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Mobilitätsticket in Brandenburg ab September 2008
 

Infrastrukturminister Reinhold Dellmann teilte am 22.05.08 in Potsdam mit, das der Aufsichtsrat des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg (VBB) in seiner Aufsichtratssitzung der Einführung des Mobilitätstickets in Brandenburg zum 1. September 2008 zugestimmt hat. Damit können Berechtigte grundsätzlich zum halben Preis des entsprechenden Monatstarifs ein Monatsticket erwerben. Das Land wird hierfür 2,3 Millionen Euro pro Jahr bereitstellen.

Infrastrukturminister Reinhold Dellmann: „Das ist ein guter Tag für Brandenburg und seine Bürgerinnen und Bürger. Wir können mit dem Mobilitätsticket ganz konkret den Menschen helfen, die auf Grund ihres geringen Einkommens in ihrer Mobilität eingeschränkt sind. Wir können nun ein Angebot machen, das hilft, sowohl die Flexibilität im Berufsleben als auch bei der Freizeitgestaltung von bedürftigen Familien zu verbessern. Das neue Mobilitätsticket ist Waben- und kreisübergreifend und geht damit weit über die Forderungen der Volksinitiative für ein Sozialticket hinaus.“

Der Brandenburgische Landtag hat am 10. April 2008 beschlossen, das Mobilitätsticket in Brandenburg einzuführen. Das Ministerium für Infrastruktur und Raumordnung hat nun mit dem VBB die Rahmenbedingungen erarbeit und der Aufsichtsrat des VBB hat in seiner Aufsichtsratssitzung am 22.05.2008 die Einführung zum 1. September 2008 beschlossen.

Das Mobilitätsticket wird als persönliche, gleitende Monatskarte für das Land Brandenburg. Der Preis beträgt grundsätzlich 50 % des regulären Monatskartenpreises. Das Mobilitätsticket Brandenburg wird für nachstehend genannten Berechtigtenkreis ausgegeben:

• Empfänger von Leistungen nach dem SGB II einschließlich Sozialgeld
• Empfänger von laufenden Leistungen der Sozialhilfe (SGB XII einschließlich
• Empfänger der Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung)
• Leistungsberechtigte nach dem Asylbewerberleistungsgesetz
• Mitglieder der jeweiligen Bedarfsgemeinschaften

Das Land Brandenburg gewährt einen Ausgleich pro Ticket zum Preis der regulären Monatskarte von jährlich 2,3 Millionen. Das Ticket wird zum 1. September 2008 für zunächst zwei Jahre bis zum 31. August 2010 eingeführt. (Pressemeldung Allianz pro Schiene, BUND und NABU, 23.05.08)

Quelle: LOK Report

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Deutsche Bahn investiert in Ostbrandenburg
 

Die Deutsche Bahn kündigte an, im Jahr 2008 kräftig in Ostbrandenburg zu investieren. Über 300 Mio. € sollen in Berlin und Brandenburg ausgegeben werden. Darunter sind auch Gelder für den weiteren Ausbau der Eisenbahnstrecke Berlin - Frankfurt - Polen. So soll beispielsweise die immer wieder angekündigte Erneuerung der völlig maroden Eisenbahnbrücke über die Oder bei Frankfurt endlich in Angriff genommen werden. Eingleisig mit 15 km/h sollen die Züge hier nur noch rollen, so verschlissen ist das Bauwerk inzwischen. Doch 2008 beginnen Abriss und Neubau der Oderquerung. Von Oktober bis Dezember 2007 wird die Brücke daher voll gesperrt, der Verkehr weiträumig umgeleitet. Der Berlin-Warszawa-Express wird dann nicht in Frankfurt (Oder) halten. Schon vor Oktober wird es immer wieder Wochenenden geben, an denen vorbereitende Arbeiten zum Abriss eine Vollsperrung der Strecke von Frankfurt nach Reppen (Rzepin) nötig machen.

Gebaut wird 2008 auch im Bahnhof Erkner, der seit Jahren mit provisorischen Holzbahnsteigen und langen Umsteigewegen zwischen S-Bahn und RegionalExpress aufwartet. Eigentlich sollte dort schon jetzt gebaut werden, doch eine plötzlich aufgetretene Gleisabsenkung zwischen Frankfurt und Eisenhüttenstadt hat nun Vorrang, hier muss das Gleis zunächst stabilisiert werden, dann kann im Mai 2008 der Umbau im Bahnhof Erkner beginnen. Am 23. Juni geht die Bahn an den Umbau der Südseite des Bahnhofs. Der bisherige hölzerne Behelfsbahnsteig wird bis Januar 2009 befestigt, danach wird die Nordseite umgebaut, wo die S-Bahn fährt. Im Mai 2009 sollen die Arbeiten dann beendet sein.

Quellen: Märkische Oderzeitung und Pressemeldung Deutsche Bahn

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VBB-Qualitätsbilanz 2006 vorgestellt
 

Heute stellten Infrastrukturminister Reinhold Dellmann und Hans-Werner Franz, Geschäftsführer des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg (VBB), die Qualitätsbilanz 2006 vor. Gegenstand ist unter anderem die Untersuchung der Infrastruktur und die Entwicklung der Pünktlichkeit. Die Qualitätsbilanz 2006 enthält erstmals eine Analyse des im Regionalverkehr befahrenen Eisenbahnnetzes in Berlin und Brandenburg.

Minister Dellmann und VBB-Geschäftsführer Hans-Werner Franz kritisierten, dass auf 16 Prozent des Netzes in Berlin und Brandenburg die vorgesehene Streckengeschwindigkeit nicht gefahren werden kann. Für die Fahrgäste bedeutet das in Summe täglich eine Fahrtzeitverlängerung von über 5.000 Stunden. Ursache für diese Infrastrukturmängel sind unter anderem unzureichende Instandhaltung durch die DB Netz AG. In Folge entstehen Einbrüche bei der Pünktlichkeit. Der Gesamtpünktlichkeitsgrad betrug 2006 90,48 Prozent. Damit lag der Jahreswert wiederum unter dem des Vorjahres (2005: 91,58 Prozent).

Die VBB-Qualitätsbilanz wird im Auftrag der beiden Länder Berlin und Brandenburg erstellt, zeigt Stärken und Schwächen des Schienenpersonennahverkehrs auf und unterbreitet Handlungsempfehlungen. Ziel ist es, in der Öffentlichkeit für Transparenz bei den erbrachten Verkehrsleistungen sowie bei der Qualität der erbrachten Leistungen zu sorgen.

Pressemeldung Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) (pdf*)
Download Qualitätsbilanz 2006 (pdf*)

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Zum Fahrplanwechsel kein Ticketverkauf im Nahverkehrszug mehr
 

Scheinbare Schnäppchen im Fernverkehr, Serviceeinschränkung im Nahverkehr – so sieht der kleine Fahrplanwechsel der Deutschen Bahn AG zum 10. Juni aus, kritisierte das Bündnis “Bahn für Alle”. Das Bahnmanagement auf Privatisierungskurs versuche erneut, kurzfristige Gewinne zu erzielen, statt langfristig mehr Menschen für das Bahnfahren zu begeistern, kritisierte das Bündnis gegen die Bahnprivatisierung. Der Bund als Eigentümer müsse hier eingreifen. Dazu verpflichte ihn das Grundgesetz, das Bahnverkehr im Allgemeinwohl fordere.

Zum Fahrplanwechsel hat die DB AG im Nahverkehr den Fahrkartenverkauf im Zug abgeschafft. Wer ohne Fahrkarte in einsteigt, kann nicht mehr zu einem Aufpreis nachlösen, sondern werde als Schwarzfahrer behandelt. Die DB AG bereite so einen weiteren Personalabbau vor, der auch zu Lasten der Kunden geht, kritisierte das Bündnis “Bahn für Alle”. Dem Vernehmen nach gilt die neue Regelung für Fahrten bis 50 Kilometer. In Bayern hatte die Bahn den Fahrkartenverkauf im Zug bereits vor einiger Zeit abgeschafft und für diesen Testlauf viele Beschwerden geerntet. Im Internet oder per Handy können Nahverkehrskarten nicht gekauft werden, da dort ein Mindestpreis notwendig ist.

Die DB verprelle mit ihrer Strategie der reinen Kostensenkung ihre Kunden, kritisierte das Bündnis “Bahn für Alle”. Geschlossene Bahnhöfe und unbesetzte Schalter kosteten die Bahn am Ende weit mehr, als sie kurzfristig einspare. Auf verwaisten Bahnhöfen fühlten sich Menschen unwohl. Kosten für Sicherheitsdienste entstehen. Da, wo Eisenbahn gut funktioniert, arbeiten Menschen statt Automaten, erklärte das Bündnis gegen die Bahnprivatisierung, etwa bei der Schweizer Bahn oder der Usedomer Bäderbahn, einer Tochter der DB AG. Hier wird auf Automaten verzichtet und die Fahrgastzahlen steigen.

Bereits seit Jahren dränge die DB ihre Kunden weg vom Schalter, hin zum Automaten. Wochenendticket oder das neue “Dauer-Spezial” kosten am Schalter mehr als am Automaten oder im Internet. Doch an den Automaten scheitern viele Menschen, vor allem, wenn es schnell gehen muss. Deshalb hat die DB Automatenguides eingestellt, die für die Kunden die Automaten bedienen, und bietet wie derzeit im Emsland Automatentrainings an.

Zur Kundenbindung und Kundengewinnung sei guter Service wichtiger als Schnäppchen-Angebote wie das neue “Dauer-Spezial”, dass sich zudem auf vielen Strecken nicht lohne, stellte das Bündnis “Bahn für Alle” fest. Fahrten mit der BahnCard 50 oder dem Sparpreis 50 seien oftmals günstiger als das neue Angebot. Besonders dann, wenn Familien reisen, denn die kostenlose Kindermitnahme ist beim “Dauer-Spezial” nicht vorgesehen; anders als beim Sparpreis gibt es auch keinen Rabatt für Mitfahrer.

Klüger wäre, den Preis für die BahnCard 50 zu senken, die dauerhaft alle Preise reduziert und die Kunden nicht auf bestimmte Züge festlegt. Wer die Halbpreis-Karte gekauft hat, wird sie auch nutzen und so der Bahn auf Dauer neue Kunden und mehr Einnahmen bringen, erklärte das Bündnis “Bahn für Alle”. Das “Dauer-Spezial” gilt nur im gebuchten Zug und wird vor allem für schwach ausgelastete Verbindungen angeboten. So sollen Menschen in Züge gelockt werden, mit denen sie eigentlich gar nicht fahren wollen. Stattdessen müsse das Angebot in den Hauptverkehrszeiten ausgeweitet werden, forderte das Bündnis “Bahn für Alle”.

Das Bündnis “Bahn für Alle” wird getragen von Attac, Bahn von unten, BUND, Bürgerbahn statt Börsenbahn, Eurosolar, Grüne Jugend, NaturFreunde Deutschlands, Robin Wood, Umkehr, VCD Brandenburg sowie Verdi und setzt sich ein für eine verbesserte Bahn in öffentlicher Hand.

Pressemeldung: Bündnis “Bahn für Alle”

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Bahn stellt klar: Schienenanschluss zum BBI erfolgt planmäßig
 

Die Deutsche Bahn weist einen Artikel des Tagesspiegels vom 7. Juni 2007 zurück. Darin wurde unter Bezug auf Bahnangaben behauptet, dass der Fertigstellungstermin der Dresdner Bahn zum BBI (der geplante Großflughafen Berlin-Brandenburg International; d. Red.) erst im Jahr 2015 erfolgt.

Wenn alle beteiligten Stellen mitziehen, ist der Bahnanschluss mit Fertigstellung BBI auch zu schaffen. Grundlage hierfür ist, dass die Deutsche Bahn so bauen kann wie geplant, d.h. eine ebenerdige Schienenanbindung.

Sollten Klagen vor dem Bundesverwaltungsgericht vorliegen, könnten allerdings Verzögerungen eintreten. Tatsache ist, dass das Anhörungsverfahren für eine Zeitdauer von 4 Jahren durch das Land Berlin ausgesetzt wurde.

Nach Vorlage des Planfeststellungsbeschlusses und gegebenenfalls eines Urteils des Bundesverwaltungsgerichtes kann mit dem Bau begonnen werden. Finanzmittel werden rechtzeitig zur Verfügung gestellt.

Ein Beispiel für eine schnelle Bauabwicklung durch die Deutsche Bahn ist der Ausbau der Strecke Hamburg – Berlin, der mit über 50 zu beseitigenden Bahnübergängen in nur zweieinhalb Jahren realisiert werden konnte.

Pressemeldung: Die Bahn

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Ab 1. Juli Regionalzüge bundesweit komplett rauchfrei
 

Die Regionalzüge der Deutschen Bahn sind ab dem 1. Juli bundesweit rauchfrei unterwegs. In Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern werden derzeit die letzten Wagen umgerüstet. In den anderen Bundesländern sind bereits alle Züge rauchfrei.

Anlässlich des Weltnichtrauchertages am 31. Mai erklärte Ulrich Homburg, Vorstandsvorsitzender der DB Regio AG: „Unsere Kunden im Regionalverkehr haben die Umstellung auf rauchfreie Züge bisher problemlos akzeptiert. Bald stehen überall bislang nicht genutzte Plätze in Raucherbereichen allen Fahrgästen zur Verfügung.“

In den Fernzügen wurden die Raucherbereiche seit den siebziger Jahren kontinuierlich verkleinert, da es immer weniger Reservierungswünsche gab. Zurzeit sind in den Fernverkehrszügen zwischen acht und 27 Prozent der Plätze für Raucher vorgesehen, in den 70er Jahren war es noch etwa jeder zweite. Seit 1991 sind die rund 200 Bordrestaurants der ICE- und IC/EC-Zügen rauchfrei. Im Oktober 2006 kamen die Bordbistros hinzu. Im Zuge des von der Bundesregierung geplanten Nichtrauchergesetzes sieht die Deutsche Bahn vor, mit Inkrafttreten des Gesetzes das Rauchverbot auch auf die ICE-, Intercity- und EuroCity-Züge auszudehnen.

Auch auf den Bahnhöfen ist frische Luft auf dem Vormarsch. Von bundesweit rund 5.700 Stationen wurde seit 2002 rund die Hälfte rauchfrei. Ausnahmen sind speziell gekennzeichnete Raucherbereiche. Mit Inkrafttreten des Gesetzes gilt auch dort das Rauchverbot.

Mit den Maßnahmen erhöht sich auch die Sauberkeit in den Zügen, auf Bahnsteigen und in den Gleisanlagen. Zudem können die Reinigungskosten reduziert werden.

Quelle: Die Bahn

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Brandenburg: Servicepersonal nur noch in Potsdam
 

Behinderte in Brandenburg können auf den Bahnhöfen des Landes kaum noch mit Unterstützung durch Servicepersonal rechnen.

Landesverkehrsminister Reinhold Dellmann (SPD) teilte am Montag mit, die Deutsche Bahn habe vor allem mit dem Fahrplanwechsel im Winter zahlreiche Mitarbeiter abgezogen. Er reagierte damit auf eine parlamentarische Anfrage zur Beschäftigungspolitik auf den Bahnhöfen.

Dellmann erklärte, aus Sicht der Landesregierung stünde inzwischen viel zu wenig Servicepersonal bereit. Es werde versucht, mit der Bahn Lösungen zu finden. Bei entsprechendem Bedarf kann das Land laut Dellmann aber auch den Bau beispielsweise von Aufzügen und Rampen für Behinderte fördern. Die Bahn hatte zuletzt angekündigt, lediglich noch auf dem Potsdamer Hauptbahnhof Servicepersonal zu beschäftigen.

Vor den Kürzungen der Bahn in den vergangenen Jahren hatten Menschen mit Behinderungen für den Tag ihrer Zugreise telefonisch Unterstützung durch Servicepersonal anfordern können.

Quelle: Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb)

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Bundesregierung: Regionalisierungsmittel steigen ab 2009
 

Die Bundesregierung hat heute dem Entwurf für ein Gesetz zur Änderung des Regionalisierungsgesetzes zugestimmt. Damit ist die Finanzierung des Öffentlichen Personennahverkehrs gesichert. Den Ländern stehen ausreichend Mittel zur Verfügung, um die Nahverkehrsleistungen zu bestellen und den ÖPNV weiter zu verbessern.

Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee dazu heute in Berlin: “Der Bund setzt seine erfolgreiche Politik der Regionalisierung weiter fort. Allein in den vier Jahren bis 2010 werden die Länder mehr als 27 Milliarden Euro für den ÖPNV erhalten. Die Bundesregierung hält gegenüber den Ländern Wort. Ab 2009 steigen die Regionalisierungsmittel wieder. Mit dem dann jährlich 1,5 Prozent mehr können die Länder einen attraktiven Nahverkehr anbieten.”

Im vergangenen Jahr wurden im Rahmen des Haushaltsbegleitgesetzes die Finanzhilfen des Bundes für die Länder reduziert. Mit der Änderung des Regionalisierungsgesetzes werden diese Kürzungen für den Ausbau des ÖPNV nun teilweise kompensiert.

Die Änderung des Regionalisierungsgesetzes sieht unter anderem vor, dass die Länder für die Jahre 2008 bis 2010 für die Absenkung der Regionalisierungsmittel eine Kompensation von insgesamt 500 Millionen Euro erhalten. Diese Mittel können die Länder zur Aufrechterhaltung der Bestellung von schienengebundenen Nahverkehren einsetzen. Um den Ländern auch in Zukunft Investitionen in den Regionalverkehr zu ermöglichen, steigen die Regionalisierungsmittel ab 2009 um jährlich 1,5 Prozent. Darüber hinaus informieren die Länder den Bund jährlich über die Verwendung der Mittel. 2014 soll die Höhe der Regionalisierungsmittel überprüft werden, um die Unterstützung des Bundes dann noch besser auf den jeweiligen Bedarf ausrichten zu können.

Quelle: Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung

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Sozialticket für Brandenburg
 

Jede angebotene Arbeit sollen sie annehmen, und dabei auch stets mobil sein – Menschen, die von Arbeitslosengeld II leben, stehen unter Druck. Denn für die geforderte Mobilität fehlt ihnen oft das Geld: Lediglich elf Euro sind monatlich nach Hartz IV für “Verkehrsmittel” vorgesehen, eine Monatskarte für die ViP kostet jedoch 34 Euro.

Die verkehrspolitische Sprecherin der Linkspartei.PDS, Anita Tack, hat deswegen eine Volksinitiative in Leben gerufen, zusammen mit dem DGB, ver.di, dem Arbeitslosenverband Deutschland, der Grünen Liga, dem Paritätischen Wohlfahrtsverband, der Volkssolidarität, der WASG, der Diakonie und dem BUND. Gemeinsam wollen sie bis zum Herbst 20 000 Unterschriften sammeln. Ihr Ziel ist ein so genanntes Sozialticket, das nur die Hälfte des regulären Preises kostet. Die andere Hälfte soll das Land zahlen.

Die Volksinitiative ist der erste Schritt von dreien in der “Volksgesetzgebung”, wie Tack erklärt. Die Volksinitiative sei im Gegensatz zur Bürgerinitiative ein Instrument der direkten Demokratie: Sind die 20 000 Unterschriften gesammelt, muss sie der Landtagspräsident prüfen lassen. Es wird für jede einzelne Unterschrift kontrolliert, ob Name, Adresse und Geburtsdatum stimmen. Bleiben nach der Überprüfung mindestens 20 000 gültige Unterschriften, wird der Antrag an den Hauptausschuss weitergeleitet. Dort wird er diskutiert, und falls angenommen, gibt der Hauptausschuss eine Beschlussempfehlung an den Landtag weiter. Diese ist zwar nicht bindend, wird aber in der Regel befolgt.

Ein weiter Weg also, den die Initiative zu gehen hat. Doch Anita Tack ist sich sicher, dass es die Mühe wert ist: “Für das Land wären es nur fünf Millionen im Jahr, aber für die Betroffenen alles andere als ein Tropfen auf den heißen Stein”, sagte sie gestern. Die PDS habe gegen Hartz IV gekämpft, doch es ginge nun auch darum, den Betroffenen ein erträgliches Leben zu ermöglichen. Dass sie die nötigen Unterschriften zusammenbekommen, daran hat sie keinen Zweifel. Und auch Doris Finke hat unterschrieben. “Die Politiker erhöhen sich ihre Diäten, aber wir sind ja nicht alle reich”, erklärt sie ihr Engagement.

Quelle: Potsdamer Neueste Nachrichten

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44 Mio Reisende nutzten 2006 die Züge von DB Regio Berlin/Brandenburg
 

Im vergangenen Jahr fuhren rund 44 Millionen Kunden in Berlin und Brandenburg mit den Zügen von DB Regio. „Wir hatten damit drei Millionen Fahrgäste mehr als im Jahr 2005“, so Dr. Ing. Joachim Trettin, Regiochef in Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern. „Das ist ein Kundenrekord und das Ergebnis unserer neuen, attraktiven Angebote“.

Den größten Anteil an den Zuwächsen haben durch die Eröffnung des Nord-Süd-Tunnels insbesondere die Regionalexpress-Linien RE 4 und RE 5 auf der Anhalter Bahn, die RE 3 auf der Stettiner Bahn und die RE 5 und RB 12 auf der Nordbahn. Allein zwischen Eberswalde, Angermünde und Stralsund stieg das Fahrgastaufkommen seit Fertigstellung der neuen Schieneninfrastruktur um
40 Prozent. Von Löwenberg Richtung Neustrelitz/Rostock und von Ludwigsfelde Richtung Luckenwalde/Jüterbog hat sich der Anteil der Fahrgäste um jeweils 30 Prozent erhöht. „Wo wir mit neuen Fahrzeugen im Einsatz sind und gleichzeitig die Fahrzeiten reduziert haben, erzielten wir Zuwächse in zweistelliger Höhe“, so Dr.Trettin.

Ein Verkaufsschlager war auch das Länderticket. Es wurde in Berlin/Brandenburg im vergangenen Jahr über 350.000-mal verkauft.

Neben den zum Teil erheblich kürzeren Fahrzeiten heben die Fahrgäste in Umfragen Pünktlichkeit und Sauberkeit der Züge hervor. Dr. Trettin: „Rund 49 Prozent der Fahrgäste haben uns bei einer aktuellen infas-Umfrage mit ‚gut’ und, sehr gut’ bewertet. Das zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Der Regionalverkehr gewinnt gegenüber dem Pkw zunehmend an Attraktivität“. Jeder Berliner oder Brandenburger ist durchschnittlich 43 Kilometer pro Jahr mit den roten Nahverkehrszügen der Bahn unterwegs. Dabei gelang es DB Regio, trotz der Vergabe an Dritte und der Abbestellung von Strecken die Verkehrsleistung kontinuierlich zu steigern.

Pressemeldung: Die Bahn

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Deutsche Bahn AG investiert in Regionalnetze
 

Die Deutsche Bahn AG wird in den kommenden Monaten zahlreiche Baumaßnahmen zur Erhaltung und Verbesserung der Schieneninfrastruktur durchführen. Gezielt werden nicht nur Hauptmagistralen und Knotenpunkte für die Anforderungen der Zukunft ausgebaut sondern auch die Regionalnetze. Seit dem Start der Mittelstandsoffensive im Jahr 2000 wurden jedes Jahr bundesweit über 600 Millionen Euro in die Modernisierung der Regionalnetze investiert und damit der Investitionsrückstau abgearbeitet.

Alleine in die Regionalnetze Brandenburgs wurden seit 2001 rund 332 Millionen Euro investiert. Dieser Erfolg drückt sich u.a. in einer hohen Kundenzufriedenheit und Zuverlässigkeit aus. Ein Beispiel im Regionalnetz Ostbrandenburg ist die Strecke Königs Wusterhausen – Beeskow – Frankfurt (Oder), in die in den letzten Jahren insgesamt 28 Millionen Euro investiert wurden.

Das Regionalnetz Ostbrandenburg mit Sitz in Frankfurt (Oder) und einer Gesamtlänge von 436 Streckenkilometern umfasst größtenteils Nebenstrecken im Land Brandenburg östlich und nördlich von Berlin. Die Strecken des Regionalnetzes erschließen den ländlichen Raum in sechs Landkreisen. In der Mehrzahl handelt es sich um Zubringerstrecken von und nach Berlin. Südlichstes Zentrum ist Beeskow, die nördlichsten sind Templin und Schwedt (Oder). In Küstrin-Kietz befindet sich ein Eisenbahngrenzübergang nach Polen.

Im Gebiet des Regionalnetzes Ostbrandenburg ist und bleibt die Schiene trotz des gut ausgebauten Autobahn- und Straßennetzes ein zentrales Nahverkehrssystem mit viel Potenzial für die Zukunft. Die Regionalnetze planen hier die vollständige Erhöhung der Streckengeschwindigkeiten von überwiegend 50 bzw. 60 auf mindestens 80 Stundenkilometer .So können streckenweise Fahrzeitgewinne von 15 bis 20 Minuten erzielt werden. Auch die Anbindung der ländlichen Zentren an Berlin soll in einer guten Stunde möglich sein.

In den vergangenen Jahren fanden im Regionalnetz Ostbrandenburg verschiedene Bauprojekte statt, welche die Infrastruktur in der Region nachhaltig verbessert haben. Investitionsschwerpunkt ist die Sanierung und Modernisierung der Anlagen. So wurden beispielsweise Gleiserneuerungen auf über 130 Kilometern durchgeführt, etliche Weichen gewechselt und mehrere Brücken saniert. Im Jahr 2006 wurde die Elektrifizierung der Strecke Angermünde – Schwedt (Oder) abgeschlossen. Durch diese Investitionen ist ein effizienterer Betrieb des Regionalnetzes sichergestellt, was durch attraktivere Reisezeiten auch unmittelbar für die Reisenden spürbar wird.

Im Jahr 2005 startete das Projekt Elektronisches Stellwerk (ESTW) Ostbahn, beginnend mit dem ersten von vier Bauabschnitten in Küstrin-Kietz. Darüber hinaus laufen Optimierungen von zahlreichen Bahnübergängen. Zudem stehen Ausbauten und Stellwerksmodernisierungen auf den Strecken Löwenberg - Templin - Britz und Königs Wusterhausen - Grunow - Frankfurt (Oder) sowie die Sanierung von fünf weiteren Brückenbauwerken in der Vorbereitung.

Befahren werden die Strecken von der DB Regio AG, der Ostdeutschen Eisenbahngesellschaft (ODEG) und seit Dezember 2006 auch von der Niederbarnimer Eisenbahn (NEB) sowie der Prignitzer Eisenbahngesellschaft (PEG). Auf einigen Strecken besteht zudem regelmäßiger Schienengüterverkehr.

Die Aufgabenstellungen im Regionalnetz Ostbrandenburg werden intensiv mit dem Aufgabenträger für den Schienenpersonennahverkehr im Land Brandenburg und dem Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) abgestimmt.

Pressemeldung: Die Bahn

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