Chronik öffentlicher Stadtverkehr 1983-1984
Chronicle public transport 1983-1984 | Historia od 1983 do 1984 roku
Stand:
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Sonnabend, 01.10.1983
Zentrale Umsteigestelle Platz der Republik eröffnet
Ursprünglich sollte die neue zentrale Umsteigehaltestelle Platz der
Republik (heute Zentrum) zum Fahrplanwechsel am
Foto: Schwarz, Berlin
Der Inbetriebnahme der neuen Haltestelle gingen monatelange Bauarbeiten auf der
Wilhelm-Pieck-Str. zwischen Bahnhofstr. und Platz der Republik voraus. Da diese Bauarbeiten
vorfristig fertig wurden, gilt für die Straßenbahn schon ab diesem Tag der neue
Fahrplan, der offiziell erst am
Verkehrsbauleiter Wolfgang Wüstefeld (auszugsweise) in
"Neuer Tag", Freitag 30.09.1983:
Heute können wir nun melden: Unser Ziel haben wir eine Woche vorfristig erfüllt. Wir
wissen, wie hoch die Belastungen für die Frankfurter waren, wie sehr sie auf den
Abschluß der im Mai begonnen Arbeiten gewartet haben. Das hat viele Kollektive
beflügelt, noch größere Anstrengungen in dieser ohnehin kurzen Bauzeit zu
unternehmen. Aber wir haben es geschafft. In Gemeinschaftsarbeit. Darauf sind wir stolz.
Verkehrs- und Tiefbaukombinat, Kraftverkehr, aber auch Energieversorgung und Abwasserbehandlung
sowie der VEB Bau und der VEB Grünanlagen haben eng zusammengearbeitet. Auf Handschlag und
Vertrauen. Reibungslos ging es nicht, und mancher hat noch zögernd eingeschlagen, dann aber
war sein Handschlag verbindlich. Mit der heutigen Übergabe der Wilhelm-Pieck-Straße
beweisen wir es. (...) Die Arbeit ist geschafft. Es waren harte Monate. Und wenn wir heute
wieder das Signal auf freie Fahrt stellen, erfüllt mich das als Frankfurter mit Stolz, denn
was wir in den letzten Jahren geschaffen haben, ist zu unser aller Nutzen. (...) Was uns heute
so selbstverständlich, so lange ist es noch gar nicht her. An einem Tag wie heute wird es
einem erst so recht bewußt.
Montag, 10.10.1983
Neuer Fahrplan 1983-1985
Straßenbahn:
Die neue Zentralhaltestelle Platz der Republik wird im neuen Fahrplan berücksichtigt und
das Straßenbahnnetz wird weiter umgestaltet. Der veränderten Bedeutung der
Straßenbahnstrecken Rechnung tragend werden die östlichen Linienäste der Linien
1 und 2 getauscht. So wird die inzwischen sehr stark frequentierte Linie 1 nicht mehr zum eher
unbedeutenden Endpunkt Stadion geführt, sondern direkt an die Innenstadt angebunden und
durch die Karl-Marx-Straße zur Lebuser Vorstadt geleitet. Die Linie 2 hingegen wird vom
Endpunkt Lebuser Vorstadt zum Stadion verlegt und fährt in den Hauptverkehrszeiten nicht
mehr alle 12 Minuten, sondern ohne festen Takt mit Fahrtabständen zwischen 10 und 17
Minuten. Vor 5 Uhr und nach 20 Uhr wird statt am Stadion schon am Platz der Republik geendet,
die Strecke zum Stadion wird in diesen Zeiten zum Abstellen von Wagen benötigt, da die
Abstellkapazitäten im Betriebshof Bachgasse bei weitem nicht ausreichen und der heutige
Betriebshof Neuberesinchen noch nicht existierte. Die Tram-Linie 4 fährt nun zwar wieder
ganztägig, vormittags aber nur im 30-Min.-Takt., davor und danach ohne echten Takt mit
Fahrtabständen zwischen 9 und 40 Minuten. Die Betriebszeit der Linie 5 wird ausgeweitet,
statt bisher nur in den Hauptverkehrszeiten fährt sie nun auch Montags bis Freitags
vormittags und erhält auch abends einige Fahrten. Laut Regionalzeitung werden nun 28 statt
23 Züge eingesetzt. Auf allen Linien werden Gotha-/Reko-Zweiwagenzüge, auf den Linien
2 und 4 ausschließlich ZR-Fahrzeuge eingesetzt. Grund dafür: am Stadion gibt es
keine Wendeschleife, die Bahnen müssen den Beiwagen umkuppeln.
Grafik: Michael Busse, Berlin
Bus: Das Bussystem wird ebenfalls umgestaltet und bringt vor allem Einschränkungen. Wesentlich ist, dass die Bus-Linie B (heute 981) Montags bis Freitags nicht mehr durch die Innenstadt fährt, sondern ihre Kernaufgabe in der Anbindung des Industrievorortes Markendorf mit dem dortigen Halbleiterwerk an das Straßenbahnnetz erhält. Die Bewohner Markendorfs müssen nun mit der Straßenbahn bis zur Kopernikusstraße fahren und dann in den Bus umsteigen. Aufgewertet wurde allerdings die Linie G (heute 985) als Ersatz für Linie B zwischen der Innenstadt und dem Hansa-Viertel. Linie A (heute 980) fährt wie schon bisher mit einigen Fahrten zu abweichenden Zielen. So werden einige Fahrten von der Meurerstr. zum Waldhaus Rosengarten (heute Am Wildpark), werktags nur bis zur Haltestelle Rosengarten, Kreuzung verlängert. Vor 5 und nach 19 Uhr werden einige Fahrten erst an der Ziolkowskialle statt am Industriekomplex West (heute Seefichten) begonnen. Nach Veranstaltungsschluss im damaligen Kleist-Theater wird eine Fahrt dort begonnen. Ferner wird Sonnabend abend eine Fahrt von der Meurerstr. nach Lichtenberg verlängert. Die Verkehrsführung der Linie B ist recht kompliziert zu erklären. Zu allen Zeiten wird von dieser Linie nur noch der Abschnitt Halbleiterwerk (heute Markendorf) - Kopernikusstr. bedient, wobei ebenfalls zu allen Zeiten einige Fahrten in Hohenwalde beginnen. Zum Schichtwechsel im Halbleiterwerk gegen 6, 14 und 22 Uhr werden einige Fahrten über die Haltestelle Kinderkrippe Nuhnenstraße (heute Am Messegelände) zur Kaufhalle Nord (heute Prager Str.) im Stadtteil Frankfurt-Nord (Hansa-Viertel) verlängert. Am Wochenende wird Linie B wie bisher von der Kopernikusstr. zum Bahnhof verlängert und fährt dann im Linienweg der Linie G bis zur Haltestelle Frankfurt-Nord (Moskauer Str.) (heute Hamburger Str.). Diese Fahrten werden als Linie B/G an den Fahrzeugen gekennzeichnet, im Fahrplanheft wird diese Verknüpfung allerdings nicht einmal erwähnt. Linie G wiederum fährt nur Montags bis Freitags von 4 bis 0 Uhr zwischen Bahnhof und Moskauer Str., einige Fahrten werden bis zum Spitzkrug verlängert, Sonnabend abend eine Fahrt bis Kliestow. Die Haltestelle Spitzkrug hat noch nichts mit der heuten Haltestellenfamilie am Spitzkrug zu tun, sondern befand sich an der Kreuzung Berliner Chaussee/Lebuser Chaussee und diente der Anbindung des so genannten Industriekomplexes Nord. Sie haben die Linienführung der Busse nicht verstanden? Gut, das muss so sein, in Frankfurt war zumindest das Busnetz selten leicht zu durchschauen.
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Straßenbahn ab 10.10.1983
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Linie 1 |
Neuberesinchen - Bahnhof - Platz der Republik - Lebuser Vorstadt
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Linie 2 |
Westkreuz - Platz der Republik (- Stadion)
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Linie 3 |
Kopernikusstr. - Bahnhof - Platz der Republik (- Lebuser Vorstadt)
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Linie 4 |
Kopernikusstraße - Bahnhof - Platz der Republik - Stadion
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Linie 5 |
Neuberesinchen - Bahnhof - Westkreuz
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Stadtbus ab 10.10.1983
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Linie A |
Industriekomplex West - Ziolkowskiallee - Bahnhof - Frankfurt-Nord -
Westkreuz - Meurerstr.
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Linie B |
(Hohenwalde -) Halbleiterwerk - Kopernikusstr. (- Nuhnenstr. - Kaufhalle
Nord)
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Linie B/G |
(Hohenwalde -) Halbleiterwerk - Kopernikusstr. - Bahnhof -
Frankfurt-Nord (Moskauer Str.)
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Linie C |
Bahnhof - Westkreuz - Rosengarten - Lichtenberg
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Linie D |
Bahnhof - Kraftverkehr - Kliestow - Booßen
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Linie F |
Bahnhof - Grenzbahnhof (- Güldendorf - Lossow)
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Linie G |
Bahnhof - Kaufhalle Nord - Frankfurt-Nord (Moskauer Str.)
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Bahnhof - Kaufhalle Nord - Industriekomplex West
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Nachfolgend gelistet sind die Taktfolgen der Straßenbahnlinien (Linie 1-5) und der im Takt fahrenden Buslinien (Linie A, B, G). Die Stundenangaben in der zweiten Zeile sind nur als ca.-Angaben zu verstehen. Die Taktangaben für die Buslinien beziehen sich auf den jeweiligen Kernabschnitt, darüberhinaus fahren einzelne Fahrten zu abweichenden Zielen. Die Vorortbuslinien C, D und F fahren unregelmäßig, dabei variiert das Fahrtenangebot zwischen 33 Fahrten pro Tag Montags bis Freitags auf Linie F und vier Fahrten pro Tag an Sonntagen auf Linie D. Die mit einem Sternchen * gekennzeichnete Zeile der Linie G betrifft die Zusatzfahrten vom Bahnhof zum Industriekomplex West (heute Seefichten).
| Takt | Montag-Freitag | Sonnabend | Sonntag | täglich | |||||||
| 4-5 | 5-8 | 8-12 | 12-14 | 14-18 | 18-20 | 4-8 | 8-12 | 12-20 | 4-20 | 20-0 | |
| 1 | unr. | 10' | 15' | 12' | 10' | 12' | 20' | 15' | 20' | 20' | 30'-40' |
| 2 | unr. | unr. | 15' | unr. | 12' | 20' | 15' | 20' | 20' | 30'-40' |
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| 3 | unr. | 10' | 15' | 12' | 10' | 12' | 20' | 15' | 20' | 20' | 30'-40' |
| 4 | - | unr. | 30' | unr. | - | - | - | ||||
| 5 | - | 10' | 30' | 10' | unr. | - | - | - | |||
| A | unr. | 20' | 30' | 20' | 30' | 30' | 30' | 25'-45' |
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| B | 20' | 30' | 20' | unr. | - | - | unr. | ||||
| B/G | - | unr. | 60' | 60' | - | ||||||
| G | 30' | 20' | 30' | 20' | 60' | - | - | unr. | |||
| G* | - | 20' | - | 20' | - | - | - | - | |||
unr. = unregelmäßiger Takt
1983
Fahrzeugzu- und abgänge des Jahres
Um das Fahrtenangebot auf dem vorhandenen Netz ausweiten zu können und in Aussicht auf den
geplanten Netzausbau der Frankfurter Straßenbahn nach Markendorf, werden jedes Jahr
zahlreiche Gotha-Züge nach Frankfurt geholt. Während in den Jahren 1981 und 1982 keine
Fahrzeuge von anderen ostdeutschen Betrieben kamen, gab es 1983 so viele Neuzugänge an
gebrauchten Wagen wie in keinem anderen Nachkriegsjahr. Es kamen Fahrzeuge aus Städten, die
im Gegensatz zu Frankfurt zu diesem Zeitpunkt Neubaufahrzeuge aus den Prager Tatrawerken
erhielten und dort somit Gothafahrzeuge frei wurden. Es wurden zehn Trieb- und acht Beiwagen
angeschafft, ausschließlich Einrichtungsfahrzeuge, so dass auf einen Schlag acht
ER-Züge mehr zur Verfügung standen. Die meisten Wagen kamen in diesem Jahr aus Gera,
wie die im Bild zu sehenden Wagen 21 und 101 bei der Eröffnung der neuen Zentralhaltestelle
Platz der Republik im Oktober 1983. Wagen 21 erhielt übrigens schon in Gera seine
Frankfurter Farbgebung und absolvierte dort in diesem Lack sogar einige Probefahrten.
Dem Vernehmen nach sollte Frankfurt 1983 zwei fabrikneue Tatrawagen vom Typ KT4D aus der Tschechoslowakei erhalten. Es könnte mehrere Gründe gehabt haben, warum diese Fahrzeuge aber nicht genommen wurden sondern stattdessen nach Erfurt gingen und dort unter den Wagennummern 492 und 493 im Einsatz waren. Das Hauptargument dürfte gewesen sein, dass man die Wagen nur auf den Strecken zur Kopernikusstr. und nach Neuberesinchen hätte einsetzen können, aber keine der dorthin fahrenden Linien KT4D-tauglich war. Die Linien 1 und 3 fuhren in die Lebuser Vorstadt, wo sowohl Stromversorgung als auch Gleiszustand einen KT4D-Einsatz nicht zugelassen hätten. Das Gleiche gilt für die Linie 5 zum Westkreuz (heute Messegelände). Linie 4 hatte ihren Endpunkt am Stadion wo die fehlende Wendeschleife einen KT4D-Einsatz ebenfalls unmöglich machte. Die 1985 eingerichtete Wendeschleife an der Großen Oderstraße (heute Europa-Universität existierte noch nicht und so hätten die Tatrawagen höchstens auf der belebten Kreuzung Platz der Republik wenden können. Hauptgrund dürfte aber die mangelnde Stromversorgung gewesen sein. Stand abends ein Gotha-Zug in einer Wendeschleife, spürte der Fahrer sofort wenn ein weiterer Zug in den Streckenabschnitt einfuhr, die Glühlampen leuchteten schwächer und der Umformer drehte sich hörbar langsamer. Für Tatrawagen war solch ein Stromnetz noch nicht ausreichend. Das KT4D-Zeitalter begann dann 1987 mit der Lieferung von 22 Wagen, mit denen sich auch mehr anfangen ließ als mit einer Splittergattung von 2 Fahrzeugen.
1984
Baubeginn Neubaustrecke Markendorf und Betriebshof Neuberesinchen
In diesem Jahr beginnen die Bauarbeiten an der Neubaustrecke nach Markendorf. Im etwa 5 km von
der Stadtgrenze Frankfurts entfernten Vorort befinden sich mehrere Industriebetriebe und das
damalige Bezirkskrankenhaus (heute Klinikum). Der größte Arbeitgeber der Stadt, das
Halbleiterwerk mit etwa 8.000 Beschäftigten prägt diesen Vorort. Die bei großen
Fahrgastströmen wirtschaftlichere Straßenbahn soll die hier zu dieser Zeit
nötigen zahlreichen Busse ersetzen. Zwar sind auf dieser Strecke nur die Spitzenverkehre
straßenbahnwürdig, was vor allem nach der Wende zum Nachteil wurde, dennoch beginnt
nun der Bau der 5,6 km langen Neubaustrecke mit Wendeschleife am landwärtigen Ortsausgang
von Markendorf. Die Bauarbeiten werden bis 1988 andauern. Fotos von den fortschreitenden
Baubarbeiten finden Sie auf der Seite
1984
Neue Farbgebung bei der Frankfurter Straßenbahn
Die Frankfurter Straßenbahn erhält eine leicht veränderte Farbgebung. Irgendwann
im Jahr 1984 fuhren der Gotha-Zug Tw 24 + Bw 137 mit der nebenstehenden Lackierung durch die
Stadt. Neu war eigentlich nur der cremefarbene Bodenstreifen, die Wagen blieben weiterhin
überwiegend rot. Diese Farbgebung passte sich etwas an das Aussehen der in wenigen Jahren
anzuschaffenden KT4D an. Bis Anfang der 1990er Jahre war die alte rote Farbgebung von
Frankfurts Tramgleisen verschwunden.
Grafik: Michael Busse, Berlin
Montag, 02.04.1984
Zweites Gleis in der Lindenstraße in Betrieb genommen
In der Lindenstraße (damals Oderallee) wird mit der Fertigstellung eines zweiten Gleises ein weiterer Streckenabschnitt zweigleisig in Betrieb genommen. Nun sind nur noch zwei Abschnitte eingleisig, es handelt sich um die Strecke zwischen den Haltestellen Klingestr. (damals Konsument) und Am Winterhafen (damals Marö-Werk) und die erst 1976 eröffnete Strecke zwischen den Haltestellen Friedhof (damals Hauptfriedhof) und Kräuterweg (damals Baumschulenweg). Auch die damals nicht im Linienverkehr genutzte Zufahrt zum Betriebshof in der Bachgasse ist 1984 nur eingleisig ausgebaut. Alle drei Strecken sind inzwischen jedoch zweigleisig.
Montag, 08.10.1984
Zweites Gleis in der Logenstraße
Die oben bereits erwähnte Zufahrt zum Betriebshof in der Bachgasse ist nun mit einem zweiten Gleis in der Logenstraße (damals Wilhelm-Pieck-Str.) ausgestattet.
1984
Fahrzeugzu- und abgänge des Jahres
Auch 1984 wurden Fahrzeuge nach Frankfurt (Oder) umgesetzt, es wurden aber auch Wagen abgegeben.
Es kommen ein Triebwagen und fünf Beiwagen aus Halle (Saale), auch aus Schöneiche
kommt ein Triebwagen. Drei der aus Halle übernommenen Beiwagen werden in Frankfurt
allerdings nie eingesetzt. Noch 1988 stehen auf dem Bild die ehemaligen Hallenser Beiwagen 391
(vorn) und 372 (dahinter) mit dem in Frankfurt gerade ausgemusterten Bw 126III
auf der damaligen Baustelle für den heutigen Betriebshof Neuberesinchen. Der ehemalige
Hallenser Beiwagen 374 erhielt in Frankfurt zwar noch die Wagen-Nr. 139II, die
bereits angefangene Hauptuntersuchung (HU) wurde aber abgebrochen und auch dieser Wagen kam in
Frankfurt dann nie zum Einsatz. Ebenfalls 1984 wurden nach Schöneiche zwei
Reko-Einrichtungszüge abgegeben.
Foto: Michael Busse, Berlin
Die nächste Seite beinhaltet die Chronik der Jahre 1985 und 1986.
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