ein Jahr lang Busse statt Stra├čenbahnen. Die Bushaltestellen Seefichten, Grubenstra├če und Mozartstra├če werden nicht mehr bedient. Auch der Nachtverkehr in die Vororte wird eingestellt. Die Stadtverkehrsgesellschaft hat die umfangreichen ├änderungen fr├╝hzeitig kommuniziert und die neuen Fahrpl├Ąne schon Wochen vor dem Fahrplanwechsel ver├Âffentlicht.

Stra├čenbahn

Wegen Erneuerung der Stra├čenbahnbr├╝cke ├╝ber die Autobahn A12 wird der Abschnitt Markendorf ÔÇô Kopernikusstra├če ein Jahr lang mit Bussen im Ersatzverkehr bedient. Die Linien 1 (Neuberesinchen ÔÇô Lebuser Vorstadt) und 4 (Markendorf ÔÇô Stadion) tauschen ihre innerst├Ądtischen Endpunkte. So f├Ąhrt die Linie 1 k├╝nftig, wie schon einmal von 1981 bis 1983, zwischen Neuberesinchen und Stadion. Die Linie 4 wird dagegen zwischen Kopernikusstra├če und Lebuser Vorstadt eingesetzt. Auch diese Relation wurde bereits fr├╝her angeboten, (mit Unterbrechungen) von 1971 bis 2000 als Linie 3. Linie 5 (Messegel├Ąnde - Neuberesinchen) wird nur noch in den Spitzenstunden (Montag bis Freitag von 6:30 bis 9 Uhr und von 16 bis 17:30 Uhr) bedient. 1982 ging die Linie 5 als Linie f├╝r die Hauptverkehrszeiten in Betrieb, fuhr seit 1994 aber Montag bis Freitag den ganzen Tag ├╝ber.

Zwischen den Hauptverkehrszeiten f├Ąhrt ins Wohngebiet Neuberesinchen damit nur noch alle 20 Minuten eine Stra├čenbahn. Mit einem derart d├╝nnen Angebot mussten sich die Stadtteilbewohner letztmalig 1981 zufriedengeben. Tats├Ąchlich d├╝rften sich die Einwohnerzahlen von Neuberesinchen damals etwa auf dem heutigen Niveau befunden haben. Kurz vor dem Ende der DDR wohnten hier einmal 23.000 Menschen, heute sind es noch etwa 5.000. Allein in den letzten 10 Jahren ging das Fahrgastaufkommen nach Neuberesinchen um die H├Ąlfte zur├╝ck. Eine Reduzierung des Angebots ist dann leider die logische Folge. Um dem nachfragestarken Ast zum Messegel├Ąnde das gleiche Schicksal zu ersparen, wird die Linie 2 (Messegel├Ąnde ÔÇô Europa-Universit├Ąt) in den Zeiten in denen k├╝nftig keine Linie 5 mehr f├Ąhrt, alle 10 Minuten verkehren. Die ├äste zum Messegel├Ąnde, zur Europa-Universit├Ąt und zur Kopernikusstra├če sind damit die einzigen, die werktags noch ganzt├Ągig zweimal pro 20 Minuten bedient werden.

Stadtbus

Die Bus-Hauptachse Kopernikusstra├če ÔÇô Zentrum ÔÇô Hansaviertel erf├Ąhrt eine Neuordnung. Die Linie 980 erh├Ąlt eine neue Linienf├╝hrung und f├Ąhrt nur noch alle 60 Minuten (abends, Sonnabend ab 16 Uhr, Sonntag ganzt├Ągig nur alle 2 Stunden). Daf├╝r wird die Linie 981 (Kopernikusstra├če ÔÇô Spitzkrug / Boo├čen) zwischen Kopernikusstra├če und Bahnhof Montag bis Freitag von 6 bis 18 Uhr alle 10 statt bisher alle 20 Minuten fahren. Zwischen Bahnhof und Hansaviertel bilden beide Linien gemeinsam Montag bis Freitag von 6 bis 18 Uhr ebenfalls einen 10-Minuten-Takt, danach bis 20 Uhr und Sonnabend von 9 bis 16 Uhr einen 20-Minuten-Takt, zu allen anderen Zeiten einen 30-Minuten-Takt. Die Hauptverkehrszeiten-Linie 985 entf├Ąllt. Seit den 1970-er Jahren hatte sie zun├Ąchst als Linie G, sp├Ąter als 985, die Linien 980 und 981 verst├Ąrkt. Frankfurts ├Ąlteste Buslinie, von 1929 bis 1998 als Linie A bezeichnet, seitdem Linie 980, f├Ąhrt k├╝nftig vom Bahnhof ├╝ber Hansastra├če, Klingetal und Nuhnenstra├če zur Kopernikusstra├če. Die Haltestellen Seefichten, Grubenstra├če, Mozartstra├če und Birnbaumsm├╝hle entfallen. Stattdessen werden die Stationen Erlengrund, Heinrich-Heine-Stra├če und Schubertstra├če angefahren. Auch der Abschnitt Messegel├Ąnde ÔÇô Rosengarten wird von dieser Linie nicht mehr bedient, hier verleibt der Bus 982 (Bahnhof ÔÇô Markendorf) als einziges Angebot.

Linie 982 f├Ąhrt k├╝nftig Montag bis Freitag im Tagesverkehr im Stundentakt, am Wochenende und abends alle 2 Stunden. Statt bisher gegen 18:30 Uhr endet der Einsatz der Linie nun gegen 21:30 Uhr. Linie 983 (Bahnhof ÔÇô Słubice) verzichtet k├╝nftig auf ihre Pause am Plac Bohater├│w und f├Ąhrt stattdessen sofort zur├╝ck zum Frankfurter Bahnhof. Dadurch sind alle Słubicer Haltestellen ohne Wartezeit am Endpunkt in beiden Richtungen mit Frankfurt verbunden. Eine lange geforderte Verbesserung wird damit umgesetzt. Als Endpunkt in Słubice wird k├╝nftig der Busbahnhof (Dworzec Autobusowy) angegeben. Linie 984 (Bahnhof ÔÇô Lossow / Helenesee) bleibt unver├Ąndert. Auch Linie 986 wird in den Monaten Juli und August wieder zwischen Bahnhof und Helenesee verkehren. Linie 987 (Spitzkrug ÔÇô Neuberesinchen) verliert ihre Zusatzfahrten zwischen Kopernikusstra├če und Hamburger Stra├če, f├Ąhrt k├╝nftig daf├╝r aber regelm├Ą├čiger auf der gesamten Strecke. Statt gegen 20 Uhr f├Ąhrt hier der letzte Bus aber schon gegen 17 Uhr.

Nachtbus

Eingestellt wird die N2 genannte Rundfahrt ├╝ber die Ortsteile in den Morgenstunden der Wochenenden. Dadurch wird diese Liniennummer frei und k├╝nftig vom S├╝dkurs der Linie N1 verwendet. Als Linie N1 fahren dann die Nachtbusse vom Bahnhof ├╝ber Hansaviertel, Klingetal und August-Bebel-Stra├če zur├╝ck zum Bahnhof. Linie N2 werden ab dem Fahrplanwechsel die Nachtbusse vom Bahnhof ├╝ber Baumschulenweg, S├╝dring und Neuberesinchen zum Bahnhof genannt.

Stra├čenbahn ab 10.12.2017
Linie 1 Neuberesinchen - Bahnhof - Zentrum - Stadion
 
Linie 2 Messegel├Ąnde - Gerhart-Hauptmann-Stra├če - Zentrum - Europa-Universit├Ąt
 
Linie 3 Kopernikusstra├če - Friedhof - Bahnhof - Zentrum - Europa-Universit├Ąt
(nur Montag-Freitag 6-17:30 Uhr)
Linie 4 Kopernikusstra├če - Friedhof - Bahnhof - Zentrum - Lebuser Vorstadt
 
Linie 5 Messegel├Ąnde - Gerhart-Hauptmann-Stra├če - Bahnhof - Neuberesinchen
(nur Montag-Freitag 6-9 und 16-17:30 Uhr)
Stadtbus ab 10.12.2017
Linie EV4 Markendorf - Klinikum - Kopernikusstra├če - Astronergy Solarmodule
(Ersatzverkehr Tram 4)
Linie 980 Bahnhof - Zentrum - Lenn├ęstra├če - Hamburger Stra├če - Klingetal - Heinrich-Heine-Stra├če - Am Messegel├Ąnde - Kopernikusstra├če
Linie 981 Kopernikusstra├če - Baumschulenweg - Bahnhof - Zentrum - Prager Stra├če - Hamburger Stra├če - Spitzkrug (- Boo├čen)
(Spitzkrug - Boo├čen nur bis 21 Uhr)
Linie 982 Bahnhof - Messegel├Ąnde - Rosengarten - Lichtenberg - Markendorf
(nur bis 21 Uhr)
Linie 983 Bahnhof - Zentrum - Słubice - Zentrum - Bahnhof
(Montag-Freitag 8:30-13:30 Uhr ├╝ber Europa-Universit├Ąt)
Linie 984 Bahnhof - Zentrum - G├╝ldendorf - Lossow (- Helenesee)
(nur bis 19:30 Uhr, im Sommer bis Helenesee, im Winter Einzelfahrten zum Helenesee)
Linie 986 Bahnhof - Neuberesinchen - Helenesee
(nur Juli/August 8-20 Uhr)
Linie 987 Neuberesinchen - Friedhof - (Kopernikusstra├če) - Am Messegel├Ąnde - Prager Stra├če - Lenn├ęstra├če - Spitzkrug
(nur Montag-Freitag 5-17 und Sonnabend 8-16 Uhr)
Linie N1 Bahnhof - Zentrum - Prager Stra├če - Klingetal - Gerhart-Hauptmann-Stra├če - Bahnhof
(Nachtlinie, Sonntag-Donnerstag 23-4, Freitag/Sonnabend 23-7 Uhr)
Linie N2 Bahnhof - Baumschulenweg - Friedhof - Neuberesinchen - Bahnhof
(Nachtlinie, Sonntag-Donnerstag 23-4, Freitag/Sonnabend 23-7 Uhr)

Nachfolgend gelistet sind die Taktfolgen der Stra├čenbahn- sowie der Buslinien 980, 981 und 983. Die Stundenangaben in der zweiten Spalte sind als ca.-Angaben zu verstehen.

Montag-Freitag Sonnabend Sonntag
04:30
05:00
05:00
06:00
06:00
08:00
08:00
09:00
09:00
13:30
13:30
16:00
16:00
17:30
17:30
20:00
20:00
22:30
06:30
09:00
09:00
16:00
16:00
22:30
06:30
22:30
1 30' 20' 30' 30' 20' 30' 30'
2 30' 20' 10' 20' 30' 30' 20' 30' 30'
3 - 20' - - -
4 30' 20' 30' 30' 20' 30' 30'
5 - 20' - 20' - - -
EV4 30' 20' 10' 20' 10' 20' 30' 30' 20' 30' 30'
980 - 60' 120' 120' 60' 120' 120'
981 30' 20' 10' 20' 30' 30' 20' 30' 30'
983 - 30' 60' 60' 60'

Korrekturen am neuen Fahrplan
Montag, 15. Januar 2018

Der Fahrplanwechsel am 10.12.2017 brachte ÔÇô erstmals seit Jahren ÔÇô umfangreiche ├änderungen bei Bus und Bahn. Das Angebot wurde ├╝bersichtlicher gestaltet. Die zuletzt nur noch wenige Male am Tag fahrende Buslinie 985 wurde abgeschafft, die Linien 1 und 4 tauschten ihren innerst├Ądtischen Endpunkt, die Buslinie 980 f├Ąhrt seitdem seltener, aber immerhin endlich in einem sauberen Takt. F├╝r manche Fahrg├Ąste bedeuten die ├änderungen eine Verbesserung, andere m├╝ssen sich neu orientieren oder teils auch Verschlechterungen hinnehmen.

Um die Zahl der ÔÇ×VerliererÔÇť zu reduzieren, korrigiert die Stadtverkehrsgesellschaft einige Fahrpl├Ąne. Schon zum 18.12.2017 wurden Anpassungen auf den Buslinien 981, 982, 984, 987 und den Nachtbussen N1 und N2 vorgenommen. Ab dem 15. Januar sind weitere kleine ├änderungen auf den Linien 1, 981, 984 und 987 wirksam. Insbesondere die Bewohner des Stadtteils Klingetal klagen ├╝ber ein reduziertes Fahrtenangebot. Mit den ├änderungen kam der Verkehrsbetrieb ihnen nun entgegen.

Brandenburgs Meterspurbetriebe schreiben Stra
Mittwoch, 13. Juni 2018

Die Verkehrsbetriebe Brandenburg an der Havel, Cottbus und Frankfurt (Oder) haben 24 Niederflur-Stra├čenbahnfahrzeuge, mit einer Option ├╝ber 21 weitere Wagen, ausgeschrieben. Die Bahnen sollen einen Niederfluranteil von mindestens 70 % aufweisen. 13 Fahrzeuge sind f├╝r Frankfurt vorgesehen, sieben f├╝r Cottbus (mit Option f├╝r 13 weitere Wagen) und vier f├╝r Brandenburg (Option f├╝r acht weitere). Um die Beschaffung m├Âglichst effizient zu gestalten, haben sich die Auftraggeber dazu entschieden, ein gemeinsames Vergabeverfahren durchzuf├╝hren. Die Auftraggeber bleiben dabei jeweils f├╝r ihren eigenen Beschaffungsbedarf verantwortlich. Es werden 3 separate Auftr├Ąge vergeben; die zu schlie├čenden Vertr├Ąge sind weitestgehend einheitlich, k├Ânnen sich aber in einzelnen Details unterscheiden.

Die Bestellung hat eine lange Vorgeschichte. Schon in den 1990er Jahren gab es erste Pl├Ąne, dass die Brandenburger Betriebe mit 1.000 mm Spurweite gemeinsam neue Stra├čenbahnen beschaffen. Eine Einigung konnte damals nicht erzielt werden. Auch in den letzten Jahren sollen gemeinsame Bestellabsichten vorhanden gewesen sein. Doch keiner der drei Betriebe hat die Finanzierung l├Âsen k├Ânnen. Zuletzt preschte der Frankfurter Verkehrsbetrieb vor und schrieb 2015 f├╝nfzehn Niederflurbahnen aus. Zu einer Bestellung konnte man sich nicht durchringen, weil man auf finanzielle Unterst├╝tzung durch das Land Brandenburg hoffte. Im Herbst 2017 zogen die beiden einzigen Bewerber Solaris (Polen) und Skoda (Tschechien) ihre Angebote nach etwa zwei Jahren Warten auf die Bestellung zur├╝ck.

Erst Ende 2017 hatte das Land entschieden, bis 2022 insgesamt 48 Millionen Euro Zusch├╝sse f├╝r die F├Ârderung der Barrierefreiheit im ├Âffentlichen Nahverkehr und f├╝r neue Stra├čenbahnen in Brandenburg bereitstellen zu wollen. Die Anschaffungskosten der 13 Wagen f├╝r die Stadtverkehrsgesellschaft Frankfurt (SVF) belaufen sich auf mindestens 32 Millionen Euro, die gr├Â├čtenteils kreditfinanziert werden sollen. Daf├╝r hatten die Stadtverordneten mit einem Beschluss im April 2017 den Weg frei gemacht. Das Land gibt als F├Ârderung rund 7 Millionen Euro verteilt auf mehrere Jahre dazu. Anfang 2021 werden die ersten Wagen in Frankfurt erwartet. Die Fahrzeuge sollen bis 31.12.2026 geliefert sein.

Die Auftragsbekanntmachung zur Ausschreibung kann hier im pdf-Format eingesehen werden.

Stra
Donnerstag, 18. Oktober 2018

Tatra-Doppel 222 und 221 am Bahnhof
Tatra-Doppel 222 und 221 am Bahnhof

Tatra-Doppel 222 und 221 am Bahnhof
Tatra-Doppel 222 und 221 am Bahnhof

Am 9. September 2018 ereignete sich bei der Stra├čenbahn Cottbus ein Auffahrunfall, bei dem zwei Tatrawagen teilweise erheblich besch├Ądigt wurden. Weil auch in Cottbus Neufahrzeuge noch einige Jahre auf sich warten lassen, m├╝ssen beide Fahrzeuge instand gesetzt werden. Rahmenteile f├╝r die verunfallten Wagen (Cottbuser Tw 140 und 147) werden vom Frankfurter KT4DM 222 verwendet.

Im Dezember 1987 wurde der KT4D 222 mit der Eisenbahn aus der tschechoslowakischen Hauptstadt Prag angeliefert. Er geh├Ârte zur ersten Serie von 22 Tatrabahnen, die Frankfurt 1987 erhielt. Seine ersten Eins├Ątze hatte er im Jahr 1988. 1994 wurde Triebwagen 222 einer Modernisierung unterzogen. Am 1. Februar 2012 wurde er abgestellt und fortan zur Ersatzteilbeschaffung f├╝r andere Tatrawagen ausgeschlachtet. Die Reste des Fahrzeugs wurden am 18. Oktober 2018 per Tieflader nach Cottbus gebracht, wo sie f├╝r den Wiederaufbau der verungl├╝ckten Cottbuser Wagen verwendet werden. Damit verbleiben 17 (von einst 34) Tatrawagen in Frankfurt, 15 davon sind einsetzbar, zwei weitere Wagen seit Jahren abgestellt.

Schon einmal zuvor konnte ein jahrelang abgestellter und weitestgehend ausgeschlachteter Frankfurter KT4D f├╝r den Wiederaufbau eines Unfallwagens in einer anderen Stadt verwendet werden. Ende 2002 ging der KT4D-Tw 234 (Baujahr 1990, abgestellt 1997) nach Prag, wo mithilfe Frankfurter Wagenteile der verunfallte Geraer Triebwagen 362 wieder aufgebaut werden konnte. Dessen Wagenkasten hatte sich bei einem Unfall verzogen.

Fahrplanwechsel 2018
Sonntag, 9. Dezember 2018

Am zweiten Sonntag im Dezember ist Fahrplanwechsel f├╝r Busse und Bahnen. Anders als im Vorjahr bleiben alle Linienwege unver├Ąndert. Ver├Ąnderungen ergeben sich bei Abfahrtszeiten und teilweise bei den Betriebszeiten. Noch vor einem Jahr war die Rede davon, dass die Stra├čenbahnlinie 5 eingestellt werden k├Ânnte. Dieser Plan ist inzwischen vom Tisch, stattdessen ist die Linie 5 wieder etwas l├Ąnger im Einsatz. Durch zus├Ątzliche Fahrten der Buslinie 980 verbessert sich die Anbindung des Klingetals wieder. Vor einem Jahr wurde der Takt dort von alle 20 bis 60 Minuten auf einen generellen Stundentakt, abends gar nur alle 2 Stunden, ausged├╝nnt. Zum ersten Mal seit vielen Jahren wird in den Sommerferien auch auf den Hauptstrecken nur noch im 20-Minuten-Verkehr gefahren.

Stra├čenbahn

An der Haltestelle Zentrum treffen sich fast alle Stra├čenbahn- und Buslinien der Stadt. Dadurch geht es dort mitunter eng zu. Die Stadtverkehrsgesellschaft verlegt nun den Korrespondenzhalt der Stra├čenbahnlinien 1 und 4 vom Zentrum zum Dresdener Platz, und hofft so, die Situation im Zentrum zu entzerren.

Der Neubau der Stra├čenbahnbr├╝cke ├╝ber die Autobahn A12 Berlin ÔÇô Warschau wurde rechtzeitig abgeschlossen. Der Ersatzverkehr EV4 kann zum Fahrplanwechsel entfallen, die Stra├čenbahnlinien 3 und 4 fahren wieder nach Markendorf.

Linie 5 (Messegel├Ąnde ÔÇô Neuberesinchen) f├Ąhrt Montag bis Freitag von 6:30 bis 9 Uhr und von 13:30 bis 17:30 Uhr (bisher 6:30 bis 9 Uhr und von 16 bis 17:30 Uhr) und damit am Nachmittag wieder deutlich l├Ąnger als bisher. Der 10-Minuten-Takt der Linie 2 endet damit bereits gegen 13:30 statt 16 Uhr. In den Sommerferien wird die Linie 5, ebenso wie Linie 3, nicht eingesetzt. Auch die Linie 2 f├Ąhrt in den Sommerferien nur alle 20 Minuten.

Stadtbus

Die Buslinie 980 (Bahnhof ÔÇô Kopernikusstra├če) wird Montag bis Freitag von etwa 6:30 bis 8:30 Uhr und von etwa 13 bis 16:30 Uhr alle 30 statt 60 Minuten fahren. Diese Zusatzfahrten entfallen allerdings in den Sommerferien. Im Dezember 2017 wurde diese Linie auf einen reinen Stundentakt (abends und sonntags alle 2 Stunden) umgestellt. Diese K├╝rzung fiel jedoch etwas zu radikal aus und f├╝hrte zu zahlreichen Beschwerden. Die Buslinie 981 f├Ąhrt dadurch etwas seltener ├╝ber Prager Stra├če Richtung Spitzkrug.

Buslinie 983 (Bahnhof ÔÇô Słubice) h├Ąlt zu ver├Ąnderten Zeiten an der Europa-Universit├Ąt. Wenig kundenfreundlich ist eine 60-Minuten-L├╝cke im morgendlichen Berufsverkehr, in dem bisher alle 25 bis 35 Minuten gefahren wurde.

Nur noch alle zwei Stunden statt bisher alle 75-90 Minuten kommt an Sonnabenden die Buslinie 987 (Neuberesinchen ÔÇô Spitzkrug).

Eisenbahn

Nach Beendigung der Bauarbeiten im Abschnitt Berlin-K├Âpenick ÔÇô Erkner entfallen die baubedingten Fahrplananpassungen. In Richtung Eisenh├╝ttenstadt entf├Ąllt f├╝r den RE1 der durch Bauarbeiten bedingte Umstieg in Frankfurt, so dass die Direktverbindung Eisenh├╝ttenstadt ÔÇô Berlin ÔÇô Brandenburg wieder m├Âglich ist. Zwischen Frankfurt (Oder) und Beeskow wird der Stundentakt der RB36 am Wochenende neu ganzj├Ąhrig angeboten, statt wie bisher au├čerhalb der Saison nur ein Zweistundentakt. Die RegionalBahn-Linie RB91 f├Ąhrt dreimal statt zweimal t├Ąglich zwischen Zielona G├│ra (Gr├╝nberg/Schlesien) und Frankfurt. Neu ist ein Nachtzug von Berlin-Charlottenburg ├╝ber Frankfurt (Oder) und Wrocław (Breslau) nach Wien Hbf. Dieser Zug verl├Ąsst Frankfurt am Abend um 19:45 Uhr und erreicht Wien um 7:00 Uhr. Der Gegenzug verl├Ąsst den Wiener Hauptbahnhof um 22:10 Uhr und trifft in Frankfurt um 8:12 Uhr ein.

Das neue Fahrplanheft, g├╝ltig ab 9. Dezember 2018, kann hier als pdf (ca. 5,9 MB) heruntergeladen werden. Die Linienfahrpl├Ąne sind auf den Seiten der einzelnen Linien auffindbar. Dorthin gelangt ihr ├╝ber die Seite Fahrplandownload.

Fahrzeugzu- und abg
2018

KT4D 222 + 221 im August 1988
KT4D 222 + 221 im August 1988

KT4D 222 + 221 im August 1988
KT4D 222 + 221 im August 1988

Der bereits 2012 abgestellte Tatra-Triebwagen 222 (Typ KT4D, Baujahr 1987, modernisiert 1994) wurde im Oktober 2018 nach Cottbus abgegeben. Dort ereignete sich zwischen zwei Tatrawagen ein Auffahrunfall. Beide Fahrzeuge wurden dabei so stark besch├Ądigt, dass sie Rahmenteile des Frankfurter Fahrzeugs erhalten mussten. Damit verbleiben noch 17 von einst 34 KT4D in Frankfurt. Zwei der 17 Fahrzeuge (Tw 228 und 229) dienen seit 2014 ebenfalls als Ersatzteilspender.

Wagenpark (Stand 31.12.2018) Anzahl
Vierachsige Triebwagen 16
Sechsachsige Triebwagen 8
Historische Wagen 9
Arbeitswagen 3

Neue und zus
Freitag, 25. Januar 2019

Desiro HC im ODEG-Design (Grafik: VBB)
Desiro HC im ODEG-Design (Grafik: VBB)

Seit mehr als 20 Jahren fahren rote Doppelstockz├╝ge der Deutschen Bahn auf der RegionalExpress-Linie RE1 zwischen Magdeburg und Eisenh├╝ttenstadt. Anf├Ąnglich rollten vier Wagen, sp├Ąter musste ein f├╝nfter erg├Ąnzt werden, denn die Fahrgastzahlen sind erheblich gestiegen. Der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) hat weiter steigende Nutzerzahlen f├╝r die Zukunft errechnet. Deshalb soll der RE1 k├╝nftig h├Ąufiger fahren, und es sollen mehr Sitzpl├Ątze pro Zug angeboten werden. Die Neuausschreibung des RE1 im Rahmen des Netzes Elbe-Spree gewann die Ostdeutsche Eisenbahn ODEG.

Neue Elektrotriebz├╝ge

Ab Dezember 2022 wird die ODEG, die im Frankfurter Raum bisher nur RegionalBahnen mit Dieseltriebwagen betrieben hat, 21 sechsteilige-Elektrotriebwagen des Typs Desiro HC (HC f├╝r High Capacity, dt. hohe Kapazit├Ąt) von Siemens auf dem RE1 einsetzen. Ein solcher Triebzug besteht aus zwei einst├Âckigen, motorisierten Endwagen und vier doppelst├Âckigen, nicht angetriebenen Mittelwagen. Die H├Âchstgeschwindigkeit des klimatisierten Zuges betr├Ągt 160 km/h. Er bietet 637 Sitzpl├Ątze ÔÇô 600 waren f├╝r die Hauptverkehrszeiten in der Ausschreibung gefordert. Bildschirme werden au├čen und innen anzeigen, wo es im Zug noch freie Pl├Ątze gibt. Auch die VBB-App soll diese Information dann anzeigen k├Ânnen. Es wird WLAN geben. Ein sechsteiliger Triebzug ist 157,6 m lang und hat neben zwei barrierefrei erreichbaren Toiletten auch Platz f├╝r 49 Fahrr├Ąder. Desiro-HC-Triebz├╝ge sind seit 2018 in Nordrhein-Westfalen im Einsatz und werden ab 2020 auch nach Israel geliefert.

Dritter Zug in Hauptverkehrszeiten

In den Spitzenstunden wird der RE1 ab Dezember 2022 au├čerdem h├Ąufiger fahren. Neben den beiden st├╝ndlichen Z├╝gen (wie bisher bedient ein Zug die Halte zwischen Erkner und F├╝rstenwalde, der andere Zug alle Halte zwischen F├╝rstenwalde und Frankfurt), soll k├╝nftig ein dritter Zug pro Stunde zwischen Brandenburg an der Havel und Frankfurt an der Oder eingesetzt werden. Er wird nur in Brandenburg, Werder und Potsdam Hbf, an allen Stationen in Berlin sowie in Erkner, F├╝rstenwalde und Frankfurt halten. F├╝r die Berliner Stationen sind saubere 20-, 20/40- oder 60-Minuten-Takte angedacht. Weil die einzelnen Z├╝ge unterschiedlich oft halten, werden an den vier Au├čenpunkten der Linie, in Brandenburg, Werder, F├╝rstenwalde und Frankfurt, aber ÔÇ×unsaubereÔÇť Takte erzielt.

Ab Frankfurt soll der RE1 ab Dezember 2022 Montag bis Freitag nach derzeitiger Planung mit diesen Fahrtabst├Ąnden fahren:
4-5 Uhr alle 60 min • 5-9 Uhr alle 9/24/27 min • 9-14 Uhr alle 27/33 min • 14-19 Uhr alle 9/24/27 min • 19-20:30 Uhr alle 27/33 min • 20:30-0:30 Uhr alle 60 min
Ab Berlin sind derzeit folgende Takte geplant:
4-5 Uhr alle 60 min • 5-6 Uhr alle 20/40 min • 6-9 Uhr alle 20 min • 9-14 Uhr alle 20/40 min • 14-19 Uhr alle 20 min • 19-22 Uhr alle 20/40 min • 22-1 Uhr alle 60-80 min

L├Ąngere Z├╝ge ab 2025 m├Âglich

Doch auch ein dritter Zug wird den k├╝nftigen Verkehr nicht schultern k├Ânnen. Allein bis 2030 wird erwartet, dass der RE1 zwischen Erkner und F├╝rstenwalde von 63 % mehr Fahrg├Ąsten genutzt wird, zwischen F├╝rstenwalde und Frankfurt werden 50 % mehr Nutzer erwartet. Daher sollen Bahnsteige entlang der Linie auf 210 Meter verl├Ąngert werden, um hier endlich auch l├Ąngere Z├╝ge einsetzen zu k├Ânnen. In Ostbrandenburg m├╝ssten die Stationen Fangschleuse, Hangelsberg, Berkenbr├╝ck, Briesen, Jacobsdorf, Pilgram und Frankfurt (Oder)-Rosengarten ausgebaut werden. Ende 2019 fiel die Entscheidung zum Ausbau, etwa 30 Millionen Euro wird das kosten. Ab Ende 2025 k├Ânnten dann auch sieben- oder achtteilige Z├╝ge mit bis zu 800 Sitzpl├Ątzen eingesetzt werden.

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ODEG-Faktenblatt zum Netz Elbe-Spree (pdf, ca. 2 MB)

VBB-Pressemitteilung Netz Elbe-Spree im Wettbewerb vergeben

Sieben Busse ausrangiert
Mittwoch, 3. April 2019

Die Frankfurter Stadtverkehrsgesellschaft (SVF) hat ihre letzten Dieselbusse und f├╝nf Gelenk-Erdgasbusse des Baujahrs 2003 ausgemustert. Am 15. Februar 2019 endete nach gut 10 Jahren der Einsatz der beiden Midibusse 441 und 442 vom Typ MAN LionÔÇÖs City M. Beide Fahrzeuge wurden im Dezember 2009 angeschafft. Obwohl seit 2003 nur noch Erdgasbusse angeschafft wurden, waren die beiden Midibusse dieselangetrieben, weil so deutlich Kosten bei der Anschaffung gespart werden konnten. Am 3. April wurden die Wagen verkauft.

Im Dezember 2018 und im Januar 2019 wurden weiterhin die Gelenk-Erdgasbusse 530, 533, 536, 538 und 540 au├čer Betrieb genommen und daraufhin in die Ukraine verkauft. Die Fahrzeuge kamen 2003 nach Frankfurt, ihr Einsatz dauerte hier fast 16 Jahre. Nachdem in den letzten Jahren neue Standard- und Gelenkbusse angeschafft wurden und mit der Fertigstellung der Stra├čenbahnbr├╝cken an der Autobahn und der Kopernikusstra├če nun keine umfangreichen Ersatzverkehre mehr gefahren werden m├╝ssen, ist der Busbestand von zuletzt 21 Gelenkbussen, 12 Standard- und 2 Midibussen (Stand November 2018) nicht mehr in diesem Umfang n├Âtig. Es verbleiben somit 16 Gelenk- und 12 Standardbusse, alle mit Erdgasantrieb, f├╝r den Stadtverkehr.

EuroCity f
Samstag, 11. Mai 2019

Berlin-Warszawa-Express in Warszawa Centralna
Berlin-Warszawa-Express in Warszawa Centralna

Im polnischen Wrocław (Breslau) fand Anfang Mai der 4. Deutsch-Polnische Bahngipfel statt. Dort informierte die polnische Bahn, dass der Berlin-Warszawa-Express ab Dezember h├Ąufiger und schneller fahren wird. Geplant sind zun├Ąchst sechs Z├╝ge pro Tag, statt bisher vier. Im Dezember 2020 k├Ânnten weitere Z├╝ge folgen.

In Warszawa (Warschau) Centralna sollen die Z├╝ge um kurz nach 6, 8, 10, 12, 14 und 17 Uhr abfahren, sowie kurz vor 11, 14, 16, 18, 20 und 22 Uhr ankommen. Im Dezember 2020 k├Ânnte noch ein siebenter Zug hinzukommen. Au├čerdem soll es dann auch einen zus├Ątzlichen EuroCity von Berlin ├╝ber Frankfurt nach Wrocław und Krak├│w (Krakau) geben.

Seit Juni 2017 werden die EuroCity von und nach Warschau wegen Bauarbeiten ├╝ber Gniezno umgeleitet. Dadurch brauchen sie etwa eine Stunde mehr Zeit. Nach Abschluss der Bauarbeiten werden die Z├╝ge zum Fahrplanwechsel beschleunigt. Sie ben├Âtigen dann zwischen Frankfurt und Warschau statt derzeit bis zu f├╝nfeinhalb Stunden nur noch rund 3 Stunden und 45 Minuten. Zwischen Berlin und Warschau sinkt die Fahrzeit auf unter 5 Stunden.

Neue Stra
Montag, 4. November 2019

Bereits 2015 hatte Frankfurt neue Niederflurstra├čenbahnen ausgeschrieben. Weil die Stadt aber auf eine finanzielle Beteiligung des Bundeslandes Brandenburg hoffte, verstrichen die Angebote der beiden damaligen Anbieter Škoda aus Tschechien und Solaris aus Polen. Ende 2017 erkl├Ąrte sich das Land zur Mitfinanzierung bereit. Daraufhin starteten drei Meterspurbetriebe Brandenburgs eine gemeinsame Ausschreibung ├╝ber 24 Fahrzeuge mit einer Option auf weitere 21 Wagen. F├╝r Frankfurt sind 13 neue Stra├čenbahnen vorgesehen. Drei Hersteller legten bis zum Fr├╝hjahr 2019 finale Angebote vor. Die Stra├čenbahnbetriebe Brandenburg an der Havel, Cottbus und Frankfurt (Oder) konnten sich auf einen Anbieter einigen. Doch nun hat ein unterlegener Bieter Widerspruch gegen die Vergabeentscheidung eingelegt. Bis die Vergabekammer Brandenburg den Fall entschieden hat, wird die Stra├čenbahnbestellung warten m├╝ssen. Es wird mit einer mehrmonatigen Verz├Âgerung der Auslieferung gerechnet.

Beworben haben d├╝rfte sich Bombardier mit dem Flexity Classic, ein 29,7 Meter langer Drehgestellwagen, der mit 1.000 Spurweite u.a. in Essen, Halle (Saale) oder Plauen f├Ąhrt. Der baskische Hersteller CAF k├Ânnte den Urbos AXL angeboten haben, ebenfalls ein Drehgestellwagen, 30,9 Meter lang. Wie schon bei der Frankfurter Ausschreibung von 2015 k├Ânnte sich Škoda-Transportation mit dem ForCity Smart beworben haben. Auch der Schienenfahrzeuganbieter Stadler Rail hat mit dem Modell Tango einen passenden Drehgestellwagen f├╝r 1.000 mm Spurweite im Angebot. Das Modell Tramino, mit dem sich der polnische Produzent Solaris 2015 bewarb, wird inzwischen nicht mehr hergestellt. Ein Fahrzeug dieses Typs weilte 2016 bereits zu Probefahrten im Frankfurter Netz. Dazu wurde ein Wagen der Stra├čenbahn Jena vor├╝bergehend nach Frankfurt ├╝berf├╝hrt. Wer sich tats├Ąchlich beworben hat und wer die Vergabeentscheidung nun angefochten hat, wird demn├Ąchst bekanntgegeben.

Frankfurt setzt derzeit 15 nicht-barrierefreie Hochflurwagen vom Typ KT4D der Baujahre 1987-1990, sowie 8 Niederflurwagen vom Typ GT6M der Baujahre 1993-1995 ein. Das Durchschnittsalter Frankfurter Stra├čenbahnen betr├Ągt damit rund 30 Jahre. Bei guter Pflege k├Ânnte eine Tram auch 50 Jahre im Einsatz sein, nach etwa 30 Jahren steigt jedoch der Aufwand f├╝r Unterhalt und Ersatzteile so stark, dass Neubaufahrzeuge insgesamt kosteng├╝nstiger werden.

Haltestelle Magistrale umgebaut
Montag, 11. November 2019

Haltestelle Magistrale vor dem Umbau
Haltestelle Magistrale vor dem Umbau

Haltestelle Magistrale vor dem Umbau
Haltestelle Magistrale vor dem Umbau

Schon 2016 hatte die Stadt Mittel zum Umbau der Karl-Marx-Stra├če beantragt. Die Kosten f├╝r das Bauprojekt liegen bei mehr als 2 Millionen Euro. Sie wurden zu fast 100 Prozent ├╝ber einen Mix aus F├Ârderprogrammen finanziert. Dabei entstand s├╝dlich der Einm├╝ndung der Kleinen Oderstra├če in die Karl-Marx-Stra├če auch eine barrierefreie Stra├čenbahn-/Bushaltestelle. Am 1. April hat der Bau begonnen, am 3. Oktober wurde die neue Haltestelle Magistrale freigegeben.

Die neue Haltestelle wurde als ├╝berfahrbares Haltestellenkap angelegt. Dabei wurde die zwischen Gleis und Gehweg befindliche Fahrbahn angehoben, so dass ein stufenloser ├ťbergang vom Gehweg zum in der Stra├čenmitte haltenden Fahrzeug entsteht. Dass sich Busse und Stra├čenbahnen im Gegenverkehr nicht ber├╝hren, wurden die Gleise auseinandergezogen. Die Haltestelle ist etwa 50 Meter lang. Dadurch k├Ânnen ein Gelenkbus mit 18 Metern L├Ąnge und eine 30 Meter lange Niederflurbahn zum Umsteigen hintereinander halten. Schon 2018 sollte der Umbau erfolgen. Damals ging nur ein Angebot ein, das die Kostenerwartungen so deutlich ├╝bertraf, dass im Januar 2019 eine erneute Ausschreibung erfolgte, diesmal mit Erfolg.

Luftbild Baustelle Stra├čenbahn-Bushaltestelle in der Magistrale 2019
Luftbild Baustelle Stra├čenbahn-Bushaltestelle in der Magistrale 2019

Luftbild Baustelle Stra├čenbahn-Bushaltestelle in der Magistrale 2019
Luftbild Baustelle Stra├čenbahn-Bushaltestelle in der Magistrale 2019

An der kombinierten Stra├čenbahn- und Bushaltestelle halten seit 3. Oktober 2019 die Stra├čenbahnlinie 4, die Stadtbuslinien 980, 981 und 983 und der Nachtbus N1. Die Regionalbuslinien 968, 969 und 970 zogen am 11. November 2019 von ihrer Haltestelle Karl-Marx-Stra├če zur neuen Haltestelle Magistrale. Dadurch verk├╝rzen sich viele Umsteigewege. Denn bisher hielt die Stra├čenbahn mehr als 100 Meter s├╝dlich der Kreuzung Karl-Marx-Stra├če/Rosa-Luxemburg-Stra├če, die Buslinien 980 und 981 hielten direkt in der nordwestlichen Ecke der Kreuzung und die Regionalbuslinien sowie die Buslinie 983 nach Słubice hielten an der Kreuzung ├╝berhaupt nicht. Das war f├╝r Nahverkehrsnutzer un├╝bersichtlich und manchmal ├Ąrgerlich: wer an der falschen Station stand, sah das andere Verkehrsmittel ohne Halt vorbeifahren.

Die Arbeitsgruppe ÔÇ×Barrierefreier ├ľPNVÔÇť der Stadt hat eine Priorit├Ątenliste erarbeitet, welche Haltestellen zuerst stufenlos ausgebaut werden. Bisher ist erst etwa die H├Ąlfte aller Frankfurter Richtungshaltestellen barrierefrei zug├Ąnglich. Die Haltestelle Magistrale steht dabei auf dem ersten Platz (gefolgt von Anger, Topfmarkt/Konzerthalle, Messegel├Ąnde, Kleist Forum, Kantstra├če, Witzlebenstra├če, Westkreuz und den Bushaltestellen am Spitzkrug). Am Anger soll daher im n├Ąchsten Jahr der n├Ąchste barrierefreie Umbau einer Stra├čenbahn-/Bushaltestelle erfolgen.

Vom 1. April bis 24. Juli wurde der ├Âstliche Teil der Stra├če umgebaut, die Fertigstellung war bereits f├╝r Mitte Juni angek├╝ndigt. Gr├╝nde f├╝r die Verz├Âgerung waren laut Stadt Lieferengp├Ąsse bei Baumaterialien sowie ein erh├Âhter Abstimmungsbedarf f├╝r den Tiefbau. Am 24. Juli hatte die Stadt die frisch gepflasterte Fahrbahn in Fahrtrichtung Norden zun├Ąchst freigegeben. Doch nur wenige Tage sp├Ąter wurden bereits erste Gebrauchspuren sichtbar, an einigen Stellen sackten die Steine ab. Anfang September musste die Stadt die Stra├če deshalb wieder sperren lassen, um das Pflaster gegen Asphalt auszutauschen. Urspr├╝nglich von Mitte Juni bis Mitte August sollte der westliche Teil der Stra├če folgen. Der Umbau dieses Teils erfolgte aber erst von Ende Juli bis Oktober.

Die Stra├čenbahnlinie 4 fuhr statt in die Lebuser Vorstadt zum Stadion. Zwischen Bahnhof und Lebuser Vorstadt fuhren Busse im Ersatzverkehr. Die Regionalbuslinien 968, 969 und 970 hielten statt am Topfmarkt/Konzerthalle und am Oderhang an der Lenn├ęstra├če, Beckmannstra├če und Franz-Mehring-Stra├če.

Fahrplanwechsel 2019
Sonntag, 8. Dezember 2019

Ab Sonntag, den 15. Dezember 2019 gelten f├╝r Stra├čenbahnen, Busse und Z├╝ge neue Fahrpl├Ąne. Gro├če ├änderungen gab es in diesem Jahr nicht. Der seit Sommer 2019 wieder eingef├╝hrte Ferienfahrplan gilt k├╝nftig sowohl in den Sommerferien, als auch in den Weihnachtsferien der Schulen in Brandenburg.

Die Bushaltestellen An der alten Universit├Ąt und Karl-Marx-Stra├če wurden bereits im Oktober/November aufgegeben und zur neuen Umsteigestation Magistrale verlegt. Die Stra├čenbahnhaltestelle Astronergy Solarmodule hei├čt wie bereits von 1988 bis 2007 Friedensh├Âhe. Die Bushaltestelle Lenn├ęstra├če erh├Ąlt den Zusatz Stadthaus. Erg├Ąnzt wurde eine Sp├Ątfahrt gegen 22 Uhr 30 der Buslinie 981 vom Spitzkrug zum Bahnhof, und weiter als Nachtbus N2 zum Baumschulenweg und nach Neuberesinchen. Den neuen Fahrplan der Frankfurter Stra├čenbahn-, Bus- und Nachtbuslinien k├Ânnt ihr hier herunterladen (pdf, 2,4 MB).

RegionalBahn-Netz Lausitz vergeben
Dienstag, 17. Dezember 2019

Der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) hat das ÔÇ×Netz LausitzÔÇť an die Deutsche Bahn vergeben. Ab Ende 2022 fahren neue Siemens-Triebz├╝ge von Frankfurt (Oder) nach Cottbus. Die bisher in Cottbus endende RegionalBahn-Linie RB11 wird dann umsteigefreie Verbindungen nach Falkenberg (Elster) und Leipzig erm├Âglichen. Auch wenn jeder zweite Zug RegionalExpress hei├čt, wird bis Cottbus aber weiterhin an jedem Unterwegshalt gestoppt.

Der Stundentakt nach Cottbus bleibt erhalten. Er wird ab Dezember 2022 aber durch zwei parallel fahrende Linien im 2-Stunden-Takt erbracht. Das ist weiterhin die RB11 (derzeit Frankfurt ÔÇô Cottbus), die nach Falkenberg (Elster) verl├Ąngert wird, aber nur noch alle 2 Stunden f├Ąhrt. In der jeweils anderen Stunde fahren die Frankfurter Z├╝ge ab Cottbus als RegionalExpress weiter nach Leipzig. Dieser RE10 wird zwischen Frankfurt und Cottbus aber weiterhin ├╝berall halten. Die Fahrzeit nach Leipzig wird sich dadurch nicht ├Ąndern, f├╝r Frankfurter bleibt die Umsteigeverbindung ├╝ber Berlin die schnellste Route nach Leipzig. Doch viele kleine Zwischenhalte zwischen Frankfurt und Cottbus werden damit direkt an den Fernverkehrsknoten Leipzig angebunden, von wo st├╝ndlich Fernz├╝ge nach Frankfurt am Main, Hannover, N├╝rnberg oder M├╝nchen verkehren.

Eingesetzt werden fabrikneue, einst├Âckige, dreiteilige Elektrotriebwagen vom Typ ÔÇ×MireoÔÇť (Wikipedia: Siemens Mireo). Die Z├╝ge sind 70 Meter lang, Probleme mit zu kurzen Bahnsteigen wird es also keine geben, und bieten 180 Sitz- und 15 Fahrradstellpl├Ątze. Die Fahrzeuge sind klimatisiert, verf├╝gen ├╝ber WLAN, Steckdosen mit integrierten USB-Ladestellen sowie induktive Ladem├Âglichkeiten.

Durchgehende Zugverbindungen zwischen Frankfurt (Oder) und Leipzig gab es immer wieder. Am bekanntesten d├╝rfte der D 456/457 sein, der bis 1992 viele Jahre zwischen Frankfurt am Main bzw. M├Ânchengladbach und Frankfurt (Oder) ├╝ber Leipzig unterwegs war. In seinem letzten Fahrplanjahr brauchte er von Frankfurt nach Leipzig fast 4 Stunden. Da wird der k├╝nftige RE10 mit etwa 3 ¼ Stunden trotz zahlreicher Zwischenhalte ein St├╝ck schneller sein - und obendrein alle 2 Stunden fahren.

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Faktenblatt zum Netz Lausitz (pdf, 0,4 MB)

VBB-Pressemitteilung Zuschlag f├╝r ÔÇ×Netz LausitzÔÇť geht an DB Regio Nordost