Wendeschleife Große Oderstraße
Freitag, 4. Oktober 1985

Am Depot Bachgasse entsteht eine Wendeschleife, der heutige Endpunkt Europa-Universität. Somit müssen am Platz der Republik planmäßig endende Straßenbahnen nicht mehr auf der belebten Kreuzung wenden, sondern können die neue Zentrumswendeschleife benutzen. Bis dahin wendete beispielsweise Linie 3 im Abend- und Wochenendverkehr auf der Kreuzung am Platz der Republik. In den Spitzenstunden endeten hier weitere Verstärkerfahrten, vor allem von und nach Neuberesinchen.

Die Bahnen fuhren dabei vorwärts in das Streckengleis zum Betriebshof, zur Lebuser Vorstadt oder zum Stadion und ließen dort ihre Fahrgäste aussteigen. Danach wurde mit Rangierer rückwärts auf das Gleis aus Richtung Lebuser Vorstadt oder vom Stadion gefahren. Erst dann ging es als Linienfahrt mit Fahrgästen zurück zur Kopernikusstraße oder zum Westkreuz. Ein aufwendiges, personalintensives Verfahren, das nun überflüssig wurde.

Auch ein- oder ausrückende Einrichtungszüge verursachten von nun an weniger Aufwand. Bisher mussten sie bereits ab Platz der Republik mit Hilfe eines Rangierers rückwärts ins Depot Bachgasse fahren, da am Betriebshof keine Wendemöglichkeit vorhanden war.

An der neuen Wendeschleife neu eingerichtet wurde die Haltestelle
Ⓗ Große Oderstraße (heute Europa-Universität).

Zeitweise war für die Endstation der sperrige Name Bezirksparteischule, nach einer Bildungseinrichtung der SED, angedacht. Dieser Name schaffte es sogar bis auf die Zielanzeige mancher Triebwagen, wurde aber nie verwendet.

Mehr zum Thema

Zweites Gleis in der Logenstraße (08.10.1984)